Horror-Unfall in Gneis

Mädchen überfahren: Todeslenker (90) gab Führerschein ab

Schlechtes Gewissen, Reue, Vorsichtsmaßnahme? Johann S. will nie wieder ein Auto lenken.

Es geht um den furchtbaren Unfall Ende ­August vor der Pfarrkirche des Stadtteils Gneis: Als Judy und Ramez T. (zwei christliche zu uns geflüchtete und voll integrierte Syrer) mit ­ihren beiden Kindern aus dem Gotteshaus kamen, fuhr plötzlich ein Auto in die Menge beim Kirchenportal. Am Steuer des grauen, auf seine Frau zugelassenen Citroën Berlingo saß der 90-jährige Johann S., der seine Gattin von der Messe abholen wollte. Dabei wurde die vierjährige Perla getötet, ein 45-jähriges Gemeindemitglied, eine Ärztin, erlitt ­lebensgefährliche Verletzungen, ist aber mittlerweile über den Berg.

Technischer Defekt an ­Citroën auszuschließen

Wie berichtet, stellte sich schon bald die Frage, ob der 90-Jährige zum Unfallzeitpunkt überhaupt noch fahrtüchtig war. Sämtliche Funktionstasten (Radio, Licht, Klima) im Inneren waren mit zusätzlichen Beschriftungen versehen. Zurzeit wird das Auto noch von Gutachter Gerhard Kronreif untersucht. Ein technischer Defekt ist aber eher auszuschließen. Gegen Johann S. wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Laut regionalen Medien hat der Senior schon vier Tage nach dem Todesdrama, und noch bevor er beim Amtsarzt war, seinen Führerschein freiwillig bei der Behörde zurückgegeben. Sein Anwalt Kurt Jelinek erklärt, dass es seinem Mandanten gar nicht gut gehe und dass ihm alles unendlich leidtue. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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