Unheimliche Feuer-Serie im Bezirk Melk

Vier Großbrände an einem Wochenende

Unheimliche Feuer-Serie im Bezirk Melk

Vier Großbrände haben Feuerwehren am Wochenende im Bezirk Melk löschen müssen: Während heftiger Gewitter fingen vermutlich durch Blitzschlag drei Ställe sowie Wirtschaftsgebäude und ein Dachstuhl Feuer. Zwei Großeinsätze am Samstag und zwei weitere am Sonntag waren die Folge. Insgesamt waren rund 800 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten beteiligt. 


Samstagnachmittag hatte es binnen einer Stunde Alarm in Umbach bei Kilb und im wenige Kilometer entfernten Kimming bei Kirnberg gegeben. In Umbach standen ein Stall sowie ein Wirtschaftsgebäude in Vollbrand. Acht Rinder verendeten. Etwa 250 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Der Landwirt, der Rauchgase eingeatmet hatte, wurde an Ort und Stelle vom Roten Kreuz medizinisch versorgt. Die Einsatzkräfte mussten große Mengen Stroh aus dem Brandobjekt ins Freie bringen und noch vorhandene Glutnester ablöschen, weshalb sich die Nachlöscharbeiten bis Sonntag hinzogen.

In Kimming war ebenfalls ein Stall in Brand geraten. Den dort bei den Löscharbeiten eingesetzten rund 200 Feuerwehrleuten gelang es, an die 50 Rinder aus dem Gebäude in Sicherheit zu bringen.

Sonntagnachmittag gegen 14.20 gab es im Bezirk Melk wieder Alarm: Auf einem Anwesen in Anzenbach standen ein großer Stall und ein Wirtschaftsgebäude in Vollbrand. 13 Wehren mit etwa 180 Feuerwehrmitgliedern versuchten, das Schlimmste zu verhindern. Sie konnten rund 80 Rinder und zehn Schweine - somit fast den gesamten Tierbestand - retten, berichtete Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Auch ein Übergreifen des Feuers auf drei Hallen und das Wohngebäude habe man bisher verhindern können.

Die Feuerwehr war mit mehreren Drehleitern und Großtanklöschfahrzeugen sowie mit Atemschutztrupps ausgerückt. Der Einsatz dürfte vermutlich bis in die Nachtstunden dauern, so Resperger.

In Unterschmidbach bekämpften rund 100 Feuerwehrleute einen Brand am Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Als Ursache wurde Blitzschlag in eine Solaranlage vermutet. Auch hier unterstützten mehrere Atemschutztrupps und Drehleitern die Löscharbeiten. Die Gesamtzahl der bei allen Bränden ausgerückten Kräfte, Ablösen mit eingerechnet, belief sich laut dem Feuerwehrsprecher auf rund 800.

 

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