Coronavirus: Jetzt auch Hamsterkäufe in Österreich

281 bestätigte Corona-Fälle

Coronavirus: Jetzt auch Hamsterkäufe in Österreich

Italienische Nudeln scheinen beliebt zu sein.

Noch vor wenigen Tagen hieß es seitens Supermarktketten, dass von Hamsterkäufen noch keine Rede sein könne. Nun gibt es immer mehr Bilder die leere Produktkartons in Marktregalen zeigen. oe24 erreichte ein Foto angeblich nach Hamsterkäufen. Seit Ende Februar steigt die Nachfrage vor allem nach Produkten wie Nudeln, Reis, Suppen oder Konserven.

Aber auch die Fleisch-Kühltruhen sind in dieser Supermarkt-Filiale einer Kette bereits leergekauft:

© Leserreporter

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Hier haben es die Kunden offenbar auf italienische Nudeln wie Fussili etc. abgesehen. Steigt nun der Bedarf in der Bevölkerung wegen der Coronavirus-Krise sich mit Lebensmitteln einzudecken? In Deutschland und England decken sich viele Supermarkt-Kunden seit Tagen mit dem Wichtigsten ein. Konserven-Essen ist dabei im Nachbarland der Renner. 

"Erhöhte Abverkäufe" in Deutschland

Die deutschen Bundesbürger kaufen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus mehr ein. "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir deutlich erhöhte Abverkäufe", teilte eine Sprecherin des Diskonters Lidl am Montag mit.
 
Vor allem Artikel aus dem Trockensortiment wie etwa Konserven und Nudeln sowie aus dem Hygienebereich wie Toilettenpapier und Desinfektionsmittel würden "aktuell stark nachgefragt". Auch die Supermarktkette Rewe - in Österreich mit Billa, Merkur, Adeg, Penny und Bipa vertreten - registriert einem Sprecher zufolge "einen erhöhten Abverkauf länger haltbarer Lebensmittel". Hygiene- und Sanitärwaren würden ebenfalls stark nachgefragt. Die Belieferungen der Märkte seien enger getaktet worden. "Es gibt keinen Engpass bei der Warenversorgung", betonte der Sprecher.
 
In manchen Supermärkten gibt es aber doch leere Regale - etwa bei Nudeln, Haferflocken oder H-Milch. "Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, haltbaren Lebensmitteln und Getränken hat sich in Teilen merklich erhöht", sagte ein Sprecher des Großhandelskonzerns Metro. "Wir haben daher für bestimmte Produkte, insbesondere Konserven und Hygieneprodukte, unsere Lagerbestände aufgestockt", fügte er hinzu.

281 Fälle in Österreich

Österreich-weit. 281 Personen sind in Österreich bisher positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das gab das Gesundheitsministerium Mittwochnachmittag (Stand 15.00 Uhr) bekannt. Vier an Covid-19-Erkrankte sind inzwischen wieder genesen (je zwei in Tirol und Wien). Insgesamt wurden bisher 5.362 Personen im Land auf eine mögliche Ansteckung getestet.

In Wien sind mittlerweile mit 50 die meisten Fälle bekannt. In Niederösterreich gab es vorerst 45 Fälle, in der Steiermark 18, in Tirol 37, in Oberösterreich 28, in Salzburg elf, im Burgenland vier, in Vorarlberg zwölf und in Kärnten einen Fall. Laut Johns Hopkins Universität wurden weltweit 121.124 Corona-Erkrankte registriert.

Anschober: Sozialkontakte reduzieren

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, Sozialkontakte möglichst zu reduzieren. Ein "großer Teil" der Lösung sei die Bevölkerung selbst, sagte er nach dem Ministerrat. Angesichts der Fallzahlen sagte er, man sehe "eine schrittweise signifikante Steigerung in den letzten Tagen".
 
Die am Vortag präsentierten teils einschneidenden Maßnahmen seien "nur Teil der Lösung", betonte der Minister. Alle würden mit ihren Sozialkontakten entscheiden, "ob wir diese Ansteckungskette reduzieren können". Denn: "Ein Viertel weniger Sozialkontakte bedeutet nahezu eine Halbierung des Ansteckungsrisikos."

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 23:28

Grenzkontrollen: Kompatscher telefonierte mit Nehammer

Nachdem am Mittwoch mit den Grenzkontrollen an den österreichisch-italienischen Grenzen in Tirol begonnen wurde, zeigt der Südtiroler Landehauptmann Arno Kompatscher "Verständnis" für die von Österreich ergriffenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie. Er werde sich für Kontakte zur Regierung in Wien bei der Suche nach "umsetzbaren und tragbare Lösungen" einsetzen.

Am Mittwochabend bildeten sich lange Lkw-Schlangen vor der Brenner-Grenze. Kompatscher kontaktierte deswegen Innenminister Karl Nehammer. Dieser habe "sofortige Lösungen" versprochen, sagte Kompatscher nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Für Grenzgänger, die aus beruflichen Gründen, die Grenze überschreiten müssen, seien die Kontrollen "beschränkt und vereinfacht".

 23:24

18 neue Fälle in Tirol, 73 Erkrankte im Bundesland

In Tirol sind Mittwochabend 18 neue Fälle von Coronavirus-Erkrankungen bekanntgeworden. So wurde etwa in Innsbruck ein 32-Jähriger positiv getestet, nachdem er sich in Venedig aufgehalten hatte - ebenso wie ein 22-Jähriger. Bei einer weiteren positiven Corona-Testung handelt es sich um einen 37-jährigen italienischen Staatsbürger, der als Arzt in der Innsbrucker Klinik arbeitet.

Damit lag die Zahl der derzeit positive Fälle im Bundesland laut Land bei 73. Dienstagabend waren es noch 31 Erkrankte gewesen. Der Arzt war vor seiner Erkrankung in seiner Heimat. Als wenige Tage nach seiner Rückkehr erste Symptome auftraten, sonderte er sich sofort ab und ging nicht mehr zur Arbeit. Der Mann befindet sich seither in Quarantäne, ebenso seine Frau und seine Tochter. Zudem erkrankte im Bezirk Landeck ein 36-Jähriger. Eine 56-jährige Britin wurde ebenfalls positiv in Innsbruck getestet.

Außerdem laufen nach Angaben des Landes derzeit die behördlichen Abklärungen bei 13 weiteren positiv getesteten Personen. Darunter drei Personen aus St. Anton am Arlberg, drei Personen aus Innsbruck, zwei aus Pettneu am Arlberg sowie jeweils eine Person aus Ischgl, Seefeld, Haiming, Völs und Hall in Tirol.

Bei einem schon am Nachmittag bekannt gewordenen Corona-Erkrankten handelt es sich indes um einen praktischen Arzt aus Mieming. Dieser wurde bereits abgesondert. Die Gesundheitsbehörden nehmen mit den Kontaktpersonen des Arztes Verbindung auf und informieren über die weiteren Maßnahmen, die auch in diesem Falle routinemäßig getroffen werden, hieß es.

 22:46

Faßmann kündigt Verschiebung der Zentralmatura an

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat nach den bevorstehenden Schulschließungen auch eine Verschiebung der Zentralmatura angekündigt. Die dahinterliegenden Uni-Aufnahmeprüfungen werden ebenfalls mit den neuen Terminen abgestimmt. "Es ist doch klar, wohin wir gehen. Die Termine werden verlängert und die Matura ein bisschen nach hinter verschoben", sagte Faßmann in der "ZiB2" am Mittwoch.

Details nannte er nicht. Diese wird es eventuell am Donnerstag geben. Die Zentralmatura ist derzeit für 5. bis 13. Mai anberaumt.

 22:31

Italien schließt alle Geschäfte und Lokale

Der italienische Premier Giuseppe Conte hat am Mittwoch die Schließung in ganz Italien aller Geschäfte, Restaurant, Kantinen und andere Lokale angekündigt. Ausnahmen sind Supermärkte und Apotheken. Offen bleiben Banken, Postfilialen, Unternehmen und das öffentliche Transportsystem, kündigte Conte bei einer Ansprache via Facebook an.

Unternehmen sollen wenn möglich Home-Office fördern. Mitarbeiter sollen verstärkt auf Urlaub gestellt werden. Conte ernannte den Manager Domenico Arcuri zum Sonderkommissar, der sich um die Koordinierung des Gesundheitswesens kümmern soll.

"Niemand darf denken, dass wir schon in den nächsten Tagen die Auswirkungen der strengen Maßnahmen sehen werden, die wir erst vor einigen Tagen ergriffen haben. Wenn die Zahl der Infektionen nicht sofort zurückgeht, bedeutet dies aber nicht, dass sie nicht greifen", mahnte Conte. Er dankte der italienischen Bevölkerung für die Kooperation im Kampf gegen die Epidemie. "Jetzt müssen wir aber einen weiteren Schritt zur Eingrenzung der Infektion unternehmen. Gesundheit hat höchste Priorität", sagte der Premier.

 22:04

Regierung lehnt Oppositionsantrag auf Konjunkturpaket ab

Die türkis-grüne Regierung hat heute, Mittwoch, im Wirtschaftsausschuss die Anträge der Oppositionsparteien auf ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft wegen der Folgen des Coronavirus abgelehnt. Das geht aus der Parlamentskorrespondenz vom Mittwoch hervor.

Während SPÖ, FPÖ und NEOS deutlich mehr Maßnahmen und höhere Mittel zur Förderung der Konjunktur einforderten als von der Regierung vorgesehen sind, betonte Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck (ÖVP) im Wirtschaftsausschuss, sich vor allem auf die Sicherung der Liquidität der Unternehmen sowie der Arbeitsplätze konzentrieren zu wollen.

Am vergangenen Wochenende hatte die Bundesregierung angekündigt, Haftungen für bis zu 100 Mio. Euro an Krediten für Hotels zu übernehmen, die wegen des Virus SARS-CoV-2 mehr als 15 Prozent an Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dazu gibt es 10 Mio. Euro schwere Garantien für KMU die über das aws abrufbar sind. Zudem hatte die Regierung zugesagt, Mittel für Kurzarbeit freizumachen. Derzeit ist der Topf für Kurzarbeit 20 Mio. Euro schwer, dieser dürfte aber erhöht werden.

Am Mittwoch forderte der Wirtschaftssprecher der Sozialdemokraten, Christoph Matznetter, ein "umfassendes Konjunkturpaket" sowie arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie Kurzarbeit, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Virus abzufangen, hieß es in der Parlamentskorrespondenz. Außerdem forderte er, dass das Budget 2020 im Hinblick auf die Coronavirus-Auswirkungen neu überarbeitet werden müsse. Vonseiten der FPÖ und der NEOS wurden jeweils Fördermittel von bis zu einer Milliarde Euro eingefordert, die SPÖ nannte dagegen keine konkreten Zahlen. Zu dem Thema eingebrachte Anträge der SPÖ und der FPÖ wurden im Ausschuss abgelehnt.

 22:02

Dänemark schließt ab Freitag alle Schulen

Dänemark schließt aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ab Montag für zwei Wochen alle öffentlichen Schulen und Kindertagesstätten. Alle Schüler und Studenten werden ab Freitag vorläufig für zwei Wochen nach Hause geschickt, dasselbe gilt für nicht zwingend benötigte Mitarbeiter im öffentlichen Sektor.

Für die Altenpflege, den Gesundheitssektor und die Polizei gelte das nicht, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen, nachdem sich die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Dänemark seit Wochenbeginn auf 514 mehr als verzehnfacht hatte. Auch Bibliotheken und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen.

Eltern sollten ihre Kinder wenn möglich zu Hause behalten, sagte Frederiksen. "Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation." Die Experten seien sich sicher, dass nur eine Sache wirksam gegen eine rasche Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 helfe, nämlich eine Verringerung des Kontakts zwischen den Menschen. Auch sie selbst werde wie ihre Minister nicht dringend notwendige Treffen und Termine absagen.

 21:10

Neue Mittelschule in Tirol ab Donnerstag geschlossen

Schon vor den ab kommender Woche vorgesehenen Schulschließungen macht die Neue Mittelschule in St. Anton am Arlberg ab morgen, Donnerstag, vorsorglich die Schotten dicht. Der Grund: Mehrere Lehrkräfte hatten laut eigenen Angaben Kontakt mit einer am Dienstag in St. Anton positiv getesteten Person, teilte die Bildungsdirektion für Tirol Mittwochabend mit.

Es seien daher umgehend behördliche Abklärungen eingeleitet worden. Auch die Eltern wurden bereits informiert. Grund zur Beunruhigung bestehe nicht, wurde versichert.

 21:09

Coronavirus: Italiens Polizei fahndet nach flüchtigen Gefangenen

Nach den gewaltsamen Protesten gegen Coronavirus-Maßnahmen in italienischen Gefängnissen fahndet Italiens Polizei nach zehn flüchtigen Häftlingen. Die Ausbrecher gehörten zu einer Gruppe von 72 Häftlingen, die am Montag aus einem Gefängnis nahe der süditalienischen Stadt Foggia entkommen seien, teilte das italienische Justizministerium am Mittwoch mit.

Unter ihnen befindet sich demnach ein mutmaßlicher Mörder sowie mehrere Männer mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen.

Um Häftlinge vor Infektionen zu schützen, hatten die Behörden zuletzt Besuche im Gefängnis verboten und Freigänge eingeschränkt. Die Maßnahmen stießen auf vehementen Widerstand. In mehr als 20 Gefängnissen in Italien - unter anderem in Rom, Mailand, Neapel und Bari - rebellierten seit Sonntag mehr als 6.000 Gefangene.

13 Häftlinge kamen dabei laut Justizministerium ums Leben. Die meisten von ihnen starben demnach an einer Überdosis, nachdem sie die Krankenstationen der Gefängnisse überfallen hatten. Rund 40 Gefängniswachen wurden bei den Ausschreitungen verletzt.

Nach Angaben des Justizministeriums werden nun landesweit rund 100.000 Atemschutzmasken in italienischen Gefängnissen verteilt, zudem sollen Häftlinge auf das Coronavirus getestet werden, die zuvor in andere Haftanstalten verlegt worden waren.

 19:24

Land Tirol verbietet Besuche in Krankenhäusern

Das Land Tirol hat ein generelles Besuchsverbot in Krankenhäusern ausgesprochen. Das Verbot gelte für alle Spitäler, sagte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) Mittwochabend bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Ausnahmen soll es nur etwa für Besuche bei Kindern und in der Palliativbetreuung geben. Es handle sich um eine "wichtige Maßnahme", die der Wunsch von allen Spitalern gewesen sei.

