Schlägerei Serben-Albaner

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Balkan-Krieg mitten in Wien

Ein abgebrochenes Fußballspiel in Belgrad reichte aus, um die Ottakringer Straße in Wien in der Nacht auf Mittwoch zum Schlachtfeld zu machen. 50 Albaner hier, gut 200 Serben dort wollten auf der Straße gewaltsam austragen, was im Match ihrer beiden Nationalmannschaften in einem Eklat endete.

VIDEO: Randalierer in Wien

Video zum Thema Balkan-Krieg mitten in Wien

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Gegen 21.30 Uhr sammeln sich feiernde Albaner vor einem serbischen Café, werfen mit Flaschen, zünden bengalische Feuer.

Die Polizei – inklusive Hundestaffel und WEGA-Beamten – schreitet ein, errichtet sogar eine Straßensperre, um die Gruppen auseinanderzuhalten. Die serbischen Fans sinnen aber auf Rache. Ihre Wut über die Provokation entlädt sich an umstehenden Autos, nachdem sie die Sperre nicht durchbrechen konnten.

Diashow Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

Fußball-Schlacht in Wien-Ottakring

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44 Anzeigen gegen Rowdy-"Fans" nach Krawallen
Erst um Mitternacht ebbten die Ausschreitungen ab. Bilanz: 30 Anzeigen wegen Verkehrsbehinderung und Pyrotechnik, 14 Anzeigen wegen Sachbeschädigung. Auch Polizeiautos wurden beschmiert.

"Uns geht es um Spaß 
und Zusammensein"
Schmelztiegel. Tags drauf: Die Betreiber der albanischen und serbischen Lokale im Grätzel distanzieren sich von den Vorkommnissen. „Uns geht es ums Zusammensein und Spaß“, sagt Dušan Stojanović, Betreiber des Café Laby. „Eigentlich sollte es um den Sport gehen“, so Rasim Mavraj, Besitzer eines albanischen ­Lokals.

Die Fans sehen es anders: Immer wieder kommt es auf der Ottakringer Straße zu Szenen wie diesen zwischen rivalisierenden Volksgruppen. Gut 210.000 Serben und 85.000 Albaner leben in Österreich „Jeder sieht zu, nicht hier zu sein bei so einem Match“, erzählt Gastwirt Josef Gruber. Er hatte schon vorsorglich sein Lokal zugesperrt.

(küe)

VIDEO: Drohne lässt Fußballspiel platzen

Video zum Thema Drohne lässt Fußballspiel platzen

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Balkan-Konflikt fand den Weg ins Stadion und bis nach Wien. Die Hintergründe.

42. Spielminute im Match Serbien gegen Albanien am Dienstag in ­Belgrad: Über dem Stadion taucht eine Drohne mit einer Flagge auf, die das potenzielle Großalbanien und Porträts albanischer Nationalistenführer zeigt. Der serbische Spieler Stefan Mitrović reißt die Flagge an sich, al­banische Spieler attackieren ihn. Fäuste fliegen, serbische Zuschauer gehen auf ­albanische Spieler los. Fans zünden Raketen. Abbruch.

VIDEO: Ausschreitungen auf der Ottakringer Straße

Video zum Thema Ausschreitungen auf Ottakringer Straße

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Haft
Olsi Rama, Bruder des albanischen Premiers, wird als Drahtzieher verhaftet. Steuerte er die Drohne aus der VIP-Loge? Er sagt: „Ich war es nicht.“ Die UEFA verbot vorher albanische Fans im Belgrader Stadion.

Die Serben vergleichen die Flagge mit einer Hakenkreuzfahne. Hintergrund: Nach Ansicht der Nationalisten umfasst das Gebiet Großalbaniens Albanien, Serbien, Montenegro, Mazedonien, Teile Griechenlands und den Kosovo. 2013 schlossen Belgrad und Priština ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen.

Albaner: "Neue Krawalle bei Rückspiel erwartet"

Besim P. (Name geändert, Albaner) war bei den nächtlichen Krawallen dabei.

ÖSTERREICH: Wie kam es zu den Ausschreitungen?
Besim P.: Wir haben nur nach dem Spiel gefeiert. Das haben die Serben mitbekommen, gegen halb elf haben sich dann Gruppen auf der Straße gebildet.

ÖSTERREICH: Wie viele?
Besim P.: Das waren 250, 300 Serben, Minimum. Und wir waren 70, 80.

ÖSTERREICH: Ist die Sache jetzt vorbei?
Besim P.: Beim Rückspiel sind wohl wieder Krawalle zu erwarten. Aber Sport und Politik sind zwei getrennte Sachen.

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