Vater erstochen: Täter verweigerte Medikamente

"Habe den Teufel getötet"

Vater erstochen: Täter verweigerte Medikamente

Weil er seine Medikamente nicht genommen haben soll, stach Igor S.(29) zu.

Wien. Seinen eigenen Vater attackierte am Freitag der Sohn einer serbischen Familie, die in der Grimmgasse wohnt: Die beiden waren in der Küche, als Karlo S. (51) Kaffee aufsetzte. Da stach ihm sein Sohn mehrmals mit einem Messer, das später in der Wohnung sichergestellt wurde, von hinten in Schulter und Hals. Der Vater verblutete.

Der Angreifer ging danach mit dem Familienhund in den nächsten Park, wo er seinen Bruder anrief, um die Tat am Handy zu beichten: „Der Vater schläft jetzt. Ich habe den Teufel getötet.“ Es gibt Hinweise, dass er auch auf die Mutter losgegangen wäre – doch die war gerade einkaufen, was ihr vielleicht das Leben gerettet hat.

Als Motiv für die tödliche Attacke steht die psychische Erkrankung von Igor S. im Raum. Er soll drogenabhängig und (deshalb) an Schizophrenie erkrankt sein. Zuletzt soll er aber über einen längeren Zeitraum hinweg seine Medikamente nicht eingenommen haben. Am Sonntag wurde der 29-Jährige, für den die Unschuldsvermutung gilt, an die Justiz überstellt.

(kor)

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