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Robert Moser darf endlich nach Hause

Corona-Quarantäne: oe24 begleitet Tiroler in die Freiheit

Die ersten sieben Österreicher durften nach 14 Tagen die Quarantäne-Station verlassen.

Kurz vor 14 Uhr am Samstag trat Robert Moser (53) in die Freiheit. Zwei Wochen lang stand er unter strengster Quarantäne, nachdem er aus der Gefahrenzone in China evakuiert wurde. Der Montagetechniker aus Tirol war sichtlich erleichtert (siehe oben), als er vor dem Novotel am Wiener Hauptbahnhof ausstieg – er wurde hierher gebracht, um den wahren Ort der Quarantäne weiterhin geheim zu halten.

© Robert Moser


Oberste Priorität hatte das Wiedersehen mit seiner Frau und seinem Sohn in Tirol. Vor der Rückreise fand Moser kurz Zeit für ein Gespräch mit ÖSTERREICH: „In Tirol wird zunächst einmal relaxt. Ich werde mich mit Freunden treffen. Sonst mache ich nichts. Ich muss die letzten drei Wochen jetzt einmal verarbeiten.“

Nach einer abenteuerlichen Rückreise aus China blieb Moser 14 Tage lang isoliert – bis auf regelmäßige Arzt-Besuche. Essen, schlafen, telefonieren – das war es, womit sich Moser die Langeweile vertrieben hat: „Vieles, was ich mir vorgenommen habe, habe ich nicht gemacht – mir hat die Motivation gefehlt. Ich wollte viel mehr Gymnastik und Yoga machen. Aber ich habe zu viel Zeit einfach auf der Couch verbracht.“

© Robert Moser

"Wenn es sich beruhigt, werden wir Job fertig machen"

Die Ausbreitung des Virus verfolgte er im Internet. Angst, selber infiziert zu sein, hatte er nie: „Wir waren in China durch die Arbeit sehr abgeschieden. Außerdem haben wir – alleine wegen der Luftqualität – Schutzmasken getragen.“ Das Leid bekam er jedoch mit: „In Geschäften waren die chinesischen Produkte praktisch ausverkauft. Ich habe mir ausgemalt, dass bald Lebensmittel ausgehen.“

Dennoch: Eine Rückkehr zur Baustelle in China ist für ihn vorstellbar: „Wenn sich alles beruhigt hat, werden wir den Job wohl fertig machen. Das Leben geht weiter, auch nach so einer Erfahrung.“

Video zum Thema: Fellner! LIVE: Robert Moser im Interview
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"Das Wichtigste ist meine Familie. Aber auch Tiroler Knödel"

ÖSTERREICH: Worauf freuen Sie sich jetzt am meisten?

Robert Moser: Auf daheim. Auf die frische Luft in Tirol. Das Wichtigste ist mir jetzt das Wiedersehen mit meiner Frau und meinem Sohn.

ÖSTERREICH: Was ist Ihnen sonst abgegangen?

Moser: Man reduziert in so einer Situation alles auf die Grundbedürfnisse. Aber ich freue mich auf Tiroler Knödel und Schlutzkrapfen.

ÖSTERREICH: Was ist Ihre schlimmste Erinnerung?

Moser: Wir standen mitten in der Stadt Wuhan (China), wussten nicht wohin. Und das mitten in der Ausgangssperre. Wenn uns ein Polizist gesehen hätte, er hätte uns sofort eingesperrt.

(pom)

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