Blutbad in Wullowitz

Afghane einvernommen: Asyl-Killer war tickende Zeitbombe

Dem Flüchtlingsbetreuer wollte Jamal A. die Kehle aufschlitzen, den Nachbarsbauern tötete er mit sechs Messer-Hieben.

Nach wie vor unter Schock steht nicht nur die Region Leopoldschlag im Mühlviertel. Hier, im Niemandsland zur tschechischen Grenze im kleinen Ort Wullowitz, war es Montagnachmittag zu zwei schrecklichen Bluttaten gekommen. Ein 33-jähriger Afghane und zweifacher Vater war mit dem Fahrrad zu der Flüchtlingsunterkunft gekommen, obwohl er eigentlich gar nicht mehr dort wohnte.

Er hatte nämlich eine Beschwerde. Offenbar schmeckten ihm die Arbeitszeiten als Ganztagskraft im Altstoffsammelzentrum – den Job hatte ihm David H. (33) vermittelt – gar nicht. Es kam zu einem Streit, dann zu einem Handgemenge. Dabei zückte der Flüchtling ein Messer und stach es seinem Gegenüber in die Brust. Das Opfer schwebt nach wie vor in Lebensgefahr, drei Insassen des Heimes – das aufgrund der Ereignisse noch diese Woche geschlossen wird – konnten im letzten Moment verhindern, dass der Afghane dem Rotkreuz-Mann die Kehle durchschnitt – ÖSTERREICH berichtete.

Bei Fahrprüfung führte er sich wie Rennfahrer auf

Bei der Flucht wurde der Messerstecher zum mutmaßlichen Raubmörder: Als der Altbauer Franz G. bemerkte, dass jemand in seine Garage eindrang, um seinen Citroën zu stehlen, stellte er sich mutig dem Autodieb – doch der stach wie von Sinnen sechs Mal mit dem aufgeklappten Messer auf den 63-Jährigen ein. Mit dem Pkw kam Jamal A. bis nach Linz, wo er um 21.36 Uhr von einer Sondereinheit geschnappt wurde.

Wie dann bekannt wurde, war der Afghane eine tickende Zeitbombe. 2015 war er nach Österreich gekommen. Eine erste Beschwerde über ihn kam, als der gläubige Moslem demonstrativ laut in aller Öffentlichkeit den Koran las. Dann lieferte er sich beim Deutschkurs in der Volkshochschule eine Schlägerei, weil ein anderer Asylwerber es wagte, eine tolerante Einstellung gegenüber Alkohol zu haben. Dabei brach er sich das Sprunggelenk.

© laumat.at/Mathias Lauber

Schließlich wurde er gegen seine Frau handgreiflich und bekam eine zweiwöchige Wegweisung. Doch die Gattin und Mutter zweier gemeinsamer Kleinkinder verzieh ihm, er musste nur ein Anti-Gewalt-Training absolvieren. Währenddessen flog er dreimal bei der Führerscheinprüfung durch. Das vierte Antreten wurde zum YouTube-Hit, weil Jamal wie ein Rennfahrer Gas gab und alle vier Reifen verbrannte.

Über den Verdächtigen, für den die Unschuldsvermutung gilt, wurde am Mittwoch die U-Haft verhängt. Verteidigt wird er von Astrid Wagner und Wolfgang Blaschitz, die als Allererstes betonen, dass hier sicher ein psychologisches Gutachten ausschlaggebend sein wird.

© TZOE/Fuhrich; TZOE/Artner

Wagner und Blaschitz übernahmen jetzt die Verteidigung.

Zustand von Rotkreuz-Betreuer weiter kritisch

David H., jener Flüchtlingsbetreuer, der am Montag in der Asylunterkunft in Wullowitz nahe der tschechischen Grenze im Mühlviertel niedergestochen worden war, befand sich Mittwochfrüh weiter in akuter Lebensgefahr. Das bestätigte am Mittwoch das Uniklinikum Linz. Der engagierte Rotkreuz-Mitarbeiter, der sich immer besonders emsig für seine Schützlinge eingesetzt und dem späteren Angreifer im Vorjahr sogar geholfen hatte, Beschwerde gegen den abgelehnten Asylbescheid einzulegen, wurde von Jamal Ali A. attackiert, weil der Afghane unzufrieden damit war, dass ihm der 32-jährige Oberösterreicher eine Arbeit vermittelt hatte, die ihm so gar nicht passte.

 

Video zum Thema: Astrid Wagner über Täter
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