Urteil nicht rechtskräftig

47-Jähriger knackte Straßensperren für Hochzeitsnacht: Haft

Ein Steirer ist Donnerstag in Salzburg zu 16 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. 

Am Donnerstagnachmittag wurde ein 47-jähriger Steirer zu 16 Monaten unbedingter Haft wegen Betrugs, Veruntreuung, gefährlicher Drohung und schwerer Sachbeschädigung verurteilt. Von einigen Anklagepunkten wurde er freigesprochen, wie "orf" berichtet. Unter anderem soll er bei starkem Schneefall im Jänner zwei Schranken beschädigt haben und durch Lawinensperren gefahren sein. Der 47-jährige beschuldigte Holzarbeiter ist zwölffach vorbestraft. 

Schlösser an Schranken zerstört

Im vergangenen Jänner beging der Beschuldigte die Sachbeschädigung. Für seine Hochzeitsnacht hatte der damals in Taxenbach (Pinzgau) wohnende Steirer in Mauterndorf (Lungau) mit seiner Braut die Suite eines Hotels gebucht. Wegen des starken Schneefalls war die Straße über den Radstädter Tauern zwischen Untertauern, Obertauern und Tweng aber wegen großer Lawinengefahr gesperrt. Der 47-Jährige wollte dennoch rasch zum Hotel kommen. Er brach mit einem Hammer zwei Schlösser auf, mit denen die Schranken an der gesperrten Bergstraße gesichert waren. Trotz solcher Bemühungen hielt die Ehe nicht sehr lange. Das Paar ist mittlerweile wieder geschieden. 

Der Steirer gestand die Taten und nahm das Urteil von 16 Monaten unbedingter Haft an. Weil die Staatsanwaltschaft auf eine Erklärung verzichtete, ist das Urteil nicht rechtskräftig.

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