Rund 430 Pensionierungen bis 2023

Pensionswelle verstärkt 
Ärztemangel

In den kommenden Jahren gehen vor allem viele Kassenärzte in Pension.

OÖ. Oberösterreich droht angesichts einer Pensionierungswelle eine Verschärfung des Ärztemangels, warnt SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder und nimmt Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP) in die Pflicht. Das Land müsse dringend das Ausbildungspotenzial ausschöpfen, um einer drohenden Unterversorgung entgegenzuwirken.

Überdurchschnittlich viele Pensionierungen

Die österreichische Ärzte­kammer (ÖAK) rechnet bis 2023 mit 82 bis 96 Pensionierungen pro Jahr. Vor allem betroffen seien dabei Kassenärzte. Erst 2024 soll die Zahl der Pensionierungen wieder abflauen. Dabei zählt Oberösterreich laut Ärztekammer ohnehin zu den Bundesländern mit der niedrigsten Ärztedichte. Auf 1.000 Einwohner kommen lediglich 4,5 Ärzte. Nur das Burgenland und Vorarlberg sind ähnlich dünn versorgt.

Verschärfung. Ob diese Kassenstellen in vollem Umfang und ohne monatelange Zeitverzögerung nachbesetzt werden können, ist unklar. „Landes­rätin Haberlander weist darauf hin, dass schon jetzt drei Prozent der Kassenarztpraxen nicht nachbesetzt werden können. Das ist für die betroffenen Gemeindebürger ein schwerer Schlag. Durch die Pensionswelle kann sich dieser Trend noch zuspitzen“, so Binder.

Ausbildung vor Ort soll Jungärzte im Land halten

Der Gesundheitssprecher drängt nun darauf, die Ausbildungskapazitäten für Ärzte an oö. Krankenanstalten möglichst umfassend zu nutzen. „Ich bin überzeugt, dass Ärzte, die in unseren Anstalten ihre praktischen Erfahrungen ­machen, auch zu einem größeren Anteil in Ober­österreich bleiben“, argumentiert Binder.

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