Klimaexperten winkt jetzt Vorsitz ab

Grazer Klimabeirat: Bgm. Nagl erhielt jetzt eine Abfuhr

Klimaexperte Stefan Schleicher galt als Nagls Favorit für Klimabeirat-Vorsitzender.

Graz. Einen herben Rückschlag musste jetzt der mit 30 Millionen Euro dotierte Klimafonds, der von Bgm. Siegfried Nagl (ÖVP) ins Leben gerufen wurde, erleiden. Um Graz zur Klima-­Innovationsstadt Nummer eins zu machen, wurde das Budget, das für die Plabutschgondel reserviert wurde, umgeschlichtet und vor der Wahl noch um 30 Mio. Euro aufgestockt.

60 Millionen Euro für den Klimafonds budgetiert

Enttäuscht. Eine wichtige Rolle für das Vorhaben spielt der Klimabeirat, den Nagl mit mehreren handverlesenen Fachleuten besetzt hat – den Vorsitz sollte Stefan Schleicher vom Wegener Center übernehmen. Genau dieser hat jetzt kurz vor der Konstituierung des Beirats in einem Brief an Bgm. Nagl mitgeteilt, dass er den Vorsitz nicht übernehmen werde. Wie jetzt bekannt wurde, sei dem Klima-Experten beim Klimafonds zu viel Polit-PR und zu wenig Inhalt drin.

Kritik gibt es jetzt auch von der Opposition

Kritik. Aus dem Büro von Bgm. Nagl heißt es, dass in der Eile einige Fehler bei der Geschäftsordnung passiert wären, „die wir beheben“. Kritik gibt es jetzt von der Opposition. „Schwarz-blaue Politshow auf Kosten von Experten und Wissenschaftern“, so Judith Schwentner (Grüne). KP-GR Christine Braunersreuther fühlt sich bestätigt: „Unsere Befürchtung, dass die Initiative nicht ernst gemeint sei, wurde jetzt bestätigt.“

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