Lokführer entdeckte verletzte Frau

Held des Tages

Lokführer entdeckte verletzte Frau

Joachim Gotzi (35) hielt seinen Zug sofort an, als er die Frau entdeckte.

Sie wollte Kräuter suchen fürs Mittagessen – dieses Vorhaben hätte für eine 71-Jährige aus Gmunden (OÖ) beinahe mit schweren Folgen geendet. Dank Triebwagenführer Joachim Gotzi blieb es bei einem schmerzhaften Beinbruch und einer leichten Unterkühlung. „Die Frau hatte wirklich Riesenglück, dass sie so schnell jemand gefunden hat“, so ein Polizist vorort. Schließlich lag sie bei null Grad im Schnee und auf gefrorenem Boden.

Frau brach sich Bein und konnte nicht aufstehen
Die Pensionistin war gegen 12.00 Uhr im unwegsamen Gelände unterwegs, um im Unterholz, wo nicht so viel Schnee liegt, Kräuter zu suchen. Sie dürfte gestolpert sein, stürzte und brach sich laut Polizei dabei ein Bein. Die 71-Jährige konnte nicht mehr selbstständig aufstehen, auch ein Handy hatte sie nicht dabei. Als sie nach ca. einer Stunde die Stern- und Hafferl-Lokalbahn heranrollen sah, winkte sie mit letzter Kraft, um auf sich aufmerksam zu machen – und es gelang.

Fahrgast wartete mit der Verletzten auf die Rettung
Lokführer Joachim Gotzi sah die Frau und handelte sofort: Der 35-Jährige aus Gschwandt (OÖ) hielt die Bahn einfach mitten auf den Gleisen an, als er erkannte, dass sie offenbar Probleme hat: „Ich lief zu ihr hin, sie konnte nicht mehr aufstehen“, erzählt er im ÖSTERREICH-Interview.

Der Lokführer alarmierte die Rettung, einer seiner Fahrgäste erklärte sich bereit, bis zu dem Eintreffen der Einsatzkräfte bei der verletzten Frau zu warten, bis sie in guten Händen und versorgt ist. Sie wurde zum Rettungswagen getragen und ins Spital gebracht.

ÖSTERREICH: Sie wurden für eine Pensionistin zum Lebensretter. Wie kam es dazu?
Joachim Gotzi: Kurz bevor ich mit der Lokalbahn-Garnitur in Gmunden einrollte, ca. 800 Meter vom Seebahnhof entfernt, hab ich zufällig nach rechts geschaut, sah etwas im Schnee. Erst als ich genauer hinsah, erkannte ich, dass das ein Mensch ist, der winkt.

ÖSTERREICH: Was machten Sie?
Gotzi: Ich hatte das Gefühl, dass da etwas nicht stimmt. Ich hab‘ die Bahn angehalten und bin zur Frau gelaufen, sie konnte nicht aufstehen. Ein Fahrgast blieb dann netterweise bei der Frau, bis die Rettungskräfte kamen, damit ich weiterfahren kann und die Verspätung nicht zu groß wird.

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