 19:15

Skibetrieb in Ischgl ab Samstag untersagt

Das Land Tirol greift in Sachen Coronavirus zum ersten Mal zu einer drastischen Maßnahme, was den Wintertourismus betrifft: Ab Samstag ist der Skibetrieb im Wintersportort Ischgl für zwei Wochen untersagt, erklärte LH Günther Platter Mittwochabend bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Es handle sich um eine "einschneidende Maßnahme", so Platter.

 18:58

Vorerst noch keine Regelung für Entgeltfortzahlung

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat klargestellt, dass zunächst noch keine neuen Maßnahmen getroffen wurden, um die Entgeltfortzahlung für Eltern, die zur Kinderbetreuung zu Hause bleiben, neu zu regeln. Derzeit sei es so, dass Kinder unter 14 Jahren ohne häusliche Betreuungsmöglichkeiten in der Schule weiter betreut werden können. Dass Kinder unter 14 Jahren zu Hause bleiben sollen, sei freiwillig.

Am Donnerstag werde es dazu Gespräche auf Regierungsebene gemeinsam mit Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) geben. Dabei sollen die budgetären und arbeitsrechtlichen Konsequenzen besprochen werden.

Der Bundeskanzler verwies darauf, dass es grundsätzlich Regelungen wie Pflegezeiten, und Entgeltfortzahlungen gebe. Es bestehe hier die Notwendigkeit, in den Betrieben Regelungen zu finden. "Dort wo es möglich ist, soll man auf Teleworking zurückgreifen." Mit gutem Willen, sei es möglich, gute Regelungen zu treffen, gab er sich überzeugt.

Fragen wie die der Entgeltfortzahlung werde man klären. Jetzt aber müsse der Fokus auf der Frage liegen: "Wie verhält man sich richtig, um die Gesellschaft, ältere Menschen, bestmöglich zu schützen". Es gebe hier "natürlich wirtschaftliche Auswirkungen", konstatierte Kurz.

Ziel sei es, dass hundert Prozent der Oberstufenschüler zuhause bleiben und drei Viertel der unter 14-Jährigen. Sollte das nicht umsetzbar sein, so werde man weiter Maßnahmen andenken, hieß es dazu.

Die derzeitigen Regelungen sehen eben für jene, die die Kinder nicht selbst betreuen können, Betreuungsmöglichkeit vor. Wenn andere Maßnahmen notwendig sein werden, werde man das klären. "Noch sind wir dort nicht".

 18:11

411.000 Oberstufenschüler bleiben ab Montag zuhause

Von den Mittwoch am Nachmittag von der Regierung verkündeten Schulschließungen sind ab Montag zunächst Schüler ab der neunten Schulstufe betroffen. Derzeit gibt es laut Daten der Statistik Austria von der 9. bis zur 13. Schulstufe rund 410.000 Schüler. Sie besuchen eine AHS-Oberstufe, eine berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS), eine Polytechnische oder eine Berufsschule.

Ab Mittwoch wird dann für alle anderen Schüler der Unterricht eingestellt. Das betrifft also die rund 350.000 Schüler an den Volksschulen sowie die etwa 340.000 Schüler an den AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen - in Summe als mehr als 690.000 Schüler (alle Daten: Schuljahr 2018/19). Für diese Schüler der ersten acht Schulstufen wird es aber Betreuungsmöglichkeiten in den Schulen geben.

Das gilt auch für die mehr als 300.000 Kinder unter sechs Jahren, die derzeit eine Kinderbetreuungseinrichtung besuchen: Sie sollen möglichst zu Hause bleiben, aber auch für sie wird es Betreuung geben, wenn es möglich ist.

 17:51

Kindergartenkinder sollen zuhause bleiben

Auch Kindergartenkinder sollen nach Möglichkeit zuhause bleiben, lautete der Appell der Regierung. Wie für Unterstufenschüler soll es für diese ebenfalls eine Betreuungsmöglichkeit geben, wenn für die Eltern keine andere Alternative möglich ist. Der Entscheidung waren Beratungen mit den Landeshauptleuten sowie den Sozialpartnern über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus vorausgegangen.

 17:50

Kurz: Bis Ostern kein Unterricht

Die Schul-Maßnahmen gelten vorerst bis Ostern - der Ostersonntag ist der 12. April -, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) Mittwochnachmittag in der Pressekonferenz nach den Beratungen mit den Sozialpartnern im Bundeskanzleramt. Das "ultimative Ziel" sei es, weniger soziale Kontakte zu erreichen. Geplant ist es, den Unterricht auf digitalem Weg fortzusetzen.

"Das bedeutet, dass alle, die zu Hause betreut werden können, auch zu Hause betreut werden sollen", so der Appell des Kanzlers. "Wer keine Möglichkeit hat, der kann weiter seine Schüler in die Schulen bringen." Gleichzeitig betonte Kurz, dass die Großeltern nicht zur Betreuung herangezogen werden sollen: "Kinder dürfen keinesfalls zu den Großeltern gebracht werden, das sind die Personen, die wir bestmöglich schützen wollen."

Mit der Möglichkeit der Betreuungsangebote soll auch garantiert werden, dass jene Eltern, die in systemkritischen Berufen arbeiten, weiter ihrer Tätigkeit nachkommen können. Kurz nannte als Beispiele das Gesundheitspersonal, Polizisten oder etwa Busfahrer - "damit unsere Gesellschaft, das Leben im Land funktioniert".

 17:42

WHO stuft Verbreitung als Pandemie ein

Die Weltgesundheitsorganisation stuft die Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nun als Pandemie ein. Das sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

 17:40

Österreich schließt Montag Oberstufen, Rest ab Mittwoch

In ganz Österreich werden zur Eindämmung des Coronavirus ab kommenden Montag die Schulen teilweise geschlossen. Betroffen von den Sperren sind zunächst nur die Oberstufenschüler. Ab Mittwoch wird auch der Unterricht für alle anderen Schüler (bis 14) eingestellt, es wird aber für diese die Möglichkeit der Betreuung in den Schulen geben. Das gab die Bundesregierung am Mittwochnachmittag bekannt.

 17:01

Linzer Bäder haben ab Donnerstag geschlossen

Die Linzer Bäder stellen ab Donnerstag ihren Betrieb ein. Außer den Hallenbädern sperren in den Anlagen auch die Sauna-und Wellnesseinrichtungen sowie die Eisflächen im Parkbad zu. Wann wieder geöffnet wird, stand am Mittwoch noch nicht fest. Die Linz AG Bäder wird entsprechend informieren, hieß es in einer Presseaussendung.

Der städtische Versorger hat sich aufgrund des Erlasses der Bundesregierung zu dieser Maßnahme entschlossen. Die EurothermenResorts in Oberösterreich mit Bad Schallerbach, Bad Hall und Bad Ischl sowie die Therme Geinberg hatten vorerst noch normalen Badebetrieb.

 16:52

Schönbrunn und andere Sehenswürdigkeiten geschlossen

Nach der Schließung der Bundesmuseen und jener der Stadt Wien hat das Wirtschaftsministerium am Mittwochnachmittag nachgezogen. Die Sehenswürdigkeiten in seinem Wirkungsbereich werden geschlossen. Das betrifft insbesondere Schönbrunn in Wien, und zwar sowohl das Schloss als auch der Tiergarten. Dazu kommen die Hofburgen Wien und Innsbruck, das Möbelmuseum Wien und die Schlösser Hof und Niederweiden.

Oberstes Ziel sei der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung. Die Maßnahmen dienen zur Eindämmung des Virus, betonte das Ministerium in einer Aussendung.

Auch der Ostermarkt Schönbrunn ist am Mittwochnachmittag abgesagt worden. Als Begründung gaben die Veranstalter die Verordnung der Bundesregierung an, dass Outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern zur Eindämmung des Coronavirus nicht abgehalten werden dürfen. Man bemühe sich um einen Termin für eine Ersatzveranstaltung, hieß es.

 15:48

Sehenswürdigkeiten am Mittwoch vielfach noch offen

Das Coronavirus und die Maßnahmen dagegen haben am Mittwoch bereits vielfach Spuren hinterlassen. An normalerweise durchaus stark bevölkerten Plätzen Wiens war es am Vormittag so ruhig wie an einem Sonntagvormittag. Und auch die heimischen Sehenswürdigkeiten, wenn sie überhaupt offen waren, merkten bereits ein Ausbleiben der Besucher. Geöffnet waren aber noch viele, wie ein Rundruf der APA ergab.

In Wien blieben die Bundesmuseen geschlossen. Das betraf unter anderem das Kunsthistorische Museum, die Albertina, das Belvedere, das Museumsquartier und einige Häuser mehr. Die Museen der Stadt Wien schlossen sich dem an. Für Touristen, so noch welche in der Stadt waren, gab es dennoch ein attraktives Programm. "Wir haben noch offen", hieß es etwa beim Schloss Schönbrunn. Man sei aber mit den Behörden bezüglich weiterer Maßnahmen in Kontakt. Das galt auch für die Hofburg. Auch der Schönbrunner Tiergarten hielt weiter offen.

Besuchbar blieb auch das Stift Melk. "Wir haben aber Kulturveranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abgesagt", hieß es. Die Kaiservilla in Bad Ischl hat im den Wintermonaten bis inklusive März ohnehin nur jeweils am Mittwoch offen. "Heute sind wir geöffnet. Wie es nächste Woche aussieht, werden wir sehen", sagte eine Vertreterin der Sehenswürdigkeit. Auch die Salzwelten mit den Standorten Hallein, Hallstatt und Altaussee blieben geöffnet. Bei maximal 54 Personen pro Führung gab es kein Problem mit der Veranstaltungsobergrenze von 100 Personen. "Und es ist derzeit sehr ruhig."

In Salzburg blieben die Festung Hohensalzburg und das Geburtshaus Mozarts offen. "Wir stehen aber mit den Behörden in engem Kontakt und rechnen stündlich mit Änderungen", sagte eine Sprecherin der Festung zur APA. Offen waren zunächst auch die Tiroler Landesmuseen, die Swarovski Kristallwelten in Wattens oder steirische Sehenswürdigkeiten wie das Gestüt Piber.

 15:48

SCS/Donau Zentrum: Zuletzt deutlicher Besucherschwund

Wegen des Coronavirus registrieren die Shopping City Süd (SCS) südlich von Wien und das Donau Zentrum (DZ) in Wien seit Dienstag "einen deutlichen Rückgang bei den Besucherzahlen". Im Februar habe man gesamt betrachtet noch mit einer Frequenzsteigerung gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen, hieß es am Mittwochnachmittag auf APA-Anfrage.

Die SCS ist das größte Einkaufszentrum österreichweit, das Donau Zentrum das größte in Wien. Um der Virus-Ausbreitung entgegen zu wirken, seien seitens des Centermanagements bereits im Februar proaktiv Schritt gesetzt worden, so Anton Cech, Head of Shopping Center Management bei Unibail-Rodamco-Westfield in Österreich.

Man habe die Reinigungsintervalle im gesamten Center und den Toilettenanlagen erhöht. Info-Desks und die Toilettenanlagen seien mit Desinfektionsgel ausgestattet worden. Und an die Mieter seien mehrere Schreiben gegangen mit der Aufforderung, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Sachen Schutzmaßnahmen zu sensibilisieren.

Die SCS in Vösendorf bei Wien (NÖ) verzeichnete zuletzt rund 24,5 Millionen Besucher pro Jahr - und mehr als 5.000 Mitarbeiter. Das Donau Zentrum zählt im Jahr 19 Millionen Besucher und hat 3.600 Mitarbeiter.

 15:41

Coronavirus/Handball: Keine Spiele in obersten Männer-Ligen bis 3.4.

Näheres folgt....

 15:23

Europa verschärft Maßnahmen gegen Epidemie weiter

In Europa sind Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie am Mittwoch weiter verschärft worden. Nicht nur in Österreich wurden drastische Maßnahmen ergriffen. Polen und die Ukraine etwa wollen Schulen schließen. Die Regierung im besonders stark betroffenen Italien kündigte ein Notprogramm an. China, dem Ausgangspunkt der Epidemie, meldete unterdessen eine weitere Entspannung der Lage.

Die Hälfte der 25 Milliarden Euro des Coronavirus-Notprogramms stehe für Sofortmaßnahmen zur Verfügung, teilte Italiens Regierungschef Giuseppe Conte nach Agenturberichten mit. Die andere Hälfte sei für "mögliche weitere Bedürfnisse" des Landes im Kampf gegen das Virus gedacht.

In der Nacht auf Dienstag hatte Conte das ganze Land bereits zur "Schutzzone" mit umfangreichen Reisebeschränkungen und Versammlungsverboten erklärt. Reisen sind nur noch aus dringenden beruflichen oder gesundheitlichen Gründen erlaubt, alle kulturellen, religiösen und Sportveranstaltungen wurden untersagt. Die Schulen und Hochschulen des Landes wurden schon vorher geschlossen.

In Italien haben sich bereits mehr als 10.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Mehr als 630 Infizierte starben. In Spanien wurden bisher mehr als 2.000 Infizierte und 47 Todesopfer registriert, in Frankreich mehr als 1.700 Infizierte und 33 Todesopfer. Danach folgt Deutschland mit mehr als 1.600 Infektionen und drei Todesopfern.

Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki verkündete am Mittwoch eine zweiwöchige Schließung aller Kindergärten, Schulen, Universitäten sowie Kultureinrichtungen. "Der Kampf gegen die Ausbreitung des Virus ist für uns eine Priorität", begründete er die Entscheidung. Polen hatte zuvor bereits Gesundheitschecks an seinen Grenzen und ein Verbot von Massenveranstaltungen beschlossen.

Die Ukraine schließt ab Donnerstag Schulen und Hochschulen für drei Wochen, Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern wurden untersagt. In der Hauptstadt Kiew werden auch Kindergärten und Vergnügungsstätten geschlossen, wie Bürgermeister Witali Klitschko mitteilte.

In Deutschland gibt es kein landeseinheitliches Verbot von Großveranstaltungen. Schulschließungen steht Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) skeptisch gegenüber.

In Slowenien werden an der Grenze zu Italien an sechs Kontrollpunkten eingerichtet Gesundheitschecks durchgeführt werden. Serbiens Behörden haben alle öffentlichen Versammlungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern untersagt. Nach der Hauptstadtregion Madrid will auch Katalonien mit einer Schließung aller Schulen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ankämpfen.

