Neues Gesetz: Krach um Wiener Wohnbau-Offensive

Bricht Neubau ein?

Neues Gesetz: Krach um Wiener Wohnbau-Offensive

Stadträtin Kathrin Gaál hat die Wiener Flächenwidmung reformiert: Überall, wo künftig Flächen in Wohngebiet umgewandelt werden, sind davon zwei Drittel für den sozialen Wohnbau vorgesehen. Jeder Private, der in Wien ein Grundstück für die Errichtung eines Wohnbaus kauft, muss zwei Drittel der Fläche den gemeinnützigen Wohnbauträgern oder für Gemeindebauten zur Verfügung stellen.

Aufschrei der Bauträger gegen Gaáls Reform

„Ich weiß, dass dieses Gesetz eine kräftige Maßnahme ist. Aber die Grundstückspreise in Wien waren für sozialen Wohnbau einfach zu hoch. Ich bin in die Politik gegangen, um das Grundrecht auf leistbares Wohnen durchzusetzen. Das darf kein Privileg für Besserverdiener sein“, erklärt Gaál gegenüber ÖSTERREICH. Eine Maßnahme, für die Wien sogar vom renommierten Spiegel hymnisch gelobt wurde, die aber jetzt einen Aufschrei der Bauträger ausgelöst hat, die die dringend notwendige Wohnbauoffensive für die stark wachsende Stadt zusammenbrechen sehen.

„Es gäbe bessere Lösungen, etwa eine Nachverdichtung bei den Gemeindebauten und Genossenschaftsbauten – das brächte 130.000 neue, billige Wohnungen“, erklärt Hans Jörg Ulreich, Immo-Sprecher der Wirtschaftskammer.

Auch der Immo-Manager Thomas Malloth ist empört: „Durch Restriktion hat sich am Markt noch nie etwas bewegt. Ich fürchte, dass die Grundstückshortung eher zunehmen wird und auch der Preisdruck gleich bleibt. Falsche Maßnahme, falscher Zeitpunkt. Belohnung statt Regulierung wäre angesagt.“

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