'Netteste' Lehrerin im Visier der Justiz

Bestechungsverdacht

'Netteste' Lehrerin im Visier der Justiz

Das kommt auch nicht alle Tage vor: Bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft liegt jetzt eine Anzeige gegen eine Berufsschullehrerin vor. Verdacht: Die Pädagogin ist zu nett zu ihren Schülern. So nett, dass sie Geschenke erhält, die sie eigentlich nicht annehmen dürfte. Juristisch könnte eine Bestechlichkeit vorliegen, wie besorgte Eltern glauben.

Das Verhältnis an der Schule für angehende Kaufleute scheint tatsächlich außergewöhnlich amikal: Lehrerin und Schüler duzen sich, der Inhalt der Schulstunden ist häufig privater Natur, Verspätungen oder Absenzen sind zweitrangig, die Schüler sind mit ihren Noten hochzufreiden.

Doch geht da alles mit rechten Dingen zu? Das Wohlwollen der netten Pädagogin könnte auch erkauft sein. So nach dem Motto „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Da spendiert die Klasse schon mal eine Geburtstagstorte, da sammeln die Schüler 400 Euro für Top-Konzertkarten. Zumindest Letztere hätte die Lehrerin laut Gesetz nicht annehmen dürfen.

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