Alte Donau: Todesdrama um Jason und Joel

Urlauber ertrunken

Alte Donau: Todesdrama um Jason und Joel

Die Tragödie um zwei junge Urlauber wirft die Frage nach der Ursache des Unglücks auf. 

Nach dem Drama am Donnerstag an der unteren Alten Donau, bei dem zwei junge indische Urlauber (15 und 19), die in Manchester leben, im Wasser ertranken, stellt sich die Frage nach der Ursache des Unglücks.

Viele wollen sich mit der Erklärung, dass die Burschen bloß schlechte Schwimmer waren, deshalb untergingen und ertranken, nicht zufriedengeben. Möglicherweise war ein Krampf des Buben, der als Erster hineinsprang, schuld an der Tragödie. Ebenfalls nicht auszuschließen ist, dass die beiden Cousins – Jason V. (15) und Joel A. (19) – eine Unterwasserpflanze berührten, dabei in Panik gerieten und untergingen.

Verfangen nicht möglich. „Verfangen kann man sich in den Pflanzen allerdings nicht“, stellt Mathilde Urban von der MA 45 – Wiener Gewässer – klar. Dass die Situation nicht ungefährlich ist, postete (schon im Mai!) eine Triathletin auf Facebook: „So hohe Algen hab ich die letzten Jahre nicht erlebt. Kein Vorwärtskommen rund ums Gänsehäufel.“

Abkühlung. Restlos geklärt dürfte das Drama nie werden. Denn die Jugendlichen waren zu weit vom Ufer entfernt, als dass Zeugen den Grund der Tragödie bemerken hätten können. Wie berichtet, hatten sich die Söhne zweier indischer Schwestern am heißesten Tag des Jahres ein E-Boot gemietet. Wenig später hüpfte Jason ins Wasser, um sich abzukühlen. Weil er Probleme bekam, sprang auch Joel hinein, um zu helfen. Das Duo tauchte nicht mehr auf und konnte nach mehreren Stunden von Tauchern der Wasserrettung nur noch tot geborgen werden.

Algen & Co. – heuer fast 3.000 Tonnen abgemäht

Jeder kennt sie. Manche fürchten sie. Die Unterwasserpflanzen in der Alten Donau. Nach Kritik von Anrainern und Bootsverleihern, die um ihre Gäste fürchteten, hat die Stadt Wien den Einsatz der Mähboote intensiviert – ÖSTERREICH berichtete ausführlich.

Seit Beginn der Mähsaison Ende März wurden bis Mitte August bereits 2.900 Tonnen der sogenannten Makrophyten geschnitten, mehr als im Vorjahr in der ganzen Saison bis Ende Oktober. 17 spezielle Mähboote stehen dafür im Einsatz. Doch so sehr sich viele durch die Makrophyten gestört fühlen, so wichtig sind sie. „Die Unterwasserpflanzen sind der Garant für die gute Wasserqualität. Sie sorgen für eine natürliche Reinigung, sind extrem wichtig und keine Plage“, so ein Statement der zuständigen Magistratsabteilung. Zudem wird heuer tiefer gemäht. Nämlich bis 2,5 Meter unter die Wasseroberfläche.

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