2,8 Mio. Steuerschulden

Fiskus legte Bordell-König flach

Mit seinen Bordellen soll der Betreiber den Staat um Millionen geprellt haben.

Salzburg. Ein Rotlicht-König beteuert seine Unschuld: Walter F., ehemaliger Betreiber der legendären Pascha-Bordelle in der Mozartstadt, in Linz und Graz, steht seit Montag wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Der 55-Jährige soll den Finanzbehörden laut Anklage 2,85 Millionen Euro an Abgaben vorenthalten haben. Sechs Jahre lang soll er geschönte Umsatzsteuererklärungen abgegeben haben.

"Wundere mich, warum ich heute dasitze"

Der Bordell-Krösus behandelte seine Sex-Arbeiterinnen wie selbstständige Dienstleisterinnen, was diese nicht sind. Lediglich Getränke- und Mieteinnahmen soll Walter F. versteuert haben. Und zwar angeblich in Absprache mit dem für ihn zuständigen Finanzamt: „Ich bin sehr verwundert, warum ich heute dasitze“, sagte der ehemalige Bordellbetreiber deshalb vor Gericht. Vertagt, weitere Zeugen wurden beantragt. Für Walter F. gilt die Unschuldsvermutung.

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