Bierwirt

Trotzdem Zweifel an Tat im Vollrausch

Bierwirt in U-Haft noch immer auf Entzug

Für eine Aussage ist Albert L. angeblich noch nicht fähig und auch nicht bereit.

Wien. Während der Anwalt des Bierwirtes, Gregor Klammer, weiter sehr zurückhaltend ist und betont, „bisher keine inhaltliche Stellungsnahme abgegeben zu haben“ (das gelte insbesondere für eine kolportierte mögliche Verantwortung der Tat seines Mandanten infolge eines strafmindernden Vollrausches), erfuhr ÖSTERREICH aus Insider-Kreisen, dass der Bierwirt noch immer nicht „ausgenüchtert“ ist.

Allerdings wird damit nicht offenbar, dass der 42-Jährige bei der Abgabe der Schüsse auf seine Ex Marija M. (35) vollkommen blau und daher nicht zurechnungsfähig war, sondern dass Albert L. grundsätzlich ein Alkohol- und Drogenproblem haben könnte. Außerdem gibt es Zeugenaussagen, wir berichteten, die bestätigen, dass der Bierwirt erst nach (!) der Bluttat auf der Bank im Hof eine Flasche Bacardi und eine Flasche Wodka in großen Schlucken leerte.

Krankenstation

Danach kollabierte der durch seinen Prozess gegen Sigi Maurer unrühmlich zu Bekanntheit gelangte Craftbeer-Gastronom und kam zwei Tage in die Klinik Floridsdorf, wo eine (große) Beeinträchtigung durch Alkohol sowie durch Amphetamine festgestellt wurde.

Von der Klinik wurde L. in die Josefstadt in U-Haft überstellt – stante pede auf die dortige Krankenstation. Sein Anwalt bestätigt: „Er benötigt weiter medizinische Hilfe“. Besucher anderer Insassen, die den Bierwirt im Landl sahen, beschreiben ihn als ­„sediert, vermutlich mit Medikamenten behandelt und eingestellt“.

Sachverständiger. Zur Tat hat er bisher kein Wort gesagt, nur: „Ich kannte sie seit 15 Jahren.“ Seitdem schweigt er. Als Gutachter für seinen Psycho-Zustand wurde der Sachverstän­dige Siegfried Schranz bestellt. Für L. gilt die Unschuldsvermutung.

(kor)



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