Mann erschießt seltene Zwergohreule, weil sie ihm zu laut war

Ermittlungen im Gang

Mann erschießt seltene Zwergohreule, weil sie ihm zu laut war

BirdLife Österreich hat Anzeige erstattet.

Neunkirchen. In einem Privatgarten im Bezirk Neunkirchen ist nach Angaben von BirdLife Österreich eine Zwergohreule erschossen worden. Mutmaßlicher Grund sei, dass ihre Balzrufe zu laut waren. Die Vogelschutz-Organisation hat einer Aussendung vom Donnerstag zufolge Anzeige erstattet. Die Landespolizeidirektion Niederösterreich bestätigte, dass Ermittlungen im Gang seien.

Dem Abschuss vorausgegangen sei, dass sich die Zwergohreule im Frühjahr auf einem Privatgrund mit Altbaumbestand niedergelassen und gebalzt habe. Der Vogel habe aufgrund seines Gesanges Unmut erregt, weshalb es zu einer offiziellen Ortsbegehung gekommen sei, berichtete BirdLife Österreich. Dabei seien Schüsse zu hören gewesen.

Tote Eule unter dem Brutbaum gefunden

"Vergangene Woche war es dann plötzlich still geworden", so die Vogelschutz-Organisation. Am Freitag hätten Kinder die tote Eule unter dem Brutbaum gefunden. Die Erstdiagnose laute auf Durchschuss.

Dass zur Waffe gegriffen werde, weil ein harmloser Vogel seinen Gesang vortrage, schockiere, stellte Johannes Hohenegger von BirdLife Österreich fest. "Besonders schmerzlich ist, dass die Zwergohreule in Niederösterreich als Brutvogel de facto ausgestorben ist."

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