Der US-Bundesstaat New York setzt im Kampf gegen die Epidemie nun die Nationalgarde ein. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag ankündigte, sollen die Nationalgardisten in der New Yorker Vorstadt New Rochelle in einer neu eingerichteten Sicherheitszone Einwohner mit Lebensmitteln versorgen und öffentliche Einrichtungen säubern.

Während die Infektionszahlen in anderen Weltregionen immer weiter zunehmen, hat China nach eigenen Angaben den Höhepunkt der Epidemie bereits hinter sich. Die nationale Gesundheitskommission gab am Mittwoch lediglich 22 neue Todesfälle und 24 neue Infektionsfälle bekannt.

Die Restriktionen in der Millionenmetropole Wuhan, dem bisherigen Epizentrum der Epidemie, wurden gelockert. Einige Unternehmen in der Hauptstadt der Provinz Hubei dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Ankömmlinge aus dem Ausland müssen in Peking nun allerdings zwei Wochen in Quarantäne.

 15:17

Treffen der EU-Justizminister am Freitag abgesagt

Als Vorsichtsmaßnahme ist ein für Freitag geplantes Treffen der EU-Justizminister wegen des neuartigen Coronavirus in Brüssel abgesagt worden. Das Treffen der Innenminister am gleichen Tag soll wegen drängender Entscheidungen aber stattfinden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen erfuhr.

Die Minister wollen unter anderem strategische Leitlinien der kommenden Jahre für Justiz und Inneres verabschieden. Außerdem soll über den Stand der Dinge an der griechischen EU-Außengrenze beraten werden.

Nachdem die Türkei am 29. Februar die Grenzen zur EU für offen erklärt hatte und Tausende Migranten Richtung Griechenland drängten, hatte die Staatengemeinschaft in großem Umfang Hilfe zugesagt - unter anderem 350 Millionen Euro sowie mehr Unterstützung der EU-Grenzschutzagentur Frontex. Zudem wollen die Innenminister über die Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus beraten.

 14:58

Handel wäre von Schulschließungen besonders betroffen

Mögliche Schul- und Kindergartenschließungen wegen des Coronavirus und damit verbundene Kinderbetreuungspflichten könnten im heimischen Handel zu einem Personalengpass führen. In der Handelsbranche in Österreich gibt es mehr als 400.000 Angestellte, rund zwei Drittel davon Frauen. Der "Home Office"-Aufruf der Bundesregierung lässt sich im Handel mit seinen vielen Filialen nur schwer umsetzen.

Die Lebensmittelkette Spar bereitet sich bereits auf den Fall der Fälle vor: "An der Personaleinteilung im Falle einer großräumigen Schließung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wird aktuell gearbeitet", sagte Spar-Sprecherin Nicole Berkmann zur APA. Bei Rewe (u.a. Billa, Merkur, Penny) wird "gerade intern evaluiert".

Beim Lebensmitteldiskonter Hofer will man als "familienfreundlicher Arbeitgeber" auch entsprechende Lösungen finden. "Unsere Mitarbeiter sind daher angehalten, bei der Schließung von Kindergärten und Co. auf alternative Betreuungsmöglichkeiten zurückzugreifen. Gelingt dies nicht, können unsere Mitarbeiter in Abstimmung mit dem Vorgesetzten zu Betreuungszwecken zuhause bleiben, dies ist für uns bezahlte Arbeitszeit", hieß es von Hofer zur APA. Überstunden, die durch Vertretungstätigkeiten anfallen, würden "selbstverständlich entsprechend abgegolten".

Auch die Wirtschaftskammer hat die Auswirkungen des Coronavirus auf die Handel-Personalsituation im Blick. "Wir wollen noch den heutigen Sozialpartnergipfel abwarten", so Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer. Danach werde man "die Lage neu bewerten".

 14:47

Katholische Kirche Kärnten untersagt Kommunion

Die Katholische Kirche Kärnten hat am Mittwoch wegen des Coronavirus gravierende Einschnitte im Kirchenleben beschlossen. So wird ab sofort die Spendung der Kommunion untersagt. Pfarren werden angewiesen, Taufen, Hochzeiten und Seelenmessen zu verschieben und Bischof Josef Marketz sagte bis 3. April alle öffentlichen Termine ab, teilte die Diözese Gurk in einer Aussendung mit.

Generell werden sämtliche Veranstaltungen der Katholischen Kirche Kärnten "unabhängig von der Teilnehmerzahl" ausgesetzt - ausgenommen sind einzig und allein Gottesdienste. Und auch für die gelten spezielle Regeln: Die Pfarren müssen darauf achten, dass bei Gottesdiensten in Kirchen die Teilnehmerzahl von 100 Personen nicht überschritten wird. Messbesucher sollen einen Mindestabstand von einem Meter zueinander einhalten, außerdem soll vermieden werden, dass Chormitglieder auf zu engem Raum zusammenstehen. Der Friedensgruß darf nicht durch Handschlag, sondern nur durch Blicke oder Zunicken stattfinden, auch die Weihwasserbecken werden entleert. "Die Gläubigen werden ersucht, Sonntagsgottesdienste vor allem via Radio, Fernsehen oder Livestreams, die von Pfarren angeboten werden, mitzufeiern", hieß es in der Aussendung der Diözese.

 14:00

Fußball-Ländermatch in Wien gegen Türkei ohne Fans

Das freundschaftliche Fußball-Länderspiel Österreich gegen die Türkei am 30. März im Wiener Ernst-Happel-Stadion wird aufgrund der von den Behörden angeordneten Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus ohne Publikum ausgetragen. Dies teilte der ÖFB am Mittwoch mit. Der Preis für die bereits erworbenen Tickets werde refundiert, hieß es weiters.

 13:54

Kärnten kündigt Schließung von zwei Grenzübergängen an

Kärnten wird als Reaktion auf die aktuelle Lage in Sachen Coronavirus zwei Grenzübergänge nach Italien komplett schließen. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz sagte, habe man ein Ansuchen gestellt, dass die Grenzübergänge Nassfeld und Plöckenpass, beide im Bezirk Hermagor, geschlossen werden. Die Sperre soll in den kommenden Tagen in Kraft treten.

Neben den beiden Grenzübergängen im Bezirk Hermagor gibt es in Kärnten zwei weitere nach Italien: Bei Thörl-Maglern im Bezirk Villach-Land, über die Südautobahn (A2), beziehungsweise über die Bundesstraße. Kaiser kündigte an, dass auch diese Bundesstraße im Grenzbereich in der Zeit von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr gesperrt wird, um den Verkehrsstrom ausschließlich über den Autobahn-Kontrollplatz zu führen. "Wir übernehmen für ganz Österreich eine sehr hohe Verantwortung", betonte Kaiser.

Er verwies auch auf eine Videokonferenz von Landeshauptleuten und Bundeskanzler, die für 14.00 Uhr angekündigt war und bei der man über weitere Maßnahmen beraten werde. Für Kaiser sei es übrigens keine Frage ob, sondern wann es zu Schulschließungen in Österreich kommt: "Das wird wahrscheinlich der gewaltigste Einschnitt." Der Landeshauptmann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass 14- bis 30-Jährige wegen ihrer vielen sozialen Kontakte besonders häufig Virenträger und -verbreiter sind: "Da müsste man schauen, ob nicht der Oberstufenbereich als größte Risikogruppe bewertet wird und man Pflichtschulen und den Elementarpädagogik-Bereich offen lässt."

Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) verwies zum wiederholten Mal auf die Einhaltung der Hygieneregeln und gab bekannt, dass man auch in der Landesregierung das Händeschütteln einstellen werde. Wobei sie betonte: "Es muss niemand Einsiedler werden, aber jeder sollte die Hygiene beachten."

 13:53

Wiener Bäder und Öffis bleiben in Betrieb

Wien hat am Donnerstag eine Verordnung erlassen, in dem die Vorgaben des Bundes zum Umgang mit dem Coronavirus umgesetzt werden. Dies betrifft in erster Linie die Einschränkungen bei den Veranstaltungen. Der öffentliche Verkehr wird nicht reduziert, auch die Bäder bleiben in Betrieb. Auch Nahversorger oder Einkaufszentren bleiben geöffnet.

Entsprechend den Bundesvorgaben sind Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen im Freien oder mit 100 Besuchern in geschlossenen Räumen bis vorerst 3. April untersagt. Treffen wird dies in etwa Flohmärkte - jener am Naschmarkt wird im betreffenden Zeitraum etwa nicht stattfinden.

In Wien sind derzeit rund 50 Personen positiv getestet, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) in einer Pressekonferenz ausführte. Zwölf Patienten befinden sich in Spitälern, davon vier auf Intensivstationen. Täglich kommen laut Hacker fünf bis zehn infizierte Menschen dazu, erläuterte der Stadtrat. An die 400 Personen befinden sich in Quarantäne zuhause. Es handelt sich dabei vor allem um Angehörige von Erkrankten und Verdachtsfälle.

 13:52

ÖFB-Länderspiel gegen Türkei in Wien ohne Zuschauer

Näheres folgt....

 13:25

Arbeiterkammer sagt Veranstaltungen ab

Auch Veranstaltungen der Arbeiterkammer fallen dem Coronavirus zum Opfer. Ausdrücklich angekündigt haben dies bereits die Arbeiterkammern Wien, Oberösterreich und Tirol. Allerdings wird die Lage je nach Bundesland unterschiedlich gehandhabt.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat alle Veranstaltung bis Ende März abgesagt, zugleich wurden aber die Beratungskapazität online und am Telefon erhöht, teilte die Organisation mit.

Die Arbeiterkammer Tirol hat alle Veranstaltungen ab heute, Mittwoch, bis Ende April ausgesetzt. Dazu gehören die Tourneen von AK Kindertheater und AK Comedy sowie alle Infoabende in der AK in Innsbruck und in den AK-Bezirkskammern und die Josefsmesse in der Innsbrucker Jesuitenkirche. Nicht davon betroffen sind vorerst die persönlichen Beratungen der Mitglieder sowie die Steuersprechtage, die als Einzelberatung durchgeführt werden.

In der Arbeiterkammer Wien sind vorerst alle Veranstaltungen bis zum 22. März abgesagt, wie es auf APA-Anfrage hieß. Dazu gehört auch ein Vortrag des französischen Ökonomen Thomas Piketty, der nun als Livestream angeboten wird.

 13:10

Wien-Marathon am 19. April abgesagt

Das Coronavirus hat nun auch zur Absage des 37. Vienna City Marathons (VCM) am 19. April geführt. Dies teilten die Veranstalter am Mittwoch in einer Aussendung mit. Zu Österreichs größter Laufveranstaltung waren 45.000 Teilnehmer aus 130 Ländern in Wien erwartet worden.

"Im Licht einer länderübergreifend bestehenden Gesundheitskrise sowie aus Verantwortung gegenüber allen Läuferinnen und Läufern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der gesamten Bevölkerung können wir nicht anders, als von einer Durchführung des VCM abzusehen", betonte Veranstalter Wolfgang Konrad.

 13:04

Bildungsdirektion Wien richtet pädagogische Hotline ein

Die Bildungsdirektion Wien hat im Zusammenhang mit den möglicherweise bevorstehenden Schulschließungen wegen des Coronavirus eine "Pädagogische Hotline" eingerichtet. Eltern, Schüler und Lehrer werden unter der Telefonnummer 01/52525-77048 dabei unterstützt, wie sie beispielsweise Zugang zu Arbeitsmaterialien und Informationen über bestehende Online-Lernplattformen bekommen.

 12:55

Mehrere Wiener Großdiscos bleiben vorerst geschlossen

Auch auf das Nachtleben hat das Coronavirus massive Auswirkungen. Mehrere Discos und Clubs in Wien haben bereits Konsequenzen aus dem Erlass der Bundesregierung gezogen und bleiben vorerst geschlossen, wie ein APA-Rundruf ergab. Dazu zählen beispielsweise der Praterdome, der Volksgarten oder die Pratersauna.

Die Anordnung des Bundes sieht vor, dass Versammlungen mit mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen untersagt sind. Die Großraumdiscos Praterdome am Riesenradplatz und der A-Danceclub in der Millennium City haben ab sofort geschlossen, hieß es beispielsweise auf APA-Nachfrage. Auch der Szeneclub Pratersauna in der Waldsteingartenstraße hat zu, teilte ein Sprecher der Dots-Gruppe mit. Der Betrieb in den Locations ist nach derzeitigem Stand bis 3. April eingestellt - bis dahin gilt die Anordnung des Bundes.

Auch die gleichnamige Kult-Diskothek beim Volksgarten öffnet heute nicht. "Es ist eine Katastrophe", sagte Betreiber Michael Böhm der APA. Ein eingeschränkter Betrieb mit maximal 100 Personen sei wirtschaftlich nicht machbar: "Bei uns liegt der Break-even weitaus höher."

Eine andere Lösung gibt es für den Club VIE i PEE, der sich Wand an Wand mit der Pratersauna befindet. Dort soll ein eingeschränkter Betrieb für maximal 100 Personen stattfinden, so der Dots-Sprecher. Wenn es die Wetterbedingungen zulassen, könne auch der Garten mitgenutzt werden.

 12:52

Kosten für Luftfracht von und nach China explodieren

Die Transportkosten für Luftfracht sind nach Angaben aus der Branche infolge der Stilllegung vieler Passagierjets wegen des Coronavirus explodiert. Dazu läuft jetzt auch die Industrieproduktion in China wieder an

"Die Preise sind um das Dreifache gestiegen, weil es kaum Kapazitäten gibt", sagte der Chef des israelischen Logistikunternehmens Unicargo, Refael Elbaz, das viele Transporte für den Online-Händler Amazon abwickelt. Andere Unternehmen der Logistikbranche informierten ihre Kunden, dass die Frachtpreise für die Route China-USA "abnormale Höhen" erreicht hätten.

Rund die Hälfte der weltweiten Luftfracht wird normalerweise von Passagierjets transportiert. Da wegen der Coronavirus-Epidemie die Fluggastzahlen eingebrochen sind, lassen viele Airlines ihre Maschinen am Boden. Nach Angaben des Transportvermittlers Agility Logistics sind die Luftfrachtkapazitäten Chinas im Februar um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

 12:49

Gedenkstätte Auschwitz für zwei Wochen geschlossen

Die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau bleibt zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus bis zum 25. März geschlossen. Man folge damit einer entsprechenden Anordnung der polnischen Regierung, teilte die Gedenkstätte am Mittwoch per Twitter mit.

