Aufstand der Fiaker:

Protestwelle

Aufstand der Fiaker: "Dann können wir gleich zusperren"

Wien. Ob sie wirklich ohne Pferdewindeln am Rathausplatz zum Protest antraben werden, steht für Fiaker-Chefin Ursula Chytracek noch in den Sternen. Dass sich die Fiaker jetzt lautstark Gehör verschaffen wollen, steht für die streitbare Fiakerin ­definitiv fest.

Im Gespräch mit ÖSTERREICH erklärt die streitbare Fiakerin, warum gerade jetzt der Aufstand der Fiaker losbrach.

ÖSTERREICH: Warum rufen Sie gerade jetzt zum Protest gegen die Politik auf?

Ursula Chytracek: Wir sind schon lange sehr unzufrieden. Das beginnt damit, dass wir ständig von unseren Standorten verdrängt werden sollen, und reicht bis dahin, dass aus der Politik einfach niemand auf uns hören will.

ÖSTERREICH: Werden Sie tatsächlich mit Fiakern das Rathaus belagern?

Chytracek: Da brauchen wir noch ein bisschen Zeit, um die Details unserer Demonstration zu organisieren. Aber man wird es deutlich spüren.

ÖSTERREICH: Ist es denkbar, dass der Standort Michaelerplatz verschwindet?

Chytracek: Wenn wir den Heldenplatz bekommen, müssen wir wohl weichen. Aber wenn man uns in die Stallburggasse verdrängt, dann können wir gleich zusperren. Da kriegen wir keine Fuhren mehr.

ÖSTERREICH: Ist es denkbar, dass die Fiaker nur mehr im Grünen Prater fahren, wie die Tierschützer wollen?

Chytracek: Die wollen uns häkeln. Das wäre schön ruhig, aber ich verdiene kein Geld mehr. Genauso daneben wie die Idee, dass wir nur mehr am Ring statt in der Innenstadt fahren sollen. Da legen wir den Autoverkehr lahm und es ist schlecht für die Tiere. Auch alle Fahrten zu Hotels und Restaurants würden wegfallen.

Interview: Josef Galley

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