Bundesheer-Heli stürzt bei Übung ab
Bundesheer-Heli stürzt bei Übung ab

Tirol

Bundesheer-Heli stürzt bei Übung ab

Heer spricht von "harter Landung" - ein Toter, zwei Schwerverletzte.

Zu einem tödlichen Unfall mit einem Hubschrauber des Bundesheeres ist es am Dienstag im Bereich der Wattener Lizum in Tirol gekommen. Ein Hubschrauber des Typs "OH-58" musste laut Heeresangaben aus bisher unbekannter Ursache eine "harte Landung" durchführen.

Ein 33-jähriger Unteroffizier aus Niederösterreich wurde bei dem Crash getötet, die beiden anderen Besatzungsmitglieder wurden schwer verletzt und wurden nach der Erstversorgung mit Rettungshubschraubern ins Spital gebracht. Bei den Schwerverletzten handelt es sich um zwei weitere Unteroffiziere, eine 28-jährige Frau sowie einen 35-jährigen Mann. Die Frau war als Pilotin im Einsatz. Die beiden Verletzten seien ansprechbar gewesen.

Zu dem Unglück war es gegen 13.00 Uhr in rund 2.000 Metern Höhe in den Tuxer Voralpen gekommen. Die Ursache war vorerst unklar, es wurde eine Flugunfallkommission eingesetzt.

Der Hubschrauber des Bundesheeres war zum Unglückszeitpunkt nicht in einer Staffel unterwegs. Daher sei auch noch nicht bekannt, aus welcher Höhe der Helikopter zu Boden stürzte, teilte ein Heeressprecher mit.

Nach dem Aufprall setzte ein Besatzungsmitglied selbst noch einen Notruf ab. Anschließend wurde die Rettungskette in Gang gesetzt.

Der Unfall ereignete sich im Rahmen der Bundesheerübung "Schutz 2014". An der größten Bundesheerübung des Jahres, die vom 10. bis 18. Juni in Tirol und Vorarlberg über die Bühne geht, nehmen 5.500 Soldaten, 39 Panzer-, neun Luftfahrt- und 400 sonstige Heeresfahrzeuge teil. Die "Schutz 2014" wurde wegen des Vorfalls sofort abgebrochen.

Beim betroffenen Hubschraubertyp, OH-58 B "Kiowa", handelt es sich um einen bewaffneten, leichten Verbindungshubschrauber. Er besitzt einen Zweiblatt-Haupt- und Heckrotor mit freiliegender Heckrotorwelle, ein Kufenlandegestell und ist mit einem Turbinentriebwerk ausgerüstet. Der Hubschrauber ist für fünf Personen zugelassen.

Als bewaffneter Hubschrauber wird er laut der Homepage des Bundesheeres in der Rolle als "Pfadfinder" bei Luftlandungen eingesetzt. Weiters kommt er für Verbindungs- und Beobachtungsflüge (eigene Bildtüre) und Grenzraumüberwachung zum Einsatz. Stationiert ist er in Langenlebarn.

Der Hubschrauber erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h und hat eine Reichweite von 450 Kilometer. Bewaffnet ist die Maschine mit einem sechsläufigem Maschinengewehr Kaliber 7,62 Millimeter. Herstellungsland sind die USA.
 

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