Jihadist:

Prozess-Fortsetzung

Jihadist: "Bin Helfer für die Flüchtlinge"

Der erste Prozess gegen einen Austro-Jihadisten geht in Krems in die zweite Runde.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen Magomed Z. (31), der zuletzt in Heidenreichstein wohnte und dem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung bis zu zehn Jahre Haft drohen, wiegt schwer: Er soll sich in Syrien als „Mohmad“ der ISIS-Untergruppe „Jaish al Muhajireen“ angeschlossen haben, zum Kämpfer ausgebildet worden sein und gelernt haben, mit Sprengstoff umzugehen. Tatsächlich wurden auf seinem Handy Bauanleitungen für Bomben gefunden.

„Nicht schuldig“
Beim Prozessauftakt vor knapp drei Wochen bestritt der gelernte Jurist alle Vorwürfe und gab an: „Ich bin als Helfer für Flüchtlinge nach Syrien gereist.“ Sein Verteidiger Wolfgang Blaschitz verwies auf die starke Sehschwäche seines Mandanten: „Eine große Hilfe für die ISIS wäre er sicher nicht gewesen.“

Asylantrag
Nach Österreich kam er, um sich einer Augen-OP zu unterziehen, stellte einen Asylantrag. Zuletzt überwies er von hier noch 800 Euro an die ISIS, dann wurde er verhaftet. Es gilt die Unschuldsvermutung. Zu einem Urteil kam es nicht: Das Verfahren wurde am Abend vertagt.

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