Parkstrafe: Wiener attackiert Polizisten

Ärger

Parkstrafe: Wiener attackiert Polizisten

Fehlerhafte SMS: Der 55-Jährige forderte die Rücknahme seiner Strafe.
Der Ärger über eine Parkstrafe hat am frühen Dienstagnachmittag einen 55-Jährigen in Wien-Mariahilf ausrasten lassen. Lautstark und ordinär forderte er in der Dienststelle der Parkraumüberwachung am Mariahilfer Gürtel die "sofortige Zurücknahme" der Strafe. Als er aufgefordert wurde, die Dienststelle zu verlassen, attackierte er laut Polizeisprecher Paul Eidenberger einen Polizisten.
 

Falsche SMS

Die Vorgeschichte: Per SMS wollte der Mann einen elektronischen Parkschein buchen, vertippte sich aber bei der angegebenen Dauer für den Parkschein. Daher kam eine SMS retour, in der unter anderem zu lesen war: "Die von Ihnen eingegebene Dauer ist nicht erlaubt." Das hatte der Mann aber nicht gesehen oder es bewusst ignoriert. Als er zu seinem Wagen zurückkam, fand er das Organmandat auf seiner Windschutzscheibe, das ihn zu dem Besuch bei der Parkraumüberwachung veranlasste.
 
Dort drehte er zunächst gegenüber einem Mitarbeiter der Dienststelle auf. Weil er so laut, aggressiv und ordinär wurde, übernahm einer der Polizisten, welche die Dienstaufsicht haben, die Kommunikation. Beruhigungs- und Aufklärungsversuche über die Rechtmäßigkeit der Strafe halfen nichts, ebenso wenig die Auskunft zu seinen rechtlichen Möglichkeiten. Als der Polizist ihn schließlich der Dienststelle verwies, schlug er dem Beamten auf die Brust und auf die Schulter. Dann versetzte er ihm einen Stoß.
 

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Der 55-jährige österreichische Staatsbürger, der zuvor auch noch das Organmandat im Zorn auf den Boden geworfen hatte, wurde rasch überwältigt und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt sowie schwerer Körperverletzung angezeigt. Am Ende der Amtshandlung soll er noch allen Mitarbeitern der Dienststelle gedroht haben, sie würden innerhalb eines Tages ihren Job los sein. Sie würden nicht wissen, mit wem sie sich da angelegt hätten. Informationen der APA zufolge soll sich diese Ankündigung zumindest bis Mittwoch als unwahr herausgestellt haben.
 
Die Polizei empfahl in diesem Zusammenhang, immer zu kontrollieren, ob der Parkschein gültig ist.

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