Video zum Thema Messer-Attacke: Interview mit Michael Stumpf (FPÖ)
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Messer-Attacke in Spital

Arzt spricht: 'Hatte keine Chance ...'

Fast hätte Oberarzt Dr. B. (64) sein Leben verloren, während er nur seinen Job im SMZ Süd machte. Flüchtling Paul J. (33) aus Sierra Leone, seit Jahren sein Patient, stach ohne Vorwarnung im Wartezimmer mit dem Messer auf ihn ein.

Wütend ist er dennoch nicht auf den offenbar geistig verwirrten Täter – wie Dr. B. im großen Interview im Spital erzählt:

Frage: Ganz Österreich stellt sich eine Frage: Wie geht es Ihnen?

Dr. B.: Ich habe überlebt. Alles andere ist vorerst zweitrangig. Langsam kann ich nun meinen Heilungsweg beschreiten. Wenn es keine Komplikationen gibt, dann bin ich zuversichtlich. Ich bedanke mich für die große Anteilnahme. Ich war zeit meines Lebens ein bescheidener Typ und ich wollte ­gute Arbeit leisten, aber das Rampenlicht war mir nie wichtig. Und ich möchte auch jetzt keine Publicity.

Frage: Wie haben Sie die Attacke erlebt?

Dr. B.: Ich war auf dem Weg in den zweiten Stock, mit einem Programmiergerät. Er saß rechts von mir. Ich sehe ihn und denke mir nichts dabei. Und wie ich vorbeigehe, nehme ich aus den Augenwinkeln wahr, dass er aufsteht, einen Gegenstand aus der Tasche zieht und schon fast elegant etwas ­davon abstreift. Und dann sehe ich das Messer. Im nächsten Moment hat er auch schon zugestochen. Ich hatte keine Möglichkeit, zu reagieren.

Frage: Hatten Sie große Schmerzen?

Dr. B.: In dem Moment nicht. Als Mediziner weiß ich, dass der Schmerz erst verzögert kommt. Ich habe mir die Hand auf die Wunde gelegt und versucht wegzukommen. In einem Nebenraum habe ich mich auf ein Bett gelegt. Dann waren auch schon meine Kollegen bei mir.

ÖSTERREICH: Sie kennen den Täter. Wissen Sie, weshalb er Sie angegriffen hat?

Dr. B.: Nein, das weiß ich nicht. Ich kenne den Mann schon seit Jahren. Ich würde ihn als ruhig, still, fast schon introvertiert beschreiben. Ich hatte dennoch den Eindruck, ich wurde gezielt angegriffen. Ich glaube, es war ein ­persönlich zu nehmendes ­Vorgehen.

Frage: Wie empfinden Sie gegenüber dem Täter? Sind Sie wütend?

Dr. B.: Überraschenderweise nicht. Er wird wohl nicht alle Sinne beisammen haben.

Frage: Sind die Sicherheitsvorkehrungen aus Ihrer Sicht unzureichend?

Dr. B.: Diesen Angriff hätte nichts und niemand verhindern können. Er war eine ­Sache von Sekunden. Selbst wenn ein Sicherheitsbeamter in unmittelbarer Nähe gestanden wäre, hätte er die Tat nicht verhindern können.

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