Zuvor hatte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bekanntgegeben, dass Museen, Kinos und Theater für einen Zeitraum für zwei Wochen für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Das gleiche gilt für alle Kindergärten, Schulen und Universitäten des Landes.

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau verzeichnet jährlich nach eigenen Angaben mehr als eine Million Besucher. Der Name Auschwitz hat sich als Synonym für den Holocaust und Inbegriff des Bösen weltweit ins Bewusstsein eingebrannt. Allein dort brachten die Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen um, zumeist Juden. In ganz Europa ermordeten sie während der Shoah etwa sechs Millionen Juden.

 12:45

Bundeskanzler Kurz mit Statement cach Corona-Ministerrat

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 12:38

Rendi-Wagner fordert "Schutzschirm" für Arbeitsplätze

Einen "Schutzschirm für Arbeitsplätze und Wirtschaft" fordert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Coronavirus im Rahmen zu halten. Die Regierung müsse sich rasch mit den Sozialpartnern abstimmen, um gemeinsam zu Lösungen zu kommen, meinte sie laut einem Pressestatement. "Mehr als skeptisch" sähe Rendi-Wagner eine generelle Schließung der Schulen.

Um die Frage der Schulschließung zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen geht es Mittwochnachmittag bei einem Sozialpartner-Gipfel im Bundeskanzleramt. Dort soll geklärt werden, wie in der Wirtschaft mit dem Ausfall der Eltern umgegangen wird, wenn die Kinder zu Hause betreut werden müssen.

Rendi-Wagner - sie ist Ärztin - ist allerdings aus medizinischen Gründen dagegen, alle Schulen zu schließen. Wenn, dann sollte man dies auf die Oberstufen begrenzen. Denn die über 14-Jährigen müssten nicht betreut werden. Können auch jüngere Kinder nicht zur Schule, würden zur Betreuung oft die Großeltern einspringen. Und sie sind genau jene Gruppe, die besonders vor einer Corona-Infektion geschützt werden muss, unterstrich Rendi-Wagner auf Facebook.

 12:36

Nationaler Sicherheitsrat tagt am Abend

Am Mittwochabend wird im Bundeskanzleramt auf Initiative von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) der Nationale Sicherheitsrat zusammentreten, um über das Thema Coronavirus zu debattieren. Kurz will dabei u.a. alle Parlamentsparteien über den Stand der Dinge informieren, erfuhr die APA aus dem Kanzleramt. Der Beginn der Sitzung ist für 20.30 Uhr anberaumt.

 12:30

Johanniter sagen Kurse und Veranstaltungen ab

Um das Ansteckungsrisiko und die Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) zu unterbinden, sagen die Johanniter mit sofortiger Wirkung alle Veranstaltungen und Kurse ab. Diese Regelung gilt österreichweit für alle Pflegeausbildungen, ARC-Kurse sowie Erste-Hilfe-Kurse, die auf den Johanniter-Stationen sowie in auswärtigen Einrichtungen abgehalten werden.

Die Absage gilt vorerst bis 15. April 2020. KursteilnehmerInnen werden aktuell von den Johannitern informiert. Bereits bezahlte Kurskosten werden refundiert.

"Gerade als Rettungsorganisation müssen wir besondere Vorsicht walten lassen, um die Verbreitung des Coronavirus hintanzuhalten. Die Johanniter bitten angesichts der aktuellen Lage um Verständnis!", so Dr. Emich, Bundesarzt der Johanniter.

 12:27

Kurz berät sich mit Landeshauptleuten am Nachmittag

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird am Mittwochnachmittag (14.00 Uhr) mit den Landeshauptleuten via Video-Konferenz das weitere Vorgehen in Sachen Coronavirus besprechen. Laut Informationen aus dem Kanzleramt sollen alle Landeschefs daran teilnehmen.

Kurz wird dabei mit den Ländervertretern die bereits gesetzten Maßnahmen besprechen, aber auch über allfällige weiter Maßnahmen beraten, hieß es aus seinem Büro.

Um 15.00 Uhr folgt dann der Sozialpartnergipfel im Bundeskanzleramt. Erwartet wird, dass es dabei u.a. um die Handhabung der Auswirkung möglicher Schulschließungen geht, etwa den Umgang mit Betreuungspflichten.

 12:24

Merkel: Liquiditätshilfen für deutsche Firmen

Das Coronavirus geht an der Wirtschaft nicht spurlos vorbei, sagt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre Regierung habe daher schnell gehandelt. Sie werde noch in dieser Woche Liquiditätshilfen für Firmen bereitstellen, insbesondere über die staatliche Förderbank KfW.

Die Staats- und Regierungschefs der EU hätten vereinbart, sowohl den Stabilitäts- und Wachstumspakt wie auch die Beihilferegeln flexibel zu halten.

Indes hat der deutsche Wirtschaftsminister angesichts der Coronakrise Wirtschaftsforscher sowie Vertreter der Bundesbank zu Beratungen eingeladen. Das Treffen ist am 24. März geplant.

Die Coronaepidemie sei eine "wirtschaftspolitische Herausforderung", heißt es in der Einladung Altmaiers. "Zunächst brauchen wir ein klares Bild über Szenarien der wirtschaftlichen Auswirkungen. Dann müssen wir bereit sein, entschlossen zu handeln." Eine "nüchterne Analyse und Kommunikation" diene dazu, die Erwartungen der Wirtschaftsteilnehmer und der Bürger zu stabilisieren.

Eingeladen sind etwa "Wirtschaftsweise" wie Lars Feld und Achim Truger, daneben die Vizepräsidentin der Bundesbank, Claudia Buch, sowie Ifo-Präsdient Clemens Fuest und Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft Kiel.

Fuest und der Österreicher Felbermayr hatten zusammen mit anderen Ökonomen die deutsche Regierung am Mittwoch aufgefordert, entschlossener zu handeln, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus einzudämmen.

 12:21

Katalonien kündigt Schulschließungen an

Nach der Hauptstadtregion Madrid will auch Katalonien mit einer Schließung aller Schulen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ankämpfen. Dies bestätigte die katalanische Delegierte in Wien, Krystyna Schreiber, am Mittwoch gegenüber der APA. "Wir erwarten, dass wie in Madrid und La Rioja alle Schulen geschlossen werden", sagte sie.

In Katalonien wurden bis Dienstag 125 Coronavirus-Infektionen und drei Covid-19-Todesopfer verbucht, womit die nordöstliche Region bisher deutlich glimpflicher davongekommen ist als andere Landesteile. In ganz Spanien lag die Bilanz bei 1578 Infizierten und 35 Toten.

Sorge mache vor allem die Lage in Barcelona, wo viele Italiener leben. Auch seien in der Millionenmetropole bereits drei Stadträte infiziert und unter Quarantäne gestellt worden. Derzeit sei die Stadt "noch nicht so betroffen, aber das könnte sich ändern", hieß es seitens der katalanischen Vertretung in Österreich.

Weil die katalanische Regierung keine Kontrolle über das Territorium habe, könne sich die Region anders als Österreich nicht mit Einreisekontrollen schützen. "Wir kontrollieren die Grenze nicht, das liegt nicht in der Hand der Regionalregierung", sagte Schreiber. Allerdings sei das regionale Gesundheitsministerium befugt, Schulschließungen und Telearbeit anzuordnen. Auch Großveranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern wurden bereits untersagt.

 12:17

Schweiz schließt kleinere Grenzübergänge nach Italien

Im an Italien grenzenden Schweizer Kanton Tessin werden neun kleinere Grenzübergänge wegen des Coronavirus geschlossen. Der Grenzverkehr soll nur noch über die größeren Übergänge möglich sein, teilte die zuständige Zollverwaltung am Mittwoch mit. Es handelt sich um eine Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Zahlreiche Schweizer Politiker haben die Schließung aller Grenzübergänge für alle - außer dringend benötigtes Personal - verlangt. Das lehnen die Behörden bisher ab.

Das Tessin ist im Vergleich zu allen anderen Regionen mit fast 128 nachgewiesenen Coronavirus-Fällen mit Abstand am stärksten betroffen. Landesweit waren es am Mittwoch gut 600 nachgewiesene Fälle. Im Tessin arbeiten im Gesundheitswesen fast 4.000 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal aus Italien, auf die die Schweiz nicht verzichten will. Viele Betriebe haben bereits Hotelzimmer angemietet, um ihre Mitarbeiter aus Italien vorübergehend unterbringen zu können. Insgesamt kommen in normalen Zeiten aus Italien jeden Tag fast 70.000 Grenzgänger in das Tessin.

 12:17

Flugblätter der NÖ Landesgesundheitsagentur in Kliniken

Seitens der NÖ Landesgesundheitsagentur sind am Mittwoch in den Landeskliniken Flugblätter verteilt worden, in denen angesichts der aktuellen Situation mit dem Coronavirus dazu aufgerufen wird, "auf Patientenbesuche bis auf weiteres zu verzichten" bzw. "auf das Notwendigste zu reduzieren". Ein derartiger Appell war am Vortag auch bereits seitens der Politik ergangen.

"In nächster Zeit andere Möglichkeiten der Kommunikation zu nutzen" sei ein Beitrag, "die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten und auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten". Appelliert wurde dabei seitens der Landesgesundheitsagentur an das "Verantwortungsbewusstsein".

 12:16

Merkel appellierte an Solidarität der Bürger

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verteidigt. Es gehe darum, "dass wir das Gesundheitssystem nicht überlasten", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. Ziel sei, die Ausbreitung des Virus und die Infizierungen zu verlangsamen.

Merkel warb um Verständnis für die Einschränkungen und rief zum Zusammenhalt auf: "Da sind unsere Solidarität, unsere Vernunft, unser Herz füreinander auf eine Probe gestellt", sagte sie. "Alle Maßnahmen, die wir machen, sind von allergrößter Bedeutung, weil sie uns Zeit geben", betonte die Kanzlerin.

Es handle sich um ein Virus, "das wir nicht ausreichend kennen, für das wir keine Impfung haben, für das wir keine Therapie haben". Merkel verwies darauf, dass Infektionen bei Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen einen schwereren Verlauf haben könnten.

Es gehe darum, Prioritäten zu setzen, sagte Merkel mit Blick auf die eingeleiteten Maßnahmen. Wichtig sei, dass alle staatlichen Ebenen arbeiten und die medizinischen Möglichkeiten genutzt werden könnten. Es sei "nicht das zentrale Problem, ob ein Fußballspiel mit oder ohne Publikum stattfindet", fügte sie hinzu.

Die Kanzlerin verwies auf die Empfehlung der Regierung, Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern abzusagen. "Aber auch unterhalb dieser Schwelle kann man etwas tun und damit einen guten Beitrag leisten", betonte sie bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler.

Spahn sagte, er sei "froh", dass viele Bundesländer bereits die Grenze von tausend Teilnehmern für die Absage von Veranstaltungen umgesetzt hätten. Das bedeute aber nicht, dass alles darunter stattfinden sollte. "Gesundheit geht vor ökonomischen Fragen", betonte Spahn. Gleichwohl müssten die wirtschaftlichen Aspekte natürlich im Blick behalten werden.

 12:15

Homeoffice wird Internet nicht überlasten

Das Internet in Österreich wird nicht zusammenbrechen, wenn wegen des Coronavirus mehr Menschen von zuhause aus arbeiten. Davon ist die Telekom-Regulierungsbehörde RTR überzeugt. Engpässe könnte es aber für einzelne Firmennetzwerke geben, wenn viele Mitarbeiter gleichzeitig von außerhalb via VPN (Virtual Private Network) einloggt sind.

Grundsätzlich seien die für Homeoffice notwendigen Bandbreiten nicht sehr hoch, weil es sich meist um textbasierte Anwendungen handelt, wo kaum Daten anfallen. Außerdem ist der Datenverkehr auch bisher schon angefallen, halt am Arbeitsplatz im Büro.

Selbst vermehrte Videokonferenzen oder externe Datenbankzugriffe würden die Netze nicht überlasten, sagten RTR-Chef Klaus Steinmaurer und Gregor Goldbacher von der zuständigen Behörde am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz.

Da sich die Zugriffe bei Homeoffice auf mehr Zugangspunkte verteilen, könnte dies das Netz möglicherweise sogar entlasten. Eine kurzfristige Aufstockung der Bandbreiten wäre technisch ohnehin nicht möglich. Auch eine Umwidmung, dass Telearbeit Vorrang gegenüber anderen Anwendungen wie Videostreaming hat, ist aufgrund der Netzneutralität nicht möglich und wäre sogar gesetzlich verboten.

Auch vermehrte Zugriffe auf Online-Videotheken hält die Infrastruktur aus. Netflix, die ORF-TVthek und andere Anbieter passen die Qualität der Videostreams nämlich an die Bandbreite an. Viele Dienste schaffen auch bei geringer Bandbreite eine hohe Auflösung, weil sie die Streams komprimieren.

Die RTR geht davon aus, auch selbst bald soweit wie möglich ins Homeoffice zu wechseln. Noch gebe es eine solche Anweisung seitens der Regierung nicht. Auch an anderer Front war die Behörde schon mit dem Thema befasst. So habe sich ein Mobilfunkkunde an die Schlichtungsstelle der Behörde gewandt, weil er in Quarantäne sein Wertkartenhandy nicht aufladen konnte. In der Regel ist eine Aufladung auch aus der Ferne möglich.

 12:15

Coronavirus ist nicht über das Trinkwasser übertragbar

Die Verbreitungswege des Coronavirus wurden weltweit bestens untersucht. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über Trinkwasser/Leitungswasser infiziert haben. Ein Eintrag des Erregers in Quell- oder Brunnenwasser kann derzeit ausgeschlossen werden, da das Virus durch die Bodenpassage inaktiviert wird, versicherte die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach.

Vorhandene Desinfektionsanlagen würden einen zusätzlichen Schutz gegen virale und bakteriologische Kontamination bieten. Aus Sicht der Vereinigung sei es nicht notwendig, einen Wasservorrat anzulegen. Die Versorgung in Österreich sei auf Krisen- und Notsituationen wie die derzeitige bestens vorbereitet und daher weiterhin sichergestellt. Das bedeutet, unser Trinkwasser ist trotz Coronavirus sicher.

 12:13

AMS-Budget für Kurzarbeit heuer bereits aufgebraucht

Das Budget für Kurzarbeit für das ganze heurige Jahr, 20 Mio. Euro, ist bereits jetzt aufgebraucht. Für die erwarteten zahlreichen neuen Anträge in Folge der Krise wegen des Coronavirus braucht das Arbeitsmarktservice (AMS) daher dringend mehr Geld, wie Vertreter der Sozialpartner bereits fordern. Kurzarbeit soll Firmen und Beschäftigten helfen, Krisen zu überwinden und Kündigungen zu vermeiden.

