Pizza-Mord: Killer sah aus irrer ''Eifersucht'' rot

Verdächtiger geständig

Pizza-Mord: Killer sah aus irrer ''Eifersucht'' rot

Er habe das Opfer einst „geliebt wir einen Bruder“ – aber der soll ihn nur ausgenutzt, hintergangen und verletzt haben.

In U-Haft schildert der 31-jährige Gökhan Y. jetzt das „wahre Motiv“ für seine Bluttat an Geschäftspartner Hasan Ö. (33), den er mit einem Küchenmesser mit 13 Stichen in der Pizzeria Pitten tötete. Die weitschichtig verwandten Familienväter waren einst beste Freunde gewesen – doch im Geschäftsalltag soll sich sein Partner als „Lügner und Betrüger“ (so Gökhan) herausgestellt haben. „Dann versuchte er, einen Keil in meine Ehe zu treiben, indem er meiner Frau von Seitensprüngen meinerseits berichtete, die es nicht gab“, betont der Austro-Türke, der von Top-Anwalt Niki Rast vertreten wird.

Provoziert

Tatauslösend soll dann nach Angaben des Beschuldigten aber die „Sexsucht“ des Opfers gewesen sein, der sogar die serbische Putzfrau in der Pizzeria vernascht und zuletzt die Frau des Verdächtigen angebraten haben soll. Als Gökhan vergangenen Montag den zweiten Geschäftspartner zum Flughafen gebracht hatte und zur Pizzeria zurückkam, soll Hasan ihn im Lokal mit sexuellen Anspielungen, eindeutigen Worten und Gesten (die er auf seine Ehefrau gemünzt sah), so lange provoziert haben, bis Gökhan zum Messer griff.

© ÖSTERREICH/ Artner

Promi-­Anwalt 
Niki Rast ­übernahm Verteidigung von 
Gökhan Y.

Sprachnachricht

Gegen diese kolportierte Handlung im Affekt spricht allerdings eine Sprachnachricht (des Grauens), die der Killer kurz vor der Tat per WhatsApp an alle seine Kontakte schickte. ÖSTERREICH berichtete bereits über die aus dem Türkischen übersetzte Wutrede, die mit den Worten anfängt: „Während ich das aufnehme, habe ich mich dazu entschlossen, meinen Geschäftspartner zu töten … Ich bereue es nicht und ich werde wie ein Löwe im ­Gefängnis meine Strafe absitzen  … Ich vertraue nur meiner eigenen Gerechtigkeit.“


Nach der Bluttat postete er ein Foto der Leiche in der WhatsApp-Story. Ein psychiatrisches Gutachten wurde in Auftrag gegeben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Mordankündigung im Wortlaut: "Ich bereue nichts und werde meine Strafe absitzen"

Hier die von einer ÖSTERREICH-Mitarbeiterin aus dem Türkischen übersetzte Sprachnachricht im Wortlaut: „Mein Name ist Gökhan Y. Während ich das aufnehme, habe ich mich zu etwas entschlossen und ich stehe dahinter. Ich werde meinen Geschäftspartner töten. Er hat mich dazu gezwungen, dieser Hurensohn.“

Der Pizza-Chef weiter: „Ich habe ihn immer gewarnt: Hör auf zu lügen, ich weiß, was los ist, und kenne jeden Schritt von dir. Du verletzt mich. Er schwört, dass er nichts macht. Doch du Hurensohn, man weiß nicht einmal, welcher ¬Religion du angehörst.“

Dann spricht der 38-Jährige ganz offen aus, was er vorhat: „Ich habe jedem gesagt: Wenn ihr hört, dass es einen Mord gibt, dann könnt ihr euch sicher sein, dass ich Hasan getötet habe. Ich stehe hinter dem, was ich jetzt gesagt habe. Ich habe viel nachgedacht, seit einem Jahr hat Hasan mir so viel angetan. Deswegen habe ich mich heute entschlossen, die männliche Hure zu töten.“

Am Ende der verstörenden Botschaft lässt er noch tiefer in die Seele eines gekränkten türkischen Mannes blicken und was er von seinem Gastland hält: „Ich bereue es nicht, ich werde wie ein Löwe im Gefängnis meine Strafe absitzen. Solange es auf der Welt solche Hurensöhne gibt, glaube ich nicht an die Justiz, und ich vertraue nur meiner eigenen Gerechtigkeit. Hoffentlich stirbst du, Hasan, und hoffentlich wirst du nicht einmal ein Grab haben …“

Nur zwei Stunden später setzte der zweifache Familienvater seine unverblümte Todesdrohung eiskalt um. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 

Diese Website verwendet Cookies

Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer   Datenschutzerklärung .
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten