Autodieb zog Spur der Verwüstung

Verfolgungsjagd

Autodieb zog Spur der Verwüstung

In Italien stahl er einen Pajero - und raste mit 180 km/h durch Tirol. Er durchbrach die Schranken an der Mautstelle, ein künstlicher Stau ließ ihn kalt. Bei Wörgl konnte der die Polizei abhängen - jetzt wird nach ihm gefahndet.

Nach einer filmreifen Verfolgungsjagd bis nach Wörgl im Unterinntal hat die Tiroler Polizei am Sonntag nach einem vorerst unbekannten Autolenker gefahndet. Der Fahrer eines in Italien als gestohlen gemeldeten Geländewagens hatte mehrere Fahrzeuge gerammt und Anhalteversuche der Beamte ignoriert. Schließlich flüchtete er zu Fuß. Bis zum Nachmittag fehlte von dem waghalsigen Fahrer jede Spur, teilte die Polizei mit.

Richtung Innsbruck davongerast
Der Lenker des japanischen Geländewagens mit italienischem Kennzeichen war am Samstagabend bei der Hauptmautstelle in Schönberg aufgefallen. Bei Innsbruck-Süd versuchte die Polizei das erste Mal, das Fahrzeug anzuhalten. Der Unbekannte raste allerdings mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Innsbruck davon.

Künstlicher Stau brachte nichts
Zwischen Schwaz und Kramsach wurden neben einem Dienstfahrzeug der Autobahnpolizeiinspektion Wiesing, auf das der Lenker des "Pajero" bei der Erzeugung eines künstlichen Staues von hinten auffuhr, weitere fünf Fahrzeuge unbeteiligter Lenker zum Teil schwer beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.

Flucht weiter zu Fuß
Bei Radfeld versuchten die Beamten, den gesamten Verkehr auf den Kontrollparkplatz abzuleiten und dadurch auch den Fahrer des Geländewagens zu stoppen. Der Mann durchbrach allerdings die Sperre. Mehrere Beamte hätten sich in letzter Sekunde in Sicherheit bringen können, hieß es. Bei Wörgl verließ er schließlich die Autobahn, stellte das Auto in der Nähe des dortigen Postverteilerzentrums ab und setzte seine Flucht zu Fuß in Richtung Osten fort.

30 Bohrmaschinen
Das Ergebnis der Spurensicherung beim Fahrzeug wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Im Kofferraum des Geländewagens konnten 30 Bohrmaschinen der Marke "Hilti" sichergestellt werden. Woher diese stammen, war zunächst nicht bekannt.

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