Promi-Wirt im Sterben:

Opfer eine Stunde reanimiert

Promi-Wirt im Sterben: "Das wird schon wieder"

Salzburg. Während die Staatsanwaltschaft in Salzburg von zumindest einer bedingten Vorsatztat ausgeht – absichtliche schwere Körperverletzung mit Todesfolge, Totschlag in einer heftigen Gemütsbewegung oder eiskalter Mord –, wird jetzt bekannt, wie die Verdächtige die Bluttat am Promi-Wirt Erich T. schildert:

Eifersucht als Motiv für mitternächtlichen Streit

Demnach hätten die beiden nach einem arbeitsreichen Tag am 3. März auf der Lisa Hütte – wo eine Bier-Party stattgefunden hatte – spätnachts noch etwas ihn der ­Küche in seinem Hotel im Ort zu erledigen gehabt.

Dabei richtete sich Petronela T. (30) mit einem Obstmesser einen Mitternachtssnack her, als sich zwischen der  30-Jährigen und ihrem fast doppelt so alten Partner wieder einmal ein heftiger Streit entzündete. Angeblich, weil der 57-jährige Society-Wirt untertags auch vor Gästen mehrere Eifersuchtsanfälle gehabt haben soll.

Dabei will die gebürtige Rumänin, die Erich T. einst aus dem Rotlicht geholt und vor zwei Jahren geheiratet hat, so unglücklich mit dem Messer herumgefuchtelt haben, dass sie ihm – „unabsichtlich“, schwört die Verdächtige – einen Stich mit dem Messer knapp unter der Achselhöhle in die Lunge versetzte.

Opfer (57) lag am Boden: "Es geht mir gar nicht gut"

Entsetzt rannte Petronela daraufhin aus der Küche und suchte Hilfe bei einem Angestellten, der zum am Boden liegenden Opfer rannte, ihn beruhigte, erstversorgte . Dabei bekam er seine letzten Worte mit, die der Zeuge später so auch der Polizei bestätigte: „Es geht mir gar nicht gut“, schnaufte der Wirt. „Aber das wird schon wieder ... “ Dann kollabierte er.

Mehr als eine Stunde lang versuchte die Rettung, den Promi-Gastronomen zu reanimieren, bis sie schließlich alle Bemühungen erfolglos einstellen mussten. Tage nach der Tat postete Petronela im Internet: „Meine Welt liegt in Scherben. Ich habe das größte Geschenk meines Lebens verloren.“

Was noch für die Unfallversion spricht, ist: Dass der lebensgefährlich verletzte Erich T. nicht in seinen letzten Momenten verriet, wer ihm das angetan hatte. Dass die Hauptverdächtige noch vor Ort gemessene 2,4 Promille hatte. Dass sie trotzdem Polizei und Rettung unter Tränen einwies und zum Tatort führte. Und dass sie ihn „über alle Maßen geliebt“ habe, wie ihr Anwalt Kurt Jelinek beteuert. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(kor)

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