Drama um das Baby von der Almhütte

Frühchen starb

Drama um das Baby von der Almhütte

Eigentlich hätte der Bub erst im Dezember 2014 zur Welt kommen sollen. Aber bei der Wirtin der Filmoor-Standschutzhütte (2.250 m) setzten bereits im August, in der 25. Schwangerschaftswoche, die Wehen ein. Den Fußmarsch ins Tal hätte Johanna K. nicht geschafft, eine Hubschrauberbergung war wegen des Wetters nicht möglich.

Das Baby wog bei der 
Geburt nur 500 Gramm
Ein Dutzend Bergretter stiegen zur Hütte auf, doch ein Transport der gebürtigen Steirerin scheiterte: „Die Wehen kamen immer öfter.“ Doch der Zufall wollte es, dass sich vier Ärzte, die gerade in den Karnischen Alpen unterwegs waren, in der Nähe befanden. Johanna K. wurde in einen Stall 100 Meter unterhalb der Hütte gebracht.
Dort gab es keinen Strom. „Wir hatten Stirnlampen auf“, erzählten die Ärzte. Am Abend kam der Bub zur Welt, er wog gerade einmal 500 Gramm. Dann öffnete sich ein Wolkenfenster und ein Helikopter brachte Mutter und Kind ins Spital.

„Es war einer der dramatischsten und schönsten Einsätze, die wir je hatten“, freuten sich die Retter.

Bub kam bereits nach Hause zu seinen Eltern
Nach der Frühchenstation in Villach (Ktn.) kam das Baby später in die Uniklinik nach Graz. Und im Dezember wog der Bub bereits drei Kilo, durfte nach Hause zu den Eltern und seiner zweijährigen Schwester. Jetzt kam die Todesnachricht. Der Kampf der Ärzte um das Frühchen war vergeblich gewesen.

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