Justizanstalt St. Pölten

Staatsanwalt

Inzest-Anklage nicht vor dem 7. November fertig

Wegen einer bürokratischer Hürden verzögert sich die Anklageschrift. Der Öffentlichkeit wird sie sogar erst am 14. November präsentiert.

Die Anklageschrift gegen den Tatverdächtigen im Inzest-Fall von Amstetten, Josef F., "wird nicht vor dem 7. November 2008 fertiggestellt sein". Das hat Gerhard Sedlacek, Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, am Freitagnachmittag mitgeteilt.

"Unter Berücksichtigung interner Abläufe sowie der erforderlichen Zeit für die Übermittlung des Aktes an das Landesgericht St. Pölten, die dort notwendige Eingangsbearbeitung und die Zustellung der Anklageschrift an den Beschuldigten und seinen Verteidiger ist davon auszugehen, dass die angekündigte (erst dann zulässige) Presseaussendung über die von der Anklage umfassten Straftaten nicht vor dem 14. November 2008 erfolgen kann", so Sedlacek weiter. "Bis dahin werden über den Inhalt der Anklage keine Auskünfte erteilt."

Am 27. April war in Amstetten bekanntgeworden, dass Josef F. seine Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und sexuell missbraucht haben soll. Während der Gefangenschaft hat der Mann laut Polizei mit der 42-Jährigen sieben Kinder gezeugt. Eines von ihnen sei nach der Geburt gestorben, das tote Baby habe der 73-Jährige angeblich in einem Holzofen verbrannt. Josef F. war weitgehend geständig, er befindet sich in Untersuchungshaft.

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