Mädchen (7) erstochen: Jetzt spricht der Bruder

Bruder passte auf Geschwister auf

Mädchen (7) erstochen: Jetzt spricht der Bruder

Ganz Österreich ist nach der Horror-Tat schockiert. Die Leiche der kleinen Hadishat (7) wurde Samstagfrüh in einem Wiener Müllcontainer gefunden. Das Mädchen war am Freitagnachmittag vom Spielplatz des Gemeindebaus in der Heiligenstädter Straße 11-25 verschwunden. Am nächsten Tag wurde die Leiche der siebenjährigen gefunden. Wie die Obduktion laut Polizeisprecherin Irina Steirer ergab, wurde das Mädchen durch einen Stich in den Hals getötet. Jetzt spricht erstmals Hadishats Bruder über die Tragödie:
 
ÖSTERREICH: Was ist genau am 11. Mai passiert?

Rustam A.: Ich habe für meine Geschwister Essen zubereitet, dann haben wir zusammen gegessen. Anschließend baten mich Hadishat, meine 12-jährige Schwester und mein 10-jähriger Bruder um Erlaubnis, draußen spielen gehen zu dürfen. (Anmk. Red. die Mutter war bei einem Termin)
 
ÖSTERREICH: Also ein ganz normaler Tag.
 
Rustam: Ja. Der Hof war voller Leute. Außerdem waren ihre große Schwester und Bruder bei ihr, sie war also nicht alleine. Ich bin in der Wohnung geblieben.
 
ÖSTERREICH: Wann haben Sie zum ersten Mal gemerkt, dass etwas nicht stimmt?
 
Rustam: Das war um etwa 16 Uhr. Normalerweise kommt Hadishat immer ans Fenster und klopft, weil sie Wasser braucht. An diesem Tag kam sie aber gar nicht, deswegen habe ich mir den Müll geschnappt und bin rausgegangen, um nach meinen Geschwistern zu sehen.
 
ÖSTERREICH: Wie ist es dann weitergegangen?
 
Rustam: Ich habe zuerst mit meinen Geschwistern nach ihr gesucht und dann haben sich immer mehr Leute beteiligt. Ich dachte, dass sie vielleicht bei Nachbarn ist, weil ihre beste Schulfreundin auch hier wohnt.
 
ÖSTERREICH: Wann haben Sie die Polizei angerufen?
 
Rustam: Nach etwa vier oder fünf Stunden habe ich die Polizei gerufen, die mich gebeten hat, zur nächsten Polizeiinspektion zu kommen. Ich bin mit einem Foto meiner Schwester hingegangen. Etwa zwei Stunden später sind die Polizisten gekommen und haben mit der Suche begonnen. Wir glauben, dass es jemand von hier war, weil sie wusste, dass sie nicht mit Fremden mitgehen darf und immer Bescheid gab.
 
(lae)
 
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