Terror-Beichte eines Wieners

Geläuterter IS-Kämpfer warnt jetzt Schulkinder

Vom Saulus zum Paulus: Ex-IS-Kämpfer Oliver N. hat dem Jihadismus abgeschworen.

Neben Mohammed Mahmoud war der Wiener Oliver N. über Jahre „das ­österreichische Gesicht“ des ­Islamischen Staates (IS). Als junger Bursch mit 16 war er nach Syrien in den „Heiligen Krieg“ gezogen, schloss sich der Terrormiliz an.

Die Propaganda-Videos mit dem Terror-Teenager schockierten das Land: „Ich will euch dazu einladen, auch die Ungläubigen zu schlachten“, sagte er. Sieben Monate verbrachte das ehemalige Heimkind 2014 in den Reihen des IS. Bis Oliver N. bei einem Bombenangriff schwer verletzt wurde. Die Milz wurde ihm entfernt, der Wiener kam zunächst in ein Krankenhaus in der Türkei und durfte zur Weiterbehandlung zurück in die Heimat. Wieder gesund, wurde er wegen terroristischer ­Vereinigung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

"Ich habe mehr als
 50 Tote gesehen"

Inzwischen führt der geläuterte IS-Kämpfer ein neues Leben, wie in einer TV-­Doku in der Sendung Panorama (NDR) zu sehen war. Erstmals zeige sich der Wiener offen vor der Kamera: „Ich habe mehr als 50 Tote gesehen. Ich will will mich nicht mehr verstecken, ich möchte Wiedergutmachung“, sagt er. Heute hält er Vorträge vor Polizisten und Politikern. Vor allem aber vor Schulkindern, um diese vor der „Gehirnwäsche“ des IS zu warnen. Im „Islamischen Staat“ gilt er als Verräter.

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