Flucht von Isabel (5) nach zwei Jahren zu Ende

Haftbefehl gegen Mutter aufgehoben

Flucht von Isabel (5) nach zwei Jahren zu Ende

Happy End für die kleine Isabel: Sie darf zurück zu Oma und Opa und ihrer Familie nach Wien.

 

Zwei Jahre war Mariana Z. (37) nach einem Obsorgestreit mit ihrer Tochter Isabel (5) auf der Flucht und versteckte sich im Ausland. Zuletzt wurde per Haftbefehl nach ihr gefahndet – ÖSTERREICH berichtete. Jetzt das Happy End. Top-Anwältin Astrid Wagner, die ihre Klientin im Obsorgestreit vor dem Bezirksgericht Innere Stadt und dem Landesgericht für Strafsachen vertritt, schaffte es gemeinsam mit dem Mediator Markus Pospichal und einem verständnisvollen Staatsanwalt, die Causa im Sinne des Kindes einvernehmlich zu lösen.

Der Haftbefehl ist vom Tisch, sogar Isabels Vater ­Peter P. hat eingelenkt und sich für ein behutsames Kennenlernen der Tochter ausgesprochen: „Ich konnte nicht abschätzen, wie extrem sich so ein Urteil auf alle Beteiligten auswirkt. Ich habe viel mehr auf beratende und vermittelnde Unterstützung des Gerichtes gehofft, nicht, dass alles weiter eskaliert. Das Wohl des Kindes wurde durch das urteilende Gericht nicht wirklich berücksichtigt“, sagt er.

© Manfred Schröfl

Trotzdem ist Anwältin Wagner nicht gut auf das zuständige Bezirksgericht zu sprechen, streut aber dem bisher zuständigen Staatsanwalt ­Rosen: „Dank der gemäßigten Vorgehensweise des zuständigen Staatsanwaltes ist es nicht zur Verhaftung meiner Klientin gekommen. Was wäre dann in einem fremden Land mit dem Kind passiert?“

Mariana Z. und Isabel können nun nach Wien zurückkehren. Danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen, denn eine Richterin am zuständigen Bezirksgericht entzog der Mutter sogar gegen den ausdrücklichen Rat des Jugendamtes die Obsorge: „Ein Justizskandal“, urteilte damals Anwältin Wagner. Die Richterin habe der Kindsmutter sogar eine Drogensucht unterstellt, obwohl sämtliche Tests negativ waren. Und sogar von „Lebensgefahr“ für Isabel gesprochen, sollte das Mädchen bei seiner Mutter bleiben. Davon kann ­keine Rede sein.  Manfred Schröfl

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