Polizist verpfiff Fiaker-Fahrer

365 Euro Strafe

Polizist verpfiff Fiaker-Fahrer

Die Post, die Fiakerfahrer Rudolf Z. (54) vor rund drei Wochen in seinem Briefkasten vorfand, ärgert den Berufschauffeur noch immer gewaltig.

Der 54-Jährige hatte, wie berichtet, an einem heißen Sommertag Ende August bei 31 Grad im Schatten seine Kopfbedeckung – eine sogenannte Melone – für kurze Zeit abgenommen. Gesetzeswidrig, wie im Paragraf 5 Abs. 2 der Betriebsordnung für Fiaker- und Pferdemietwagenunternehmen festgehalten ist, da die Bekleidung nicht der traditionellen Eigenart der Fiakerfahrer entsprochen habe. Z. wurde daher aufgefordert, eine Strafe von 365 Euro zu bezahlen oder eine 21-stündige Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten.

»Gehe lieber ins Gefängnis, als die Strafe zu bezahlen«

Nun wehrt sich der Magis­trat gegen die von Z. erhobenen Mobbing-Vorwürfe, da er lediglich Vollzugsorgan sei und Anzeigen, die eingebracht werden, behandeln muss. Laut ÖSTERREICH-Informationen soll ein Polizist den 54-Jährigen beobachtet und ihn angezeigt haben. Für Rudolf Z., der bereits Einspruch erhoben hat, egal: „Bevor ich die Strafe zahle, gehe ich lieber für 21 Stunden ins Gefängnis und schlafe mich in der Zelle aus.“(kuc)

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