Juwelier-Coup beim Stephansdom vereitelt

Zeuge hörte Hilferufe

Juwelier-Coup beim Stephansdom vereitelt

Ein couragierter Passant hörte Schreie aus dem Geschäft, zögerte nicht und schritt ein.

Er hatte den Überfall auf einen Nobel-Juwelier am Stephansplatz in der Wiener Innenstadt bis ins kleinste Detail geplant. Als der 24-jährige Serbe am Samstag schließlich allen Mut zusammennahm und in das Preziosengeschäft stürmte, machte ihm jedoch ein deutscher Tourist (53), der mit seiner Frau zufällig an der ­Juwelen-Manufaktur vorbeischlenderte, einen Strich durch die Rechnung.

Ohrringe

Der Räuber hatte ein Küchenmesser mit weißer Porzellanklinge in seine Jackentasche gesteckt, gaukelte vor, ein betuchter Kunde zu sein und ließ sich von der Angestellten, die alleine im Verkaufsraum des Juweliers war, gegen Mittag mehrere teure Ohrringe zeigen.

Täter zog Porzellan-Messer und bedrohte Angestellte

Dann zückte der 24-Jährige das Messer, drängte die Mitarbeiterin, die vor Angst zur Salzsäule erstarrte, ins Büro und forderte sie auf, den Tresor zu öffnen.

Dann passierte das, womit der Räuber nicht gerechnet hat. Die Angestellte fing so laut zu schreien an, dass die Hilfe-Rufe bis auf den Stephansplatz zu hören waren.

Der Tourist, der auch ohne Pummerin sofort wusste, was es geschlagen hatte, lief in das Geschäft, entwaffnete den 24-Jährigen und rang ihn nieder. Dann zog er den Serben vor die Türe auf den Gehsteig, fixierte ihn am Boden und übergab ihn der Polizei. Der Täter ist in Haft. (kuc)

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