1.325 PS: Betrug mit Fake-Boliden

Erfinder des Jetset-Flitzers verhaftet

1.325 PS: Betrug mit Fake-Boliden

Am Montagnachmittag wurde Markus F. in seiner Mietvilla in NÖ verhaftet: Betrugsverdacht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Aber mit seiner Festnahme ist wohl die „Austro-Traumstory“ um die Entwicklung eines heimischen Supersportwagens geplatzt. „Sein ‚Red Milan‘ mit 1.325 PS, den er bauen wollte, ist ein reiner Bluff. Der Wagen ist nur ein gut lackiertes Sperrholzmodell, Motor gibt es keinen, auch keine Technik“, so Anwalt Manfred Arbacher-Stöger zu ÖSTERREICH. Er hat im Namen von vier Geschädigten Betrugsanzeige gegen Markus F. erstattet: „Beim ersten ‚Geschäft‘ hatte er sogar noch die Fußfessel am Gelenk“, beschreibt der Jurist Markus F. als „Hochstapler“.

Geblendet

F. gab sich stets als Ex-Rennfahrer aus, der er aber nie war: „Er hat sieben Vorstrafen“, so Arbacher, „saß fünf Jahre wegen Betrugs.“

Trotzdem gelang es ihm, mit seiner Sportwagenidee viele zu blenden: Er ließ ein Modell bauen, präsentierte es in Monaco, Mailand, Dubai, Abu Dhabi. 99 Superflitzer zum Preis von je 1,5 Millionen wollte F. herstellen. Eigene Champagneredition inklusive. Bei einem Transporteur, der das Holzmodell von Ausstellung zu Ausstellung brachte, fielen 80.000 Euro Kosten an. ­Einem Russen, der Pläne lieferte, schuldet er 400.000. Ein Ex-Reality-TV-Star wollte ihn heiraten. Auf seiner Website wurde sein „Hypercar“ gefeiert: „Ein Bugatti Chiron mit Herz aus Österreich!“ Jetzt platzte die Seifenblase.

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