60-Jährige
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In Wels entbunden

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Älteste Zwillings-Mama in Türkei künstlich befruchtet.

Es ist eine echte Sensation: Am Mittwoch gegen Mittag brachte eine 60-Jährige im Klinikum Wels-Grieskirchen zwei Buben zur Welt – die Zwillinge Eldion und Elmedin erfreuen sich bester Gesundheit. Auch die Mama ist wohlauf. Damit ist die Welserin und gebürtige Kosovo-Albanerin die älteste Zwillingsmutter der Welt.

„Jeder Gynäkologe weiß, dass man mit 60 nicht auf natürlichem Wege schwanger werden kann“, sagt der ­betreuende Oberarzt und ­Gynäkologe Alfred Bacherer im Gespräch mit ÖSTERREICH (siehe unten). „Das war mithilfe einer Eizellenspende möglich, die im Ausland, vermutlich in der Türkei, durchgeführt worden ist.“ Das bedeute, dass die Mutter auch nicht die genetische Mutter sei.

Der Kinderwunsch war jedoch stark ausgeprägt: So haben die Frau und ihr Ehemann bereits eine Tochter. „Damals sagte das Paar, es käme wieder – und dann würde es ein Bub“, so Gynäkologe Bacherer. „Das ist ja nun auch Wirklichkeit geworden.“

Die Meinungen zu der späten Mutterschaft gehen auseinander. „Schwangerschaften im höheren Alter sind komplikationsträchtiger. Im aktuellen Fall ist alles gut gegangen“, sagt Spitalssprecherin Kerstin Pindeus zurückhaltend. Ähnlich äußert sich der Leiter der Geburtshilfeabteilung, Klaus Reisenberger: „Hätte man die Eizellenspende nicht gemacht, wären die Kinder jetzt nicht auf der Welt.“

Hochgradig riskante Schwangerschaft
Doch die Schwangerschaft war nicht nur wegen des Alters riskant: Die Mutter leidet neben Diabetes auch an einer seltenen Blutarmut. Gynäkologe Bacherer: „Diese Risikoschwangerschaft war für uns nicht so erfreulich.“

M. Born

»Sie wollten unbedingt einen Buben haben«

Der Welser Gynäkologe Alfred Bacherer über die nicht alltägliche Geburt.

ÖSTERREICH: Gab es Komplikationen bei der Geburt?

Alfred Bacherer: Nein, am Mittwoch gegen Mittag hatte die Frau einen geplanten Kaiserschnitt, brachte zwei gesunde Buben zur Welt.

ÖSTERREICH: Wo wurde die Frau befruchtet?

Bacherer: Das dürfte in der Türkei gewesen sein.

ÖSTERREICH: Haben Sie die Mutter schon früher betreut?

Bacherer: Sie hat schon einmal ein Kind bekommen, eine Tochter. Damals sagte das Paar, es käme wieder – und dann würde es ein Bub. Sie wollten unbedingt einen Buben haben. Und das haben sie ja jetzt auch geschafft.

ÖSTERREICH: Wie stehen Sie zu dieser Schwangerschaft?

Bacherer: Für uns ist das nicht so erfreulich. Wir haben da eine Risikoschwangerschaft betreuen müssen. Und wenn man weiterdenkt, dass die Kinder dann von der Schule abgeholt werden und die Mutter älter ist als so manche Oma … Man kann darüber ethisch denken, wie man will.

VIDEO: So sieht das Klinikum Wels aus

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