"Wollte ihn nicht töten"

Versuchter Mord: 32-Jährige in Salzburg vor Gericht

Die Angeklagte soll ihren Ex-Freund mit dem Küchenmesser in den Nacken gestochen haben.

Salzburg. Eine 32-Jährige hat sich am Donnerstag wegen versuchten Mordes bei einem Prozess am Landesgericht Salzburg verantworten müssen. Sie soll ihren Ex-Freund mit einem 15 Zentimeter langen Küchenmesser in den Nacken gestochen haben. Der Mann wurde leicht verletzt. Wäre der Stichkanal etwas anders verlaufen, wäre die Verletzung lebensbedrohlich gewesen, erklärte ein gerichtsmedizinischer Gutachter.

Die Angeklagte zeigte sich vor dem Geschworenengericht unter Vorsitz von Richter Günther Nocker zu dem Stich geständig. Sie sei betrunken gewesen, es tue ihr leid, sie habe den Mann nicht töten wollen, erklärte die deutsche Staatsbürgerin. Der Tat am 24. Juni 2019 ging ein Streit mit dem Ex-Freund in dessen Wohnung in der Stadt Salzburg voraus. Das ehemalige Paar und ein Bekannter, der zu Besuch war, waren alkoholisiert.

Verteidiger Maximilian Pira erklärte, der Ex-Freund habe die Frau provoziert. "Er sagte, traust dich eh nicht zustechen." Warum die Beschuldigte dann tatsächlich zugestochen habe, wisse sie nicht. Der Ex-Freund nahm die Frau in Schutz. Er meinte, sie habe ihn nicht töten wollen, und verzichtete auf Schmerzensgeld. Der Bekannte entlastete die Angeklagte ebenfalls. "Meiner Meinung nach war das eine Affekthandlung. Ich glaube nicht, dass sie ihn umringen wollte", sagte der Zeuge.

Laut dem Gerichtsmediziner erfolgte der Stich mit "erheblicher Wucht". Die Verletzung sei fünf Zentimeter tief und zwei Zentimeter breit gewesen. Es sei dem Zufall geschuldet, dass nicht die Lunge getroffen worden ist. Vermutlich wird noch heute ein Urteil gesprochen.

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