Kitzbühel: Keine Reue nach dem Fünffach-Mord

Andreas E. sah rot

Kitzbühel: Keine Reue nach dem Fünffach-Mord

In einer Nacht tötete ein junger Tischler aus purem Hass eine ganze Familie.

Zur Horrornacht von Kitzbühel im Oktober des Vorjahres liegt jetzt die Anklage vor -der Prozesstermin dazu steht allerdings noch nicht fest. Dem angeklagten Handwerker, Kurzzeit-FPÖ-Mandatar und "Redneck", wie er sich auf Facebook nennt, droht im Fall eines Schuldspruchs eine Freiheitsstrafe zwischen zehn und 20 Jahren oder lebenslange Haft.

Der Einheimische hatte nach der Trennung von seiner jüngeren Freundin, für die er alles getan hatte (ihr und seiner Familie hatte er die Einlegerwohnung und das ganze Haus ausgebaut bzw. renoviert), die Ex mit einem vermeintlich Neuen in der Innenstadt gesehen.

Zuckerkrank, betrunken, aber zurechnungsfähig

Spät in der Nacht stand er plötzlich vor der Tür von Nadine H. Als der Vater der Ex ihn zweimal wegschickte, fuhr Andreas E. nach Hause. Mit der Waffe seines Bruders, zwei vollen Magazinen und einem Baseballschläger fuhr er wieder zum Haus seiner ehemaligen Freundin - und richtete dort ein wahres Blutbad an: "Irgendwie ist alles aus dem Ruder gelaufen."

Reue soll der 26-Jährige, der auch gegenüber der Polizei den Fünffachmord völlig emotionslos schilderte, bis heute keine zeigen.

Laut Gutachten war er wohl zum Zeitpunkt des Amoklaufes betrunken, aber nicht so sehr, dass seine Zurechnungsfähigkeit damit ausgeschaltet gewesen wäre. Und auch die Zuckerkrankheit, unter der er leidet, sowie eine plötzliche Unterzuckerung dürften die Tat nicht maßgeblich beeinflusst haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einer Eifersuchtstat aus. Es gilt die Unschuldsvermutung.(kor)

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