Einbruch bei Nitsch: 2 Rumänen in Haft

Jagd auf Tippgeber

Einbruch bei Nitsch: 2 Rumänen in Haft

Fast fünf Jahre nach dem Diebstahl konnten jetzt erste Verdächtige ausgeforscht werden.

Nach fast fünf Jahren konnten endlich die mutmaßlichen Diebe gefunden werden. Sie sollen damals 500.000 Euro erbeutet haben.

Am 2. März 2013 wurde beim berühmten Aktionskünstler Hermann Nitsch im Schloss Prinzendorf in Niederösterreich eingebrochen, sein Tresor aufgebrochen. Damals ergatterten die dreisten Diebe eine Beute im Wert von 500.000 Euro. Die Einbrecher schnitten gezielt den Tresor auf und nahmen jegliche Wertstücke mit. Der gesamte Schaden beläuft sich auf eine siebenstellige Summe.

Die Diebe gingen dabei sehr raffiniert vor. Trickreich säuberten sie den Tatort von Spuren und ließen sogar das Tatwerkzeug dort. Dennoch konnte die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich Spuren sicherstellen. Europaweit wurden diese verglichen. Es wurde festgestellt, dass die Täter auch in Spanien in den Jahren 2007 und 2009 zugeschlagen hätten.

© LPD NÖ

Diesen Tresor knackten die Einbrecher und erbeuteten rund 500.000 Euro.

Erfolge fünf Jahre nach der Tat

Fast fünf Jahre später dann der große Durchbruch. In Zusammenarbeit mit den Behörden in Rumänien konnten ein 39-jähriger sowie ein 44-jähriger Rumäne ausgeforscht werden. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg erließ einen Haftbefehl, worauf im November 2017 rumänische Spezialeinheiten eine groß angelegte Zugriffsaktion starteten. Neben den beiden Rumänen konnten auch 16 weitere Mitlieder einer international agierenden kriminellen Vereinigung festgenommen werden.

© LPD NÖ

Die Diebe hinterließen sogar das Werkzeug am Tatort.

Jagd auf Tippgeber

Allerdings ist der Fall noch nicht zur Gänze geklärt. Von der Beute fehlt weiterhin jede Spur. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Diebe dies bereits in Immobilien und andere Wertgegenstände investiert haben. Außerdem geht sich Suche nach einem eventuellen Tippgeber weiter. Da sich die Bande eigentlich eher auf Südeuropa konzentriert hatte und dies der einzige Einbruch dieser Art in Österreich war, gehen sie von einem weiteren Komplizen aus. Dies vermutete auch Nitsch schon damals, kurz nach dem Einbruch. „Da waren Insider am Werk“, sagte er.

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