Südtirol-Plakate sorgen für Wirbel

Voreilige Danksagung

Südtirol-Plakate sorgen für Wirbel

Für Aufregung und Verwunderung sorgt derzeit eine Plakatserie des Südtiroler Heimatbundes in Wien. „Süd-Tirol dankt Österreich für die Möglichkeit, bald schon wieder den Pass unseres Vaterlandes zu bekommen!“, ist darauf zu lesen. Der Dank kommt wohl etwas voreilig, ist doch das letzte Wort in dieser Causa noch nicht gesprochen.

Der Südtiroler Heimatbund hatte die Plakat-Aktion bereits vor Monaten angesprochen und jetzt umgesetzt. Die Sujets kommen aber nicht bei allen gut an:

„Bis jetzt war ich ziemlich neutral, aber jetzt hoffe ich so sehr, dass es nicht passiert“, schreibt ein Südtiroler zum Thema Doppelpass, als er das Plakat sieht.

Die Südtiroler Hochschülerschaft (sh.asus) in Wien äußert sich ebenso ablehnend gegen die Aushänge und schreibt „Not in our name“:

Die Danksagungen sind verstreut in Wien: Gesichtet wurden sie am Schwedenplatz, an der TU, am Juridikum und am Siebensternplatz.

Das ist übrigens nicht die erste Aushang-Serie des Südtiroler Heimatbundes: 2016 ließen sie 1000 Plakate mit der Aufschrift „Südtirol ist nicht Italien“ in Rom aufhängen. Das erhitzte die Gemüter in der italienischen Hauptstadt.

In den sozialen Medien reichen die Reaktionen der Südtirol-Plakate in Wien von ablehnend bis verwundert – ist der Doppelpass noch keineswegs fix. Immerhin steht auch auf den Plakaten „Süd-Tirol dankt…für die Möglichkeit…“.

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