Heuer waren bereits bis Ende Februar 21 Unternehmen in Kurzarbeit mit 1.746 betroffenen Mitarbeitern. Dazu kommen sechs Firmen, die bereits Anträge gestellt haben, darunter die Austrian Airlines (AUA). Weitere 40 Unternehmen sind bereits in der Pipeline, das heißt sie wollen Kurzarbeit in Anspruch nehmen und führen bereits konkrete Gespräche darüber mit dem AMS. Im Zusammenhang mit den von der Bundesregierung verhängten Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus wie Veranstaltungsverbote und Grenzschließungen sind zahlreiche weitere Anträge von Unternehmen auf Kurzarbeit zu erwarten.

Das heurige Budget für Kurzarbeit ist bereits ausgeschöpft: Schon für die bisherigen Kurzarbeits-Firmen sind Mittel von 12,3 Mio. Euro budgetiert, dazu kommen zwei Großprojekte mit rund 7,7 Mio. Euro kurz vor der Genehmigung. Dabei ist die AUA, die alle ihre Mitarbeiter zur Kurzarbeit anmelden möchte, noch gar nicht dabei. "Die gesetzlich vorhandenen Budgetmittel von 20 Mio. Euro für 2020 sind mit den aktuellen Kurzarbeitsprojekten bereits vollständig ausgeschöpft", teilt das AMS am Mittwoch auf APA-Anfrage mit.

 12:09

45 positive Fälle in Niederösterreich

In Niederösterreich ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Mittwoch um fünf auf 45 gestiegen. Bei bisher getesteten 637 Verdachtsfälle seien acht Ergebnisse ausständig, informierte der Sanitätsstab. Die 45 bestätigten Fälle stammen aus den Bezirken Korneuburg (27), Tulln (elf), Amstetten und Hollabrunn (je zwei), Mistelbach, Bruck a.d. Leitha sowie Mödling (je einer).

 12:09

Zahl der Fälle in der Schweiz rasant gestiegen

Die Zahl der Coronavirus-Erkrankungen in der Schweiz ist weiter rasant angestiegen: Am Mittwochmittag gab es bereits 613 bestätigte Fälle, das sind 137 mehr als noch vor 24 Stunden, wie das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Bei 32 weiteren Fällen liegt ein erstes positives Resultat vor. Werden diese bestätigt, sind es insgesamt 645 Coronavirus-Fälle in der Schweiz. Weitere Todesopfer sind nicht zu beklagen. Insgesamt starben in der Schweiz bisher drei Personen an der Covid-19-Erkrankung.

Unterdessen wurde der dritte bekannte Todesfall in Deutschland bekannt. In Nordrhein-Westfalen starb ein mit dem Coronavirus infizierter Patient im Krankenhaus.

 12:02

Intensivmedizin: Österreich in relativ guter Situation

Rund um die Covid-19-Erkrankungen stellt sich auch die Frage nach den Behandlungskapazitäten für Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf. "Österreich und Deutschland sind da in einer vergleichsweise besseren Situation als etwa Italien oder Frankreich", sagte Klaus Markstaller, Präsident der österreichischen Fachgesellschaft der Intensivmediziner (ÖGARI) gegenüber der APA.

"Wir haben insgesamt mehr Spitalsbetten pro Einwohner. Wir haben auch mehr Intensivbetten pro Einwohner", erklärte Markstaller. "In Wien haben wir nahezu 600 derartige Betten. Am AKH Wien hier sind es allein 140."

Auch wenn man sich derzeit in einer günstigen Situation befinde, gebe es aber nichts zu beschwichtigen. "Natürlich können auch wir in Österreich in eine kritische Situation kommen, je nachdem, wie die Ausbreitung des Virus erfolgt. Das ist aber nicht vorhersehbar", betonte der Experte.

Da bei schwerem Krankheitsverlauf durch eine SARS-CoV-2-Infektion die virale Pneumonie bzw. im schwersten Fall akutes Atemversagen (ARDS) im Vordergrund steht, geht es vor allem um die Kapazitäten, Betroffene zu künstlich zu beatmen. Hier sei ein stufenweises Vorgehen bezüglich der Kapazitäten notwendig, sagte Markstaller.

"Es gibt immer auch gesperrte Betten. Die wird man öffnen. Dann wird man danach trachten, in Intensivstationen befindliche Patienten möglichst schnell wieder auf Normalstationen zu transferieren. Man kann natürlich auch den Zufluss etwas steuern. Wenn für den Betroffenen kein Nachteil entsteht, wird man geplante chirurgische Eingriffe, bei denen man nachher eine intensivmedizinische Betreuung benötigt, verschieben", erklärte der Experte.

"Hinzu kommt, dass wir in Österreich neben den Intensivbetten auch relativ viele Betten auf Aufwachstationen haben, die schnell für Patienten mit Beatmungsnotwendigkeit aufgerüstet werden können", sagte Markstaller. Die Intermediate Care-Einheiten stünden damit auch zur Verfügung.

Doch die technischen Einrichtungen sind nur ein Punkt. "Das Personal ist ein kritisches Thema. Das ist jetzt schon knapp. Und schließlich können ja auch Angehörige des medizinischen Personals von Covid-19 betroffen sein", erklärte der ÖGARI-Präsident.

 12:01

Fiat schließt Werke in Italien zur Desinfektion

Der italienische Autobauer Fiat schließt seine Werke, um die Produktionsstätten gründlich desinfizieren zu können. Die Produktion sei "deutlich eingeschränkt", weil viele Beschäftigte nicht arbeiten könnten, teilte Fiat am Mittwoch mit. Die meisten Fabriken müssen demnach aber nur zeitweise schließen.

Es gehe vor allem darum, gemeinschaftlich genutzte Räume wie Kantinen, Umkleideräume oder die Toiletten gründlich zu desinfizieren, erklärte Fiat. Ansonsten habe der Autobauer bereits vor Wochen auf die Ausbreitung des Coronavirus reagiert. So sei die Arbeit von Zuhause aus erleichtert worden; fürs Personal gebe es "strikte Regeln" vor allem in den Kantinen und beim Betreten der Werksgelände.

Italien ist in Europa das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land. Dort starben bisher mehr als 600 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Fiat Chrysler, auf dem Weg der Fusion mit dem französischen Autobauer PSA, hatte 2019 schlecht abgeschnitten: Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 108 Milliarden Euro, der Gewinn ging um 19 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zurück. Fiat Chrysler baut auch die Marken Jeep, Maserati, Alfa Romeo, Dodge und Ram.

 11:59

Wiener FPÖ fordert Aufhebung der Kurzparkzonenregelung

Die Wiener FPÖ hat am Mittwoch angesichts der aktuellen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gefordert, die Kurzparkzonen bzw. Parkpickerlregelung in Wien aufzuheben. Es müsse den Bürgern die Möglichkeit geboten werden, auch ohne Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mobil zu bleiben, befand der geschäftsführende Parteichef Dominik Nepp.

"Gerade in Straßenbahnen, U-Bahnen und Autobussen ist die Ansteckungsgefahr am höchsten. Daher sollten gerade Risikogruppen diese Verkehrsmittel meiden. Es muss daher möglich sein, in Wien sein Auto ohne Parkgebühren benützen zu können", forderte der FPÖ-Politiker in einer Aussendung.

 11:54

Schulschließungen: Kritik von Rendi-Wagner

 11:52

Neun weitere Personen in Tirol infiziert

In Tirol sind am Mittwoch neun weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Betroffenen weisen zum Teil einen Bezug zu Italien und dem Tiroler Wintersportort Ischgl auf, hieß es vom Land Tirol. Damit zählt Tirol bisher 42 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind bzw. waren. Zwei Personen sind seit vergangener Woche wieder gesund.

Bei den neu Erkrankten handelt es sich um einen 54-jährigen Innsbrucker sowie zwei Männer aus Hatting, die sich zuvor in den betroffenen Regionen in Italien aufgehalten hatten. Vier weitere infizierte Menschen - zwei Frauen und zwei Männer - waren in Ischgl. Darüber hinaus wurden ein 63-jähriger Holländer in Innsbruck und ein 30-Jähriger aus Reith bei Seefeld positiv getestet. Der Holländer soll sich in seinem Heimatort angesteckt haben.

 11:49

Steirisches Universalmuseum schloss nun doch Museen

Die Museen des Universalmuseums Joanneum in der Steiermark haben am Mittwoch um 11.00 Uhr den Ticketverkauf eingestellt, sagte Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP) bei einer Pressekonferenz nach einer Sondersitzung der Landesregierung. Die Standorte werden vorerst alle geschlossen, ebenso die Landesbibliothek und das Landessportzentrum, die ab 13.00 Uhr geschlossen werden.

Auch das Leopold Museum in Wien bleibt bis Ende März geschlossen, teilte das Haus in einer Aussendung mit.

 11:35

++++ Vorarlberger NEOS-Landtagsabgeordneter erkrankt +++++

Der Vorarlberger NEOS-Landtagsabgeordnete Garry Thür hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab Klubobfrau Sabine Scheffknecht am Mittwoch im Landtag bekannt. Thür habe sich beruflich in Australien aufgehalten, sei am Freitag zurückgekehrt und befinde sich seit Montag in Quarantäne. Das positive Testergebnis habe er am Dienstag erhalten. "Ihm geht es gut", betonte Scheffknecht.

Auch seine Familie, die nun ebenfalls unter Quarantäne stehe, sei wohlauf, so die NEOS-Klubobfrau. Thür - "er sieht das sehr gelassen" (Scheffknecht) - war zu Beginn der Landtagssitzung von Landtagspräsident Harald Sonderegger (ÖVP) als "erkrankt" entschuldigt worden. Scheffknecht machte die Coronavirus-Infektion anschließend in ihrer ersten Wortmeldung öffentlich: "Wir NEOS stehen für Transparenz", sagte sie.

 11:24

Papst: Syrische Flüchtlinge nicht vergessen

Papst Franziskus hat bei der per Streaming gesendeten Generalaudienz am Mittwoch seine Anteilnahme für Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, sowie für medizinisches Personal, das diese betreut, ausgedrückt. "Ich danke auch den Menschen, die in diesem Moment zusammen - unabhängig von ihrer religiösen Tradition - beten", so der Papst.

Franziskus mahnte, in dieser Zeit der Sorge wegen der Coronavirus-Epidemie nicht die Syrer zu vergessen, die an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei leiden und vor Krieg, Hunger und Krankheiten flüchten, sagte der Heilige Vater. Die wöchentliche Generalaudienz wurde über das Onlineportal "Vatican News" und kirchliche TV-Sender übertragen.

 11:20

Papst: Syrische Flüchtlinge nicht vergessen

Papst Franziskus hat bei der per Streaming gesendeten Generalaudienz am Mittwoch seine Anteilnahme für Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, sowie für medizinisches Personal, das diese betreut, ausgedrückt. "Ich danke auch den Menschen, die in diesem Moment zusammen - unabhängig von ihrer religiösen Tradition - beten", so der Papst.

Franziskus mahnte, in dieser Zeit der Sorge wegen der Coronavirus-Epidemie nicht die Syrer zu vergessen, die an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei leiden und vor Krieg, Hunger und Krankheiten flüchten, sagte der Heilige Vater. Die wöchentliche Generalaudienz wurde über das Onlineportal "Vatican News" und kirchliche TV-Sender übertragen.

Eine Übertragung auf die Großbildschirme vor dem Petersdom wie noch am vergangenen Sonntag beim Angelus-Gebet war wegen der jüngsten Einschränkungen der italienischen Regierung nicht mehr möglich. Die Regierung in Rom hat jegliche Menschenansammlungen in ganz Italien verboten, um die zuletzt drastisch gestiegene Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Seit Dienstagvormittag sind Petersplatz und Petersdom geschlossen. Die Regelung gilt vorerst bis 3. April.

Geschlossen sind auch das provisorische Postamt auf dem Petersplatz, die Verkaufsstellen des Vatikanverlags und der Fotodienst des "Osservatore Romano" sowie im Inneren des Vatikans das Kaufhaus. Geöffnet bleiben die Apotheke und der Supermarkt, wo der Zutritt aber kontingentiert wird. Die Betriebskantine im Vatikan schließt bis 3. April ihre Pforten, liefert aber Bestellungen zu vatikanischen Büros aus, teilte der Pressesaal mit.

 11:13

HEUTE 12.45 Uhr: Presse-Statement zu Corona-Maßnahmen mit Ludwig und Hacker

Landeshauptmann und Bürgermeister Michael Ludwig und Gesundheitsstadtrat und Landesrat Peter Hacker laden heute, Mittwoch, um 12.45 Uhr in den Roten Salon des Wiener Rathauses ein und informieren über aktuelle Entwicklungen und Maßnahmen in Wien.

Die VertreterInnen der Medien sind herzlich willkommen. Aus Sicherheitsgründen ist der Zutritt zum Mediengespräch nur mit Presseausweis möglich. Wir bitten für diese Maßnahme um Verständnis.

 11:05

Einjähriger Bub in Zürich infiziert

Laut "20min"-Berichten wurde ein einjähriger Bub aus Zürich mit dem Coronavirus infiziert. Es handelt sich dabei um den jüngsten Corona-Patienten in der Schweiz. Bisher starben dort drei Personen an dem Virus. Derzeit besteht ein Veranstaltungsverbot.

 11:03

GTI-Treffen am Wörthersee abgesagt

Das jährliche GTI-Treffen in Reifnitz am Wörthersee findet in diesem Jahr nicht statt. Wie der Bürgermeister von Maria Wörth, Markus Perdacher, am Mittwoch bekannt gab, hat sich die Gemeinde angesichts der ungewissen Situation zur Absage entschlossen, obwohl es erst in der zweiten Maihälfte angesetzt war.

Bis dorthin seien es zwar noch zwei Monate, doch sollte der Erlass verlängert werden, käme ein großer wirtschaftlicher Schaden auf alle Beteiligten zu, da nun die Intensivphase der Vorbereitungen begonnen hätte, so Perdacher in einer Aussendung. Für bereits gekaufte Tickets werde das Geld rückerstattet, Details dazu sind im Internet unter www.woertherseetreffen.at und www.maria-woerth.info zu finden.

Die Kärntner Messen haben unterdessen die vom 3. bis 5. April geplante Freizeitmesse am Klagenfurter Messegelände abgesagt. Der Erlass der Bundesregierung zwinge sie dazu, hieß es in einer Aussendung.

