Kaufkraft stagniert bei Arbeitnehmern

NÖ rutscht beim Einkommen weiter ab

Im Bundesländervergleich ist NÖ auf Platz 7 hinter Kärnten abgerutscht.

NÖ. Das Brutto-Medianeinkommen der Arbeitnehmer in NÖ betrug im Jahr 2018 exakt 2.171 Euro. Das wird ersichtlich in der veröffentlichten Einkommensanalyse der NÖ Arbeiterkammer (AKNÖ). Gegenüber des Vorjahres 2017 stieg dieser Wert zwar um 55 Euro, also um 2,6 Prozent. Nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträgen sowie unter Berücksichtigung der Inflationsrate und der Preissteigerung wird deutlich, dass die Kaufkraft stagniert.

Platz 7. Deswegen ist NÖ im Bundesländervergleich auf den siebten Platz hinter Kärnten abgerutscht. Lediglich im Burgenland und in Tirol ist das Brutto-Medianeinkommen geringer. Die Österreich-Wertung führt Vorarlberg mit 2.392 Euro an.

Forderung. Daher fordert AKNÖ-Präsident Markus Wieser „deutliche Reallohnsteigerungen, 1.700 Euro Mindestlohn in jedem Kollektivvertrag und eine Angleichung der Gehälter von Frauen und Männern“ bei der Präsentation der Einkommensanalyse 2018. „Es muss für die künftige Bundesregierung eine vordringliche Aufgabe sein, geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung der kalten Progression zu beschließen“, erklärt Wieser. In NÖ verdienen Männer immer noch rund ein Drittel mehr als Frauen. Beim Brutto-Medianeinkommen der Frauen liegt NÖ mit 1.686 Euro auf dem siebenten Platz aller Bundesländer.

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