Killer kündigte Attentat auf Ex-Geliebte an

Zwei Schüsse in den Kopf

Killer kündigte Attentat auf Ex-Geliebte an

Nichts deutete an diesem Dienstagabend gegen 20 Uhr darauf hin, dass es knapp eine Stunde später zum Blutbad in der Herthergasse in Wien-Meidling kommen sollte. Zeljko B., genannt „Ciro“, hatte gerade das Café Rebeca betreten. Er hatte sich mit ein paar Bier und Sliwowitz etwas Mut angetrunken, extra noch rote Rosen besorgt. Sie waren für Kellnerin ­Violeta J. bestimmt.

Video zum Thema Bluttat in Meidling: Täter war amtsbekannt
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Die beiden waren bis vor sieben Monaten ein Paar, „Ciro“ hatte seine Frau und die drei Kinder ihretwegen verlassen. Doch die attraktive Serbin (48) fand ein neues Glück und gab dem 53-Jährigen den Laufpass.

Seitdem versuchte der ­eifersüchtige Bosnier alles, um seine große Liebe zurückzugewinnen – ohne Erfolg. Vor wenigen Wochen soll er dann vor Zeugen in dem Lokal angekündigt haben, was er am Dienstag schließlich in die schreckliche Tat umsetzte: „Ich bringe uns beide um“, hatte er damals gesagt. Geglaubt hat ihm dies im Café Rebeca ­jedoch fatalerweise keiner.

meidling_opfer.jpg © Facebook
Violeta - auch "Vicky" genannt - wurde von hinten in den Kopf geschossen.

"Ich bring uns beide um" – keiner hat ihm geglaubt

Auch am Tag der blutigen Tragödie deutete zunächst nichts darauf hin. Der leicht angetrunkene „Ciro“ setzte sich an den Tresen, bestellte eine Tasse Tee. „Er war ganz ruhig“, sagte ein Zeuge zu ÖSTERREICH.

Gegen 21 Uhr verließ Violeta J. das kleine Beisl, ihre Schicht war vorbei. Doch sie wollte sich im nahe gelegenen Lokal Silvija noch ein Feierabend-Bier gönnen. Zeljko B. folgte „Vicky“, wie die Kellnerin von allen ­genannt wurde. Plötzlich peitschten drei Schüsse durch die Nacht.

Die blonde Kellnerin sackte blutüberströmt zu Boden. „Ciro“ hatte ihr aus nächster Nähe zweimal in den Kopf geschossen. „Es war wie eine Hinrichtung“, sagte ein Passant, der zufällig Augenzeuge wurde. Anschließend richtete der Bosnier seine kleine Pistole der Marke Zarotti vom Kaliber 7,65 Millimeter gegen sich selbst, schoss sich in den Mund.

Stunden später starb der Schütze in einem Krankenhaus. Lebensgefährlich verletzt wurde die Kellnerin eingeliefert. Sie wurde ins künstliche Koma versetzt, ihre Überlebenschancen werden als minimal bezeichnet.

Schüsse Wien-Meidling Herthergasse Schallergasse © APA/HANS PUNZ

Arbeitskollegin:
 "Sie muss es schaffen"

Die Arbeitskolleginnen der beliebten Kellnerin ­stehen unter Schock. Die Chefin ließ sich von ihrem Mann eigens ins Spital bringen, eine Kollegin sagte zu ÖSTERREICH: „Sie ist wie eine Schwester für mich, sie muss es schaffen.“

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