 11:02

Messe Congress Graz mit etwa 35 Events betroffen

Bei der Messe Congress Graz Betriebsgesellschaft m.b.H. haben einzelne Veranstalter bereits am Dienstag nach Bekanntgabe der Einschränkungen Absagen kommuniziert, schilderte Messe-Sprecher Christoph Strimitzer gegenüber der APA. Die Zukunftskonferenz der Forschungsgesellschaft Joanneum wurde ebenso abgesagt sind die Neuwagenmesse AutoEmotion und die Jahrgangspräsentation des steirischen Weines.

"Auf alle Standorte verteilt, haben wir etwa 35 Veranstaltungen, die terminlich neu gelegt werden müssen", so Strimitzer. Man erwarte aktuell noch die Ausfertigung des Erlasses, um den Inhalt und die daraus ableitbaren Konsequenzen beurteilen zu können, schilderte Strimitzer die aktuelle Lage. Im Hintergrund bemühe man sich, Ersatztermine für die in die betroffene Periode fallenden Veranstaltungen zu finden.

Die obersteirischen Hauser Kaibling Bergbahnen haben am Mittwoch den Termin der DJ Ötzi Gipfeltour (14.März) gecancelt. "Da es sich bei der DJ Ötzi Gipfeltour um eine Outdoor-Veranstaltung mit über 500 Besuchern handelt, mussten wir dem Erlass der Bundesregierung nachkommen und die Veranstaltung leider absagen. Auch die Veranstaltungen Wiener Wahnsinn und das Sound Everest Winterfestival wurden seitens der Veranstalter abgesagt" so Hauser Kaibling Geschäftsführer Klaus Hofstätter.

 09:58

Alter der Betroffenen entscheidend

Höheres Alter, Organversagen im Verlaufe der Erkrankung und Neigung zu Thromboembolien sind offenbar bestimmende Faktoren für die Schwere einer Covid-19-Erkrankung. Das berichten jetzt chinesische Wissenschafter in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet".

Die Experten mit Erstautor Fei Zhou von der Abteilung für Pneumologie der chinesischen Akademie der Wissenschaften haben die Daten von 191 Patienten des Jinyintan-Spitals und der Pneumologischen Klinik in Wuhan analysiert. 137 Patienten wurden aus dem Krankenhaus als geheilt entlassen, 54 waren gestorben. Das mediane Alter der Patienten (die Hälfte darunter, die Hälfte darüber) hatte 56 Jahre betragen.

Als großer Risikofaktor für das Versterben der SARS-CoV-2-Betroffenen wurde das Alter identifiziert. Pro Lebensjahr steigerte sich die Mortalitätsrate um rund zehn Prozent. Trat im Spital ein Organversagen als Folge der Infektion mit dem Virus auf, bedeutete dies eine um den Faktor 5,65 erhöhte Sterblichkeitsrate. Schließlich zeigten auch die Personen mit erhöhten Blutgerinnungswerten (D-Dimer-Konzentrationen von mehr als einem Mikrogramm pro Liter Blut) ein durchschnittlich um das 18-fache erhöhtes Risiko für das Ableben im Spital nach Covid-19-Erkrankung.

Die überlebenden Patienten wiesen das Virus im Durchschnitt über einen Zeitraum von 20 Tagen hinweg auf. Das konnte aber bis zu 37 Tage dauern. Die Verstorbenen zeigten eine Virusausscheidung bis zum Zeitpunkt des Todes.

 09:57

Deutsche Banken fordern Erleichterungen

Der deutsche Bankenverband BdB fordert wegen der sich ausweitenden Coronavirus-Krise umfassende Erleichterungen für die Banken. Die Regulierung solle durch gezielte Maßnahmen so angepasst werden, dass Banken auch weiterhin Unternehmen effektiv helfen und mit Liquidität versorgen könnten, forderte der Präsident des Privatbankenverbands BdB, Hans-Walter Peters, am Mittwoch.

Aufgrund der sich weiter verschärfenden Virus-Krise sei zu erwarten, dass Kreditlinien von den Unternehmen voll gezogen werden und sich Zahlungsrückstände deutlich erhöhen, erklärte Peters. Er forderte für Banken deshalb unter anderem eine flexiblere Handhabung der Bilanzierungsregeln zur Risikovorsorge (IFRS 9). Auch die von den Regulierern geforderten Kapitalaufschläge für die Geldhäuser sollten gesenkt werden. Zugleich versuchte er Sorgen vor einer neuen Bankenkrise zu zerstreuen. "Die Folgen der Krise treffen in erster Linie die Kunden und nicht die Banken", betonte Peters.

Insidern zufolge findet am Freitag ein Treffen im Finanzministerium mit Spitzenvertretern der Banken statt. Daran sollten unter anderem Vertreter von Deutscher Bank, Commerzbank, der HVB-Mutter Unicredit und mehrere Bankenverbände teilnehmen, sagte einer der Insider. Vom Finanzministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Banken lehnten eine Stellungnahme ab oder waren zunächst nicht erreichbar. Zuerst hatte das "Handelsblatt" über das Spitzentreffen berichtet.

 09:53

Medientermin Stelzer/Haberlander bei oö. Krisenstab

Der oberösterreichische LH Thomas Stelzer und LHStv. Christine Haberlander (beide ÖVP) werden heute, Mittwoch, um 11.00 Uhr die Mitarbeiter des Krisenstabs im Landhaus besuchen. Im Vorfeld sind Foto- und Videoaufnahmen möglich, zudem ist eine kurze Stellungnahme geplant. Treffpunkt ist um 10.50 Uhr beim Bürgerservice im Landhaus. Die APA wird berichten.

 09:41

Coronavirus macht italienischer Mediaset Ausblick unmöglich

Der italienische Medienkonzern Mediaset von Silvio Berlusconi wagt wegen der Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus keinen Ausblick auf das Jahr 2020. "Aus heutiger Sicht ist es nicht möglich, verlässliche Prognosen über die Auswirkungen der Krise auf die Unternehmensergebnisse abzugeben", teilte die Gruppe mit.

2019 verfünffachte sich der Betriebsgewinn fast auf 354,6 Mio. Euro infolge von Kostensenkungen. Der Inlandsumsatz sank unterdessen auf 1,98 (Vorjahr: 2,42) Mrd. Euro. Die Betriebskosten des Konzerns gingen von 2,34 Mrd. Euro im Jahr 2018 auf 1,99 Mrd. Euro zurück.

 09:36

Heute, 10.30 Uhr, PK Stadt Klagenfurt zu Corona-Maßnahmen

Die Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Klagenfurt, Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ), lädt heute, Mittwoch, um 10.30 Uhr zu einer Pressekonferenz zum Thema "Coronavirus - Weitere Maßnahmen der Stadt" ein. Die Pressekonferenz findet im Rathaus im Stadtsenatssaal statt.

 09:24

Eltern: Bei Schulschließung muss Betreuung geklärt sein

Nach der Ankündigung von Schulschließungen wegen des Coronavirus pochen Elternvertreter darauf, dass in diesem Fall unbedingt die Kinderbetreuung sichergestellt sein muss. "Was nicht passieren darf ist, dass einfach Schulen geschlossen werden und Eltern trotzdem arbeiten gehen müssen", sagte der Sprecher des Wiener Landesverbands Karl Dwulit zur APA.

Evelyn Kometter, Vorsitzende des Dachverbands der Elternvereine an Pflichtschulen, appellierte in diesem Zusammenhang an die Arbeitgeber. "Hier muss die Wirtschaft wirklich mitziehen." Ihr sei aus den Landesverbänden rückgemeldet worden, dass einige Betriebe im Falle von Schulschließungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus die Eltern zwar für eine gewisse Zeit freistellen würden, bei einigen sei allerdings keine Bezahlung vorgesehen. Gerade die 30 Prozent Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher in Österreich brächte eine solche Regelung in eine "enorme Zwickmühle" - vor allem, wo doch Eltern bei der Betreuung nicht auf die Großeltern zurückgreifen sollen, um diese vom Coronavirus stärker gefährdete Altersgruppe zu schützen. "Es sollte ganz klar kommuniziert werden, dass diese Frage geregelt ist", fordert auch Michael Tagger vom Landesverband Vorarlberg.

Sollten Schulsperren mehrere Wochen andauern, müsse außerdem überlegt werden, wie mittelfristig die Bildung der Kinder und Jugendlichen sichergestellt werden kann. Tagger kann sich etwa den Einsatz von Fernlehre per Mail und Internet vorstellen. Oft böten gerade Krisenzeiten die Chance, hier etwa Neues zu entwickeln. "Das wird man nicht von heute auf morgen aus dem Boden stampfen können, aber das gehört angegangen", betont auch Christoph Drexler vom Tiroler Landesverband. Vor allem die Vorbereitung auf die Zentralmatura müsse sichergestellt werden.

 09:21

Formel E: Auch Rennen in Jakarta wegen Coronavirus abgesagt

Das Coronavirus hat den Kalender der Formel-E-Meisterschaft um ein weiteres Rennen verkürzt. Auch der für den 6. Juni geplante ePrix in Jakarta findet nicht statt. Die Entscheidung zur Absage des Rennens in der Hauptstadt Indonesiens fällte der örtliche Gouverneur nach Absprache mit den Organisatoren der Formel E, dem Internationalen Automobil-Verband FIA und dem nationalen Verband.

In Indonesien sind bisher knapp 30 durch das Virus verursachte Krankheitsfälle bestätigt.

Es ist bereits das dritte Rennen der Serie für elektrobetriebene Autos, das wegen des Coronavirus nicht stattfinden kann. Die für den 21. März vorgesehene Lauf in der chinesischen Stadt Sanya ist verschoben, das Rennen in Rom, das am 4. April hätte stattfinden sollen, abgesagt worden.

 09:15

Merkel tritt erstmals zur Covid-19-Krise vor die Medien

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird sich an diesem Mittwoch erstmals in einer Pressekonferenz nur zur Corona-Krise äußern. Zusammen mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, stellt sie sich um 11.30 Uhr in Berlin Medienfragen.

Iran soll Medienangaben zufolge die Coronakrise zur Chefsache werden. Präsident Hassan Ruhani will demnach persönlich die Leitung des Krisenstabs übernehmen. Der Vorschlag komme direkt vom obersten Führer, Ajatollah Ali Chamenei, nach einer Krisensitzung von Regierungsvertretern und Abgeordneten, wie die Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch berichtete. Bisher lag die Verantwortung für den Kampf gegen das Virus beim Gesundheitsministerium.

Nach Angaben des Präsidialamts sollen auch die Streitkräfte in den Kampf gegen die Virus-Ausbreitung verstärkt eingebunden werden. In erster Linie sollen sie in einigen Provinzen mobile Krankenhäuser errichten. Im Notfall sollen auch Hotels und überdachte Sporthallen als Kliniken für die mit Sars-CoV-2 infizierten Patienten genutzt werden.

Die Corona-Krise hat den Iran kurz vor dem persischen Neujahr am 20. März stark getroffen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag hat sich die Zahl der Toten auf 291 erhöht, die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land ist auf 8.042 gestiegen. 2.731 Patienten seien unterdessen geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden. Die meisten Infektionen gab es erneut in der Hauptstadt Teheran wo sich nachweislich über 2.100 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert haben.

 09:08

Erste Coronavirus-Verdachtsfälle im Formel-1-Melbourne-Fahrerlager

Im Formel-1-Fahrerlager von Melbourne sind die ersten Verdachtsfälle auf das Coronavirus aufgetreten. Dabei handelt es sich um mindestens drei Mitarbeiter von Rennställen. Einer ist bei McLaren angestellt, zwei bei Haas. Sie befinden sich derzeit isoliert in ihren Hotelzimmern. Dies bestätigten die beiden Rennställe am Mittwoch.

Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen, man warte nun auf die Ergebnisse der Tests. Dabei soll herausgefunden werden, ob sich die Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert haben.

Der erste Formel-1-WM-Lauf der Saison soll am Sonntag (Start: 6.10 Uhr/live ORF 1, RTL und Sky) gefahren werden. Angesichts der Coronavirus-Krise schränkt die Königsklasse den Kontakt zwischen Fahrern und Fans ein.

Wie der Veranstalter des Australien-Grand-Prix am Mittwoch mitteilte, werden die obligatorischen Autogrammstunden durch Interviews mit den Piloten ersetzt. Zudem sollen die Fahrer auf dem sogenannten Melbourne Walk auf Selfies und Autogramme verzichten. Durch mehr Distanz soll das Risiko einer möglichen Ansteckung mit Sars-CoV-2 minimiert werden.

Der Melbourne Walk ist die Zufahrt zum Fahrerlager auf dem Albert Park Circuit, wo Fans ihre Idole vor dem Eintritt in einen abgesperrten Bereich noch um Fotos oder Autogramme bitten können.

 08:48

Salvini fordert Sperrzone für ganz Europa

Der Chef von Italiens rechtsradikaler Lega, Matteo Salvini, fordert eine Sperrzone für ganz Europa. "Das Virus ist eine Gefahr, die mit der notwendigen Entschlossenheit bekämpft werden muss. Außerdem müssen wir Handelskriege vermeiden", sagte Salvini im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Mittwochausgabe).

Salvini kritisierte, dass einige EU-Länder wegen der Epidemie zusätzliche Kontrollen für italienische Waren verlangen. Damit wolle man italienischen Unternehmen schaden, gab Salvini zu verstehen. "Das Virus verbreitet sich. Warum können wir nicht eine europäische Sperrzone einführen? Dann können wir im April alle neu starten", sagte der Lega-Chef. Die Regierung in Rom, die Europäische Union und die Europäische Zentralbank (EZB) sollten umgehend handeln, um die wirtschaftlichen Schäden der Krise auszugleichen, so Salvini.

Italien hat die höchste Zahl an nachgewiesenen Covid-19-Toten nach China. Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien steigt trotz rigider Quarantänemaßnahmen rasant: 631 Todesopfer wurden am Dienstag in Italien gemeldet, das sind 168 mehr als am Vortag, teilte der Zivilschutz am Dienstagabend mit. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 8.514, am Vortag waren es noch 7.985. 1.004 Patienten sind inzwischen genesen.

