Trauriges Schicksal

"Waldmensch" lebt in Wien neben 100 Ratten

Wien. Und es ist unglaubliche Umstände, unter denen der einheimische Obdachlose knapp 500 Meter hinter dem Zentralfriedhof im Wald- und Wiesengürtel von Wien vegetiert, sind für so lebenswerte Großstadt menschenunwürdig. Der Ex-Fernfahrer, der irgendwann auch den letzten Halt verlor und von niemandem betreut wird, lebt seit mehr als einem Jahr in einem Verschlag in einem kleinen Wäldchen an einem Platz, den er sich mit gezählten 50 bis 100 Ratten teilt: Ob er auch im Winter hier gehaust hat, fragt Tony Rei von der Naturwacht. „Weihnachten war ich hier.“

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Bad in Donau. Das Essen sucht er sich im Müll von Wohnhausanlagen, Supermärkten und Gasthäusern im 10 und 11. Bezirk, Wasser zum Trinken und Waschen holt er sich vom Zentralfriedhof, ein Vollbad gibt es auch – und zwar in der Donau. Auf die Frage, ob er lieber in eine Wohnung oder in einem Haus leben wollte, kommt ein klares „Ja“. Franz S. ist bereits der zweite Waldmensch, den die Naturwacht in jüngster Zeit fand. Zuletzt schrieb ein Rumäne, der seit 8 Jahren im Prater lebte, für Schlagzeilen.

(kor)

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