Klinik-Eklat: Frühchen ins Ausland verlegt

Salzburg

Klinik-Eklat: Frühchen ins Ausland verlegt

Drei Schwestern für ein Frühchen. Salzburgs Neonatologie schafft diesen Aufwand nicht.

„Für Frühchen ist der Personalaufwand enorm hoch“, sagt Mick Weinberger, Sprecherin der Salzburger Landeskliniken (SALK): „Es handelt sich immerhin um Intensivpatienten.“ So wird auf der dortigen Neonatologie für jedes Frühgeborene eine eigene Krankenschwester bereitgestellt. Ein Dienst, der aus drei Schichten besteht. Drei Schwestern sind also notwendig, um ein Baby 24 Stunden zu betreuen.

Engpass
Durch derzeit viele Geburten, einige Risikoschwangerschaften und Engpässe beim Personal, ausgelöst durch Krankenstände und Schwangerschaften, ist nunmehr eine Notsituation entstanden: In den letzten fünf Wochen konnten so von 20 Stationsbetten nur 14 belegt werden.

Verlegung
Die Folge: Es mussten insgesamt sieben Frühchen mit Krankenwagen in die Spitäler nach Rosenheim (Bayern) und auch Linz verlegt werden. Sprecherin Weinberger weiter: „Es ist nicht neu, Frühgeborene bei nicht ausreichender Versorgung zu verlegen. Bei uns ist das nun aber zum ersten Mal vorgekommen.“ Umgekehrt habe aber auch schon Salzburg für Linz und Innsbruck ausgeholfen.

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