 08:15

+++++ Alle Bundesmuseen schließen +++++

Die österreichischen Bundesmuseen werden als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus heute nicht aufsperren und bis zumindest Ende März geschlossen bleiben. Nach Vorliegen des ausformulierten Erlasses der Regierung habe sich die Bundesmuseen-Direktorenkonferenz in der vergangenen Nacht entschlossen, einer entsprechenden Empfehlung zu folgen, sagte ÖNB-Generaldirektorin Johanna Rachinger der APA.

Die Formulierungen des Erlasses hätten Interpretationsspielraum gelassen, so Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder. Man habe aber eine einheitliche Lösung für alle Häuser angestrebt, die der Empfehlung des Bundeskanzleramtes und des Kunst- und Kulturstaatssekretariats Folge leiste. Die Albertina sagt den heutigen Pressetermin für die neue "Albertina modern" ab und verzichtet auch auf die für Freitag vorgesehen gewesene erstmalige Publikumsöffnung der neuen Räumlichkeiten im renovierten Künstlerhaus. Man hoffe, im April aufsperren zu können und werde dann auch die abgesagten Eröffnungsfeierlichkeiten nachholen.

Die Österreichische Nationalbibliothek schließt auch ihre Lesesäle, sagte Rachinger, die derzeit den Vorsitz der Bundesmuseen-Direktorenkonferenz innehat. In den vergangenen Tagen seien vor allem in den normalerweise stark von Touristen frequentierten Museen große Besuchereinbußen zu verzeichnen gewesen. Auch zahlreiche eingemietete Veranstaltungen seien bereits von Kunden abgesagt worden. Der Entfall von Eintrittsgeldern und Mieteinnahmen werde in den Museen zu einer schwierigen wirtschaftlichen Situation führen, die sicher thematisiert werden müsste. "Es wird schwierig werden, unsere Budgets zu halten."

 08:13

Britische Notenbank senkt ihren Leitzins

Die britische Notenbank senkt angesichts der Coronavirus-Epidemie ihren Leitzins von 0,75 auf 0,25 Prozent, teilte die Bank of England am Mittwoch in London mit. Sie kündigte zugleich ein Maßnahmepaket wegen der Virus-Krise an. Zuvor hatten bereits andere Zentralbanken ihre Geldpolitik gelockert, darunter die US-Notenbank Fed. Die Europäische Zentralbank entscheidet am Donnerstag über ihren Kurs.

 08:11

+++ Flughafen Wien: Im März bisher 30 % weniger Passagiere +++

Seit dem Ausbruch des Coronavirus auch in Europa ist das Passagieraufkommen am Wiener Flughafen massiv eingebrochen. Im März 2020 gab es bisher einen Passagierrückgang um rund 30 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres - Tendenz fallend.

Die Februar-Zahlen lassen vom Coronavirus noch wenig erahnen: Das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) stieg im Februar 2020 um 9,3 Prozent auf 2,5 Millionen Reisende, teilte der Flughafen am Mittwoch mit. Der Standort Wien verzeichnete ein Passagierplus von 8,3 Prozent auf 2 Millionen.

Die Flugbewegungen nahmen im Februar 2020 um 7,9 Prozent zu. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus von 3,0 Prozent im Vergleich zum Februar des Vorjahres.

 08:08

Erstmals italienischer Parlamentarier infiziert

Zum ersten Mal ist ein italienischer Parlamentarier positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dabei handelt es sich um Claudio Pedrazzini, Parlamentarier aus der lombardischen Provinz Lodi, in der die Coronavirus-Epidemie in Italien ausgebrochen ist.

Die Parlamentarier, die wie Pedrazzini der gemischten Fraktion angehören, wurden aufgerufen, sich Kontrollen zu unterziehen. "Mir geht es gut, ich habe nur ein wenig Fieber", sagte der Abgeordnete, der jetzt unter Quarantäne steht, laut Medienangaben.

In Italien haben sich mehrere Politiker nachweislich infiziert. Neben dem Präsidenten der Region Piemont, Alberto Cirio, und dem Chef der Armee, General Salvatore Farina, ist auch der Parteichef der in Rom mitregierenden Sozialdemokraten, Nicola Zingaretti, darunter. Es gehe ihm gut, er müsse aber zunächst zu Hause in Quarantäne bleiben, erklärte der 54-Jährige in einem Video bei Facebook am Samstag. Ende Februar hatte der Politiker sich noch in Mailand in der schwer betroffenen Region Lombardei demonstrativ beim Aperitif gezeigt und betont, Panik sei fehl am Platz.

 07:50

Weiterer Fall in Tirol

In Tirol gibt es einen weiteren Coronavirus-Fall. Ein 43-Jähriger aus St. Anton am Arlberg wurde positiv getestet, teilte das Land mit. Der Mann befindet sich mittlerweile stationär im Krankenhaus Zams und wird dort abgesondert und versorgt, hieß es.

In Tirol wurden damit bisher 33 Personen positiv auf das Virus getestet. Das italienische Pärchen, die ersten beiden Corona-Fälle in Österreich, ist mittlerweile wieder gesund.

 22:58

Das war's vom LIVETICKER für heute

Auch morgen informieren wir Sie wieder über die aktuelle Entwicklung rund um das gefährliche Cornavirus. Vielen Dank an die zahlreichen Leser!

 22:34

Auch in Lokalen nur mehr 100 Menschen pro Raum erlaubt

Die 100-Personen-Grenze für Indoor-Events gilt auch für die Gastronomie. Das hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag in der ZiB2 des ORF erklärt. Ob und wann es zu Schulschließungen in Österreich kommen könnten, blieb offen. "Das kann schnell gehen, muss es aber nicht", sagte er.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuvor in einer Sonder-ZiB zur Coronainfektion gemeint: "Maßnahmen an Schulen werden ein nächster Schritt sein." Auch Anschober betonte, dass man eine Lösungsvariante vorbereitet habe. Man müsse zunächst aber schauen, wie das aktuelle Paket umgesetzt werde.

Auch eine weitere Maßnahme, um Sozialkontakte potenziell Infizierter zu minimieren, stellte Anschober in Aussicht: Man arbeite gerade daran, die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung zu schaffen.

 22:14

Infektionsfall im Wiener Rudolfinerhaus

Auch in der Wiener Privatklinik Rudolfinerhaus wurde ein Patient nach einem zunächst negativem Test nun positiv auf das SARS-CoV-2 Virus getestet. Er war vor einigen Tagen mit Verdacht auf Lungenentzündung stationär aufgenommen worden. Inzwischen konnte er mit der Rettung nach Hause entlassen werden und befindet sich ebenso wie die Mitarbeiter, die Kontakt zu ihm hatten, in häuslicher Quarantäne.

Wie das Krankenhaus mitteilte, wurde die betroffene Station geschlossen und desinfiziert. Patienten sowie Personal auf anderen Stationen und Einrichtungen wie Tagesklinik und Ambulanz seien nicht betroffen, da weder ein direkter noch ein indirekter Kontakt vorliegen konnte, hieß es. Erhebungen, mit wem der Patient sonst noch in den letzten Tagen Kontakt hatte, seien in Absprache mit der Behörde angelaufen. Ab Mittwoch sollen alle Mitarbeiter, Belegärzte, neu aufzunehmende Patienten und Besucher vor Betreten des Krankenhauses auf Symptome überprüft sowie die Körpertemperatur gemessen werden.

 21:23

Südtiroler Landtagsabgeordneter infiziert

In Südtirol hat die Corona-Epidemie nun auch die Politik erreicht. Der Landtagsabgeordnete Paul Köllensperger gab am Dienstagabend auf seiner Facebook-Seite bekannt, dass er sich mit dem Covid-19-Virus infiziert habe. "Jetzt hat es mich auch erwischt", so der Politiker vom Team Köllensperger (Team K) in einem veröffentlichten Video.

Er habe sich am Dienstag einem Test unterzogen und nun das positive Ergebnis erhalten. Es gehe ihm bestens, aber er müsse nun in Heimquarantäne bleiben, so der Bozner Unternehmer. Aufgrund der zahlreichen Kontakte, die der Lokalpolitiker laut eigenen Angaben in den vergangenen hatte, ergeben sich eine Vielzahl neuer Verdachtsfälle. Laut offiziellen Zahlen haben sich bisher 52 Personen in Südtirol mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

 21:19

Mittlerweile elf Infizierte im Wiener SMZ Ost

Die Zahl der Infektionen mit SARS-CoV-2 im Wiener Donauspital (SMZ Ost) ist von acht auf elf gestiegen. Das bestätigte am Dienstagabend der Sprecher des medizinischen Krisenstabs der Stadt Wien, Andreas Huber, der APA. Betroffen sind nach aktuellem Stand drei (und nicht vier, Anm.) Patientinnen und acht Mitarbeiter des zweitgrößten Wiener Spitals.

Am Nachmittag hatte es seitens des Krankenanstaltenverbunds (KAV) geheißen, auf der Gynäkologischen Abteilung wären vier Patientinnen und vier Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt. Die Infektionskette dürfte von einer Patientin ausgegangen sein, die vor einigen Tagen ohne jegliche Symptome in Richtung der neuartigen Lungenkrankheit stationär aufgenommen wurde und erst positiv getestet wurde, nachdem sich bei ihr eine einseitige Lungenentzündung ausgebildet hatte. Inwieweit die beiden anderen betroffenen Frauen mit ihr Kontakt hatten, stehe noch nicht fest, sagte Huber.

Klar ist, dass sich in weiterer Folge medizinisches Personal - laut Huber Pflegekräfte, Ärzte und Hebammen - angesteckt hat. Die gesamte gynäkologische Abteilung wurde geschlossen, Kreißsäle gesperrt, Patientinnen in andere Krankenhäuser verlegt. Insgesamt 28 Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt und unter Quarantäne gestellt. Bei sämtlichen Erkrankten zeigt sich ein milder Krankheitsverlauf. Ob es weitere womöglich infizierte Kontaktpersonen gibt, wird derzeit abgeklärt.

Patientinnen, die auf der Gynäkologischen Abteilung einen OP-Termin gehabt hätten, müssten sich keine Sorgen machen, hatte der KAV schon am Dienstagnachmittag beruhigt. Die Eingriffe seien in andere Spitäler verlegt worden. "Die Kapazitäten an den anderen Häusern reichen aus. Alle terminlich fixierten Operationen finden statt", hieß es gegenüber der APA.

 20:42

Von der Leyen kündigt EU-Fonds über 25 Mrd. Euro an

Die EU-Kommission bereitet Hilfen vor, um den wirtschaftlichen Schaden durch das Coronavirus abzumildern. Kommissionschefin Ursula von der Leyen kündigt am Dienstag nach einem Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs dazu einen Fonds an, der mit 25 Milliarden Euro ausgestattet werden soll.

Ferner sollen bis Ende der Woche Richtlinien vorgelegt werden, wie Haushalts- und Subventionsregeln flexibel genutzt werden können.

 18:53

Weitere "Geisterspiele" in deutscher Fußball-Liga

Das Coronavirus hat nun endgültig auch den deutschen Fußball erreicht. Spiele der Champions League, wie jenes des FC Bayern München gegen Chelsea (18. März) oder das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Einen ligaübergreifenden Entschluss gab es, anders als etwa in Österreich, bis Dienstagabend nicht.

Fest steht, dass ein Gutteil der Ligaspiele am Wochenende als Geisterspiele geführt werden. Darunter Hoffenheim gegen Hertha BSC sowie Düsseldorf gegen Paderborn. In Bayern ist neben dem Champions League Rückspiel der Bayern gegen Chelsea auch ein Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft betroffen. Der Klassiker gegen Italien am 31. März in Nürnberg wird wegen des Coronavirus auch ohne Zuschauer stattfinden. In der Bundesliga empfangen die Bayern am 22. März Eintracht Frankfurt und am 11. April Fortuna Düsseldorf.

Das Bundesliga-Spitzenspiel des FC Bayern am 4. April bei Borussia Dortmund wird nach Einschätzung der Stadt Dortmund ebenfalls vor leeren Rängen stattfinden. Dortmund wird zu diesem Zeitpunkt schon Erfahrung mit leeren Stadien haben, findet doch das CL-Rückspiel der Dortmunder bei Paris Saint-Germain nach der Entscheidung der Paris Polizeipräfektur ebenfalls ohne Zuschauer statt. Das Bundesliga-Duell zwischen Union Berlin und den Münchnern am Samstagabend soll dagegen mit Publikum ausgetragen werden. Dies teilte der Berliner Fußball-Club am Dienstag nach Rücksprache mit den örtlichen Behörden mit.

 18:39

Todesopfer in Italien auf 631 gestiegen

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien steigt trotz rigider Quarantänemaßnahmen rasant: 631 Todesopfer wurden am Dienstag in Italien gemeldet, das sind 168 mehr als am Vortag, teilten die regionalen Behörden am Montagabend in Mailand mit. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 8.514, am Vortag waren es noch 7.985. 1.004 Patienten sind inzwischen genesen.

 18:38

"Dancing Stars" bis auf weiteres ausgesetzt

Der Coronavirus hat nun auch Auswirkungen auf die "Dancing Stars": Der ORF setzt die Publikumssendung bis auf weiteres aus. Ein TV-Event dieser Größenordnung sei in der aktuellen Aufmachung nur mit mehr als 100 Personen durchführbar, betonte der ORF am Dienstag in einer Aussendung. Man müsste nicht nur auf ein Saalpublikum verzichten, sondern will auch die Mitwirkenden schützen.

Ebenso werden weitere Sendungen mit Publikumsbeteiligung im Hinblick auf den Erlass der Regierung adaptiert. Wegen der Coronakrise wurden Freiluft-Events mit mehr als 500 Besuchern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Gästen bis Ende März verboten.

 17:48

Weiterer Fall im Pinzgau bestätigt

Im Bundesland Salzburg ist am Dienstag die Zahl der am neuartigen Coronavirus erkrankten Personen von bisher zehn auf insgesamt elf gestiegen. Der neue Erkrankungsfall betrifft eine 65-jährige Britin, die derzeit im Pinzgau auf Urlaub ist. Sie wurde laut Landesmedienzentrum positiv getestet. Die Frau und ihr Begleiter befinden sich in einem Appartement in Kaprun in Quarantäne.

Bei diesem privaten Appartement handle es sich um eine abgeschlossene Einheit, informierte Bezirkshauptmann Bernd Gratz. Das Paar habe genügend Lebensmittel zur Verfügung, um sich in der nächsten Zeit selber zu versorgen. Sollte eine medizinische Betreuung notwendig sein, werde dies der Sprengelarzt übernehmen.

