'Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt'

Unfälle mit Fahrerflucht verdoppelt

'Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt'

Immer wieder lassen Unfalllenker ihre Opfer im Stich und fahren einfach weiter.

OÖ. Bereits fünf Menschen verloren seit Jahresbeginn auf Oberösterreichs Straßen ihr Leben. Der aktuellste Todesfall ereignete sich am Donnerstag in Sierning, als ein Fahrradfahrer auf der Steyrer Straße von einem Kastenwagen erfasst wurde. Der 84-jährige Radfahrer verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lenker des Fahrzeuges beging Fahrerflucht, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Leider kein Einzelfall, wie die Statistik zeigt.

Anstieg. Auswertungen zeigen, dass etwa jeder 20. Unfalllenker sein Opfer im Stich lässt und das Weite sucht. Die Statistik belegt außerdem, dass sich Fälle mit Fahrerflucht über die letzten Jahre häufen. Zwischen 2014 und 2018 haben sich die Unfälle mit Personenschaden und Fahrerflucht von 173 auf 386 Fälle mehr als verdoppelt.

Ursachen. Die Motive für Fahrerflucht können unterschiedlicher Natur sein. Zum einen stellt eine Unfallsituation eine enorme Stressbelastung dar, weshalb einige in Panik geraten und mit Verdrängung und schließlich Flucht reagieren. Zum anderen fürchten sie Konsequenzen und wollen sich vor der Verantwortung drücken. Oftmals spielen auch Alkoholisierungen oder Drogeneinfluss bei den Lenkern eine Rolle. „Die Angst vor Bestrafung und Führerscheinverlust kann zu Panik- und Kurzschlussreaktionen und damit zur Flucht führen. Zurück bleibt in solchen Fällen das Opfer. Dahin gehend kann ich nur appellieren, nach einem Unfall mit Personenschaden nicht die Flucht einzuleiten, sondern rasch Hilfe zu leisten“, so Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Zudem drohen hohe Strafen, denn Fahrerflucht gilt als schweres Delikt.

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