Birgit H. (28) in eigener Wohnung erwürgt

Mord in Wien-Floridsdorf

Birgit H. (28) in eigener Wohnung erwürgt

Die Obduktion brachte neue Details zum Vorschein. Der Vater des Opfers hatte seine Tochter eine Woche lang nicht mehr gehört.

Mordalarm in Wien-Floridsdorf: Am Dienstagabend wurde eine junge Frau tot in ihrer Wohnung in der Arnoldgasse entdeckt. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich kam der Vater der 28-Jährigen in den Abendstunden bei seiner Tochter vorbei, weil er schon länger nichts mehr von ihr gehört hatte. In ihrer Wohnung fand er die junge Frau tot und alarmierte die Polizei.

Video zum Thema: Mord-Alarm: Frau tot aufgefunden
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Die Polizei stufte den Fall zunächst als bedenklichen Todesfall ein und regte eine Obduktion an, die noch in der Nacht auf Mittwoch stattfand. Diese ergab, dass die Frau umgebracht wurde. Sie soll erwürgt worden sein - ob mit bloßen Händen oder mit einem Gegenstand erdrosselt, ist derzeit noch unklar.

© Viyana Manset Haber

Vater hatte eine Woche nichts von ihr gehört

Der Vater hatte seit einer Woche von der 28-Jährigen nichts gehört und erreichte seine Tochter auch nicht. Deshalb wollte er nachsehen, dabei fand er das Opfer.

Erst seit wenigen Wochen in Beziehung

Die Polizei startete die Ermittlungen mit Einvernahmen im Umfeld der Toten. Die 28-Jährige befand sich erst seit November letzten Jahres in einer Beziehung. Laut Anrainern saß ein Mann nach dem Eintreffen der Ermittler im Stiegenhaus und machte einen ausgesprochen konsternierten Eindruck. Dabei soll es sich um ihren besten Freund gehandelt haben, der gemeinsam mit ihrem Vater nach ihr sehen wollte.

Glaubt man weiteren Aussagen von Nachbarn, so wollen diese aber auch am Dienstagabend einen Mann weinend im Stiegenhaus gesehen haben. Wie sich herausstellte, soll sie mit zwei Männern eine On-/Off-Beziehung gehabt haben. Ob das Motiv Eifersucht ist, werden die Ermittlungen zeigen.
 

Nachbar: "Sie war immer freundlich"

Birgit H. lebte laut den Nachbarn ziemlich zurückgezogen. Ihr Freund wurde wesentlich öfter gesehen als sie. Die 28-Jährige war offensichtlich ausgesprochen tierlieb. Die Wohnungstür war mit entsprechenden Bildern verziert, die Ermittler fanden auch Kleintiere. "Immer freundlich": So hat Robert Hauser, Hausbesorger des Genossenschaftsbaus in der Arnoldgasse in Wien-Floridsdorf, die 28-Jährige erlebt, die am Dienstagabend tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden war. Demnach lebte die junge Frau seit 2009 in der Wohnung. "Sie war sehr unauffällig", sagte Hauser der APA.

"Ich habe sie schon des öfteren gesehen. Sie hat immer freundlich gegrüßt", schilderte Hauser die Kontakte zu der Frau, die laut Obduktionsergebnis getötet wurde. Mediale Berichte, wonach die 28-Jährige öfters Männerbesuch hatte, "kann ich nicht bestätigen", meinte der Hausbesorger.

Bestätigen konnte er aber, dass die 28-Jährige einen Freund hatte. "Ich habe öfter mit ihm gesprochen. Er war sehr freundlich. Er hat manchmal seinen Wagen im Hof des Baus abgestellt, ist aber immer sehr früh weggefahren", erzählte Hauser. Nach der Darstellung des Mannes soll es sich um eine "On-Off-Beziehung" gehandelt haben. Auch am Dienstag habe er mit ihm gesprochen. Der Freund habe gesagt, sie sei gesund gewesen, habe keine Drogen genommen.



 

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