Schul-Aufstand gegen Matura

"Mündliche" wieder Pflicht

Schul-Aufstand gegen Matura

Die Maturapläne des Bildungs­ministers stoßen auf heftigen Widerstand.

Wien. In einem TV-Interview am Montagabend verkündete Bildungsminister Martin Polaschek die Eckpunkte der heurigen Reifeprüfung.

Überraschung. Neben dem Zeitpunkt der Matura-Info war dabei auch eine Ansage überraschend: Die mündliche Reifeprüfung wird heuer wieder verpflichtend, verkündete Polaschek. In den letzten zwei Jahren hatte man darauf coronabedingt immer verzichtet, freiwillig konnte die „Mündliche“ aber auch abgelegt werden.

Aufstand. Der Wiener Schulsprecher Mati Randow tobt: „Diese Matura ist völlig ungerecht“, so Randow zu ÖSTERREICH. Seit der sechsten Klasse seien die diesjährigen ­Maturanten großteils im Fernunterricht, die verpflichtende „Mündliche“ dadurch für ihn „komplett unangebracht“.

Jetzt könnten Schüler-Streiks bevorstehen

Aktionen. Das will die Schülerschaft auf keinen Fall einfach so hinnehmen. Mati Randow kündigt daher „dementsprechende Aktionen“ gegen den Matura-Vorstoß von Bildungsminister Polaschek für die nahe Zukunft an.

Streik. Auch über einen möglichen Schülerstreik denkt der 17-Jährige laut nach: „In dieser Situation können wir auch Streiks nicht ausschließen.“ Eines ist auf jeden Fall klar, die Emotionen kochen hoch: „Was die jetzige Situation in den Schülern ausgelöst hat, darf man nicht unterschätzen“, so Randow. Für ihn reiht sich die neue Matura in Polascheks bisherige „Chronologie des Versagens“ ein.

Showdown. Es dürfte also spannend werden an den heimischen Schulen.

(rej)



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