Salzburg

Salzburg

Salzburg

Salzburg

1 / 4

2 Geparden hielten Salzburg in Atem

Seiten: 12

Gegen 6.30 Uhr schlugen Anrainer Alarm: Zwei Raubkatzen seien zwischen dem Zoo und der nahen Ortschaft Anif unterwegs. Edith Stock erschreckten die Tiere fast zu Tode, wie sie im ORF schilderte: „Zuerst dachte ich aus der Ferne, das sind aber große Hunde, die da unterwegs sind. Sie haben sich zwei Meter neben mir hingesetzt. Ich habe ganz laut um Hilfe geschrien.“

Ein Nachbar im Pyjama vertrieb die Geparden mit Skistöcken. „Wir haben sofort Großalarm ausgelöst“, sagt Zoo-Direktorin Sabine Grebner zu ÖSTERREICH (siehe Interview).

Großwildjagd
Um welche Tiere es sich handelt, war rasch geklärt: Die Tür zum Gehege der Geparden war aufgebrochen, und die 15 Monate alten Schwestern Juvi und Raha fehlten. 25 Zoo-Mitarbeiter und 20 Polizisten mit Sturmgewehren gingen auf die „Jagd“. Zur Not hätten sie scharf geschossen. Zum Glück gelang es bald, die Ausreißer einzukreisen und behutsam in Richtung Zoo-Mauer zurückzutreiben. Grebner: „Wir mussten dann einen Schlosser holen, damit er ein altes Gitter in der Mauer aufschneidet.“ Nach zwei Stunden war der Spuk vorbei.

Die Polizei sucht nun nach den Einbrechern, die sich den bösen Streich im Zoo erlaubt hatten.

ÖSTERREICH: Ist die ganze Aufregung schon vorüber?
Sabine Grebner:
(lacht erleichtert) Ich habe noch nicht einmal meine nasse Hose ausziehen können – die ist vom Gras und dem Durchqueren von Bächen nass geworden.

ÖSTERREICH: Wie sind die Tiere entkommen?
Grebner:
Ein Tierpfleger hat entdeckt, dass das Schloss aufgebrochen war.

ÖSTERREICH: Haben Sie einen Verdacht?
Grebner:
Es kommt immer wieder vor, dass Jugendliche in der Nacht als Mutprobe über die Zoomauer klettern und eine Schaufel verstecken. Aber dieser Streich war dumm und unverantwortlich.

ÖSTERREICH: War es schwer, die Ausreißer einzufangen?
Grebner:
Nein, sie waren in ständigem Rufkontakt mit der Mutter, die zwar auch entkommen, aber noch hinter der Zoomauer war. Wir haben dann von einem Schlosser ein altes Gitter in der Mauer aufschneiden lassen und die Tiere behutsam zurück ins Gehege getrieben.

ÖSTERREICH: Wie gefährlich war die Aktion?
Grebner:
Geparden sind die ungefährlichsten Raubkatzen. Jede Dogge ist größer und schwerer. Sie haben ein Gebiss wie ein Königspudel. Trotzdem: Es handelt sich um Wildtiere. Daher darf man das nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Nächste Seite: Der Live-Ticker zum Nachlesen.

 

Autor: Wolfgang Fürweger
Seiten: 12
Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Hier anmelden
Dauert nur 10 Sekunden
Impressum
X
Es gibt neue Nachrichten