Video zum Thema "Urban Monkeys" klettern auf den Donauturm
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Freeclimber

Irre Kletter-Aktion am Donauturm

Wien. Nichts für schwache Nerven: Vorige Woche haben die Urban Monkeys den höchsten Turm Österreichs bestiegen. Die extremsten Freeclimber des Landes kletterten auf die Spitze des Donauturms, ihr Ziel lag sogar noch um 100 Meter höher als die bekannte Aussichtsterrasse. Allein die Bilder und Videos, aufgenommen auf einer Höhe von 252 Metern (!), lösen bei den meisten Betrachtern Höhenangst aus.

Doch die Männerclique – alle in kurzen Hosen und T-Shirts – reizt es aus: Sie macht Klimmzüge, grinst in die Kamera, balanciert gefährlich nahe am Abgrund. Ein kleiner Fehltritt würde den sicheren Tod bedeuten.

"Wie ein Detektiv spioniert man sein Kletterziel aus"

Ehre als Lohn. Wenn man die – sehr reale – Gefahr aus­blendet, ist die Szenerie malerisch: Im Hintergrund, auf der anderen Seite der Donau, liegt die Wiener Innenstadt, gleich neben dem Donauturm die UNO-City und die Hochhäuser bei der Alten Donau.

Tom (32), wie einer der Freeclimber der Urban Monkeys genannt werden will, beschreibt die Vorgangsweise: „Man beobachtet tage- oder wochenlang das Objekt. Wie ein Detektiv sitzt man da, achtet auf versteckte Aufgänge.“

Sein Training ist sein Job. Er ist Monteur, arbeitet täglich auf einer Höhe von 20 Metern. Er ist überzeugt: „Bei fast jedem ist Höhenangst heilbar, fast jeder könnte, was wir können.“

Geld gibt es keines für die Aktion, man macht es für die Ehre. Und die wird mit ­einer gewaltigen Fangemeinde belohnt. Schon bald soll es vom gruppeneigenen Fotografen „Flying Dutchman“ eine Ausstellung der besten Fotos geben.

Urban Monkey Tom (32) im Interview

ÖSTERREICH: Wie verrückt muss man dafür sein?
 
Tom: Wir sind ganz normal. Wenn man auf Adrenalin ist und herumklettert, dann muss jeder Handgriff sitzen, man blendet die Höhe einfach aus.
 
ÖSTERREICH: Das war das höchste Gebäude Österreichs. Was kann noch kommen?
 
Tom: Da gibt es noch einige schöne Objekte in Österreich und Slowenien, die wir besteigen wollen. Die Höhe ist nicht ausschlaggebend.
 
ÖSTERREICH: Wie läuft so eine Vorbereitung ab?

Tom: Mit langer Observations­zeit. Man geht den ganzen Tag lang drinnen herum. Man schaut, wie alles ge­sichert ist, ob alle Türen aufgehen. Aufbrechen tun wir nichts – diese Grenze überschreiten wir nicht, das wäre Sachbeschädigung.

ÖSTERREICH: Ganz legal sind die Aktionen aber nicht.
 
Tom: Es ist Besitzstörung, ­unerlaubtes Betreten. Aber es kommt meist nie zu einer Verhandlung.

ÖSTERREICH: Noch mal: Ganz normal könnt ihr nicht sein …
 
Tom: Absolut, jeder von uns geht arbeiten, hat seine Hobbys. Am Wochenende treffen wir uns, zucken aus und klettern auf hohe Gebäude.
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