Jenes Urlauberehepaar aus Norwegen, eine 64-jährige Frau und ihr 55-jähriger Mann, das gestern positiv auf das SARS-CoV-2 Virus getestet wurde, bleibt im Hotel in Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) in Quarantäne. Die Behörde hat ihre Ermittlungen heute abgeschlossen. "Der Lenker des Shuttles, mit dem die beiden Norweger vom Flughafen in den Pinzgau gebracht wurden, sowie die mitfahrende Reiseleiterin sind bereits ebenfalls in häuslicher Isolation", erklärte Gratz.

 17:40

Rom sperrt Zugang zum Trevi-Brunnen

Der Trevi-Brunnen, ein Wahrzeichen Roms und des "Dolce Vita", ist nicht mehr für Besucher zugänglich. Die Sperre wurde im Einklang mit einer Regierungsverordnung erlassen, die wegen der Coronavirus-Krise die Schließung von Museen, Monumenten und archäologischen Stätten vorsieht.

Auch weitere bekannte römische Monumente wie das Kolosseum, das Pantheon und das Palatinum sperren vorerst für die Öffentlichkeit. Geschlossen sind zudem der Petersdom und die Vatikanischen Museen. Der Vatikan hat zum Schutz vor der Coronavirus-Welle am Dienstag den Petersplatz in Rom für die Öffentlichkeit gesperrt.

 17:40

Wiener Stephansdom wird für Touristen geschlossen

 17:07

EU-Kommission will Gesetz gegen Geisterflüge vorlegen

Wegen zahlreicher Leerflüge infolge des Coronavirus will die EU-Kommission so schnell wie möglich einen neuen Gesetzesvorschlag vorlegen. "Der Coronavirus-Ausbruch hat große Auswirkungen auf die europäische und die internationale Luftfahrtindustrie", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag. Die Situation verschlechtere sich täglich, und weiterer Rückgang sei zu erwarten.

Deshalb wolle die EU-Behörde mit Blick auf die Flughafen-Slots schnell ein neues Gesetz vorschlagen, über das Europaparlament und EU-Staaten dann noch verhandeln müssten. Man wolle es den Airlines einfacher machen, ihre Slots zu behalten - selbst wenn sie sie nicht nutzten.

 17:07

Heutiges Sterne-Konzert in Wien abgesagt

Das für heute, Dienstag, Abend angesetzte Konzerte der deutschen Band Die Sterne im Wiener Club Grelle Forelle findet nicht statt. Als Grund nannte der Veranstalter Spoon-Agency die Entwicklungen rund um den Coronavirus. Man bemühe sich rasch einen Ersatztermin bekanntzugeben, hieß es. Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurück gegeben werden.

 17:05

NR-Sitzung vorerst nicht abgesagt

Die für die kommende Woche anberaumte Budget-Nationalratssitzung ist trotz der Regierungsvorgaben wegen des Coronavirus vorerst nicht abgesagt worden. Das sagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) nach einer Sonderpräsidiale Dienstagnachmittag. Über die weitere Vorgehensweise soll in der nächsten Präsidiale am Donnerstag befunden werden. Besucherführungen durch die Hofburg wurden komplett gestrichen.

Sowohl die Ausschüsse als auch das Plenum des Nationalrats am 18. und 19. März werden laut einem Parlamentssprecher somit nach jetzigem Stand stattfinden. Ob übermorgen, Donnerstag, zusammentritt, wird morgen entschieden.

 16:41

Absage von Parlamentssitzungen: Kurz sah keine Notwendigkeit

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Dienstag klar gestellt, dass beispielsweise eine Absage von Parlamentssitzungen trotz Corona-Krise nicht unbedingt notwendig ist. Es werde in der entsprechenden Verordnung auch Ausnahmen bzw. detaillierte Regelungen geben, "damit sichergestellt ist, dass die Funktionsfähigkeit des Staats gewährleistet ist", meinte der Regierungschef auf entsprechende Fragen.

Es gebe "Grundpfeiler in einem Staat, die es braucht", eine Gesellschaft müsse weiter funktionsfähig sein. Als Beispiel nannte Kurz die Versorgung von Geschäften sowie dass öffentliche Verkehrsmittel jene Menschen transportieren müssten, die kein Auto haben.

 15:51

Absage der Budget-Nationalratssitzung steht im Raum

Die für kommende Woche geplante zweitägige Nationalratssitzung könnte wegen des Corona-Virus abgesagt werden. Das erfuhr die APA am Dienstagnachmittag aus Parlaments-Kreisen. Betroffen wäre davon auch die Budgetrede von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am Mittwoch. Auch die Bundesratssitzung an diesem Donnerstag könnte abgesagt werden.

Fix ist diese Entscheidung zwar noch nicht, am Nachmittag mehrten sich aber die Hinweise auf eine Absage. Um 16.00 Uhr tagt im Nationalrat eine Sonder-Präsidiale, die sich diesem Thema widmen wird.

Die beiden Plenartage wären für Mittwoch und Donnerstag kommende Woche im Ausweichquartier der Wiener Hofburg anberaumt. Am Mittwoch steht dabei die erste Budgetrede von Blümel auf dem Programm. Der Beschluss des Budgets selbst ist im April vorgesehen.

 15:39

Gefängnisrevolte in Italien: Elf Häftlinge gestorben

Bei den Revolten, die in rund 30 italienischen Gefängnissen ausgebrochen sind, steigt die Zahl der Opfer. Bis Dienstagnachmittag wurden insgesamt elf Tote und mehrere Verletzte verzeichnet. Allein in der Strafanstalt der norditalienischen Stadt Modena stieg die Zahl der Todesopfer nach Unruhen am Dienstag auf acht. Drei Insassen kamen im Gefängnis der Stadt Rieti nördlich von Rom ums Leben.

Bei heftigen Protesten in der Strafanstalt in Rieti plünderten einige Sträflinge die Krankenabteilung des Gefängnisses und nahmen Medikamente, vermutlich Methadon, ein. Drei Personen starben an einer Überdosis, fünf weitere landeten im Spital, berichteten italienische Medien.

In rund 30 Gefängnissen des Landes sind seit Sonntag Revolten im Gange. Grund für die Proteste sind auch Maßnahmen gegen das Coronavirus. So wurden Besuche von Verwandten ausgesetzt. Die Insassen beklagten zudem schlechte hygienische Zustände in den stark überfüllten Strafanstalten.

Laut Medien flüchteten rund 50 Gefangene aus der Strafanstalt der süditalienischen Stadt Foggia, rund 30 wurden wieder festgenommen. 22 Entflohene sind noch auf der Flucht und werden in ganz Italien gesucht.

Premier Giuseppe Conte verurteilte die Gefängnisrevolten. Die Regierung werde sich um höchste Sicherheitsmaßnahmen in den Haftanstalten bemühen. Revolten, Insassenflucht und Verwüstungen seien jedoch nicht tolerierbar, sagte Conte.

 15:31

Apothekertagung in Schladming abgebrochen

Vorsorglich hat die Österreichische Apothekerkammer Dienstagnachmittag ihre 53. Wissenschaftliche Fortbildungstagung in Schladming in der Steiermark abgebrochen. Der Grund ist das Coronavirus bzw. die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Erregers.

"Veranstaltung abgesagt", lautete der Aushang am Kongresszentrum in Schladming Dienstagnachmittag. Die Tagung war mit rund 500 Teilnehmern gut besucht gewesen und sollte bis morgen, Mittwoch (11. März), laufen. Generalthema war "Diabetes" bzw. das metabolische Syndrom als Vorstufe der Erkrankung gewesen.

 15:26

Vorerst keine Auswirkungen auf Wiener Öffi-Betrieb

Das Coronavirus bzw. die jüngsten Maßnahmen der Regierung haben bis auf weiteres keinerlei Auswirkungen auf den Fahrgastbetrieb der Wiener Linien. Das sagte ein Sprecher am Dienstagnachmittag auf APA-Nachfrage. Man sei mit dem medizinischen Krisenstab der Stadt in engem Kontakt. Die Experten seien der Meinung, dass derzeit keine spezifischen Schritte gesetzt werden müssten.

In den U-Bahn-Zügen, Bussen und Straßenbahnen sei aber die Reinigung insbesondere von Haltestangen und Halteschlaufen schon vor längerer Zeit verstärkt worden, betonte der Sprecher. Außerdem öffnen sich die Türen der U-Bahn-Waggons - bis auf jene der alten Silberpfeile, wo dies nicht möglich ist - automatisch in den Stationen. Menschen müssen also nicht extra auf den Knopf drücken.

Der Sprecher betonte, dass der heute angekündigte Erlass für Absagen von Events mit über 100 Menschen nur Veranstaltungen betreffe: "Die Öffis sind davon nicht umfasst." Nur eine bestimmte Anzahl von Leuten in die Waggons zu lassen, wäre auch überhaupt nicht praktikabel, hieß es.

 15:26

Veranstaltungsabsagen für Meyer "sehr schmerzhaft"

Auch die Staatsoper sagt ab dem heutigen Dienstag bis zum 31. März sämtliche Vorstellungen und Veranstaltungen ab. "Wir haben keine Wahl, wir müssen ab heute schließen", sagte Staatsoperndirektor Dominique Meyer am Dienstag zur APA. Für die entfallenen Einnahmen werde es finanzielle Unterstützung vom Staat brauchen. "Jede abgesagte Vorstellung bedeutet viel Verlust, künstlerisch und budgetär."

"Für mich ist es sehr schmerzhaft", sagte Meyer. Die Vorfreude auf die Vorstellungen, etwa auf den "Ring", sei sehr groß gewesen. Vorläufig werden alle Veranstaltungen bis Ende März abgesagt. Aber auch die Wiederöffnung im April sei möglicherweise gefährdet. Es stelle sich nämlich die Frage, ob weiterhin geprobt werden dürfe, denn auch hier seien oft über hundert Personen anwesend. "Man kann nur öffnen, wenn geprobt wurde", stellte Meyer fest. "Meine Hoffnung ist, dass unser Theater am 1. April bereit ist."

Vorstellungen zu verlegen, werde schwierig, da die Staatsoper jeden Tag bespielt wird, und viele Sänger, die im März beschäftigt hätten werden sollen, zu einem späteren Zeitpunkt womöglich nicht frei seien. Er verstehe die Entscheidung der Regierung, größere Veranstaltungen zu untersagen. Allerdings würden der Staatsoper dadurch pro Tag durchschnittlich 130.000 bis 140.000 Euro an Einnahmen entgehen. "Ich glaube wirklich, dass wir da Unterstützung brauchen vom Staat."

Auch die Mailänder Scala, für die Meyer seit 1. März ebenfalls verantwortlich ist, wurde vor zwei Wochen wegen des Coronavirus geschlossen. Er hoffe, dass sich die allgemeine Lage in Österreich nicht ähnlich zuspitze wie in Italien, sagte der scheidende Staatsoperndirektor.

 15:24

Coronavirus lässt Europas hoch verschuldete Firmen zittern

Die Coronavirus-Epidemie in Europa treibt Eignern hoch verschuldeter Unternehmen Schweißperlen auf die Stirn. Denn der jüngste Kursrutsch an den Aktienmärkten erschwert es ihnen, frische Aktien oder Anleihen auszugeben, um auslaufende Bonds und Darlehen zu refinanzieren. Kommen dann noch Geschäftseinbußen dazu, könnte es eng werden.

Angesichts der jüngsten Kursturbulenzen müsse mit zunehmend riskanteren Finanzierungsarten gerechnet werden, warnt Paul Watters, Kreditexperte bei S&P Global.

Zu spüren bekam das unter anderem die Kino-Kette Cineworld, die auch in Deutschland Lichtspielhäuser betreibt. Die Holding von Firmenchef Moshe Greidinger und seinem Bruder verkaufte einen Teil ihres Anteils an dem Unternehmen an eine Gruppe von Investoren, um bestehende Kredite zu refinanzieren. Damit muss das Unternehmen immerhin nicht mehr an den Aktienmarkt selbst gehen - dort fielen die Titel zuletzt auf den niedrigsten Stand seit siebeneinhalb Jahren, weil wegen des Virus Filmliebhaber auf Kinobesuche verzichten. Der britische Einkaufszentrumsbetreiber Intu fand unlängst nicht genügend Interessenten für seine Kapitalerhöhung, die Aktien brachen ein.

Auch am europäischen Markt für Unternehmensanleihen hakt es. Vergangene Woche nahmen Firmen dem Datenanbieter Refinitiv zufolge gerade einmal zwölf Mrd. Euro am Markt auf. Vor Beginn der Marktturbulenzen waren es noch ungefähr 45 Mrd. Euro pro Woche. Dabei ist der Bedarf an frischem Geld gewaltig: Allein in diesem Jahr laufen nach S&P-Berechnungen Hochzinsanleihen ohne das Gütesiegel "Investment Grade" im Volumen von 53,6 Mrd. Euro aus, weitere 70,4 Mrd. Euro müssen 2021 neu finanziert werden.

Ulrich Stephan, Chefstratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank sagt, seit der Finanzkrise 2008 sei die Verschuldung von kleinen und mittleren Unternehmen - mit Ausnahme Asiens - deutlich angestiegen. In den USA wirtschafte sogar jede vierte Firma aus dieser Gruppe unprofitabel. "In der Vergangenheit waren es gerade unterwartete Schocks - wie zuletzt durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgelöst, die hoch verschuldete Unternehmen in die Insolvenz zwangen." Zuletzt musste die britische Regionalfluglinie Flybe den Betrieb einstellen, weil wegen des Coronavirus die Buchungen eingebrochen waren.

Viele Investoren halten sich derzeit damit zurück, Geld an ohnehin hoch verschuldete Firmen zu verleihen. Und das dürfte immer mehr Unternehmen in Bedrängnis bringen. "Es ist noch früh, aber ich gehe davon aus, dass Liquiditätsthemen in den Mittelpunkt geraten, seien es Erleichterungen bei den Vertragsklauseln oder, ernsthafter, Zinsnachlässe oder eine Verlängerung der Laufzeiten", sagte ein in London ansässiger Kreditberater, der nicht genannt werden wollte. Am Montag schnellten die Kosten für die Kreditausfallversicherung der Firmen mit einem Rating im Ramsch-Bereich in die Höhe.

Noch ist unklar, ob die jüngsten Börsenturbulenzen bleibende Schäden in der Firmenlandschaft hinterlassen - wie es in der Finanzkrise 2008/2009 der Fall war, als die Kreditvergabe versiegte. Bisher sind Reise- und Veranstaltungsfirmen von der Coronavirus-Krise am stärksten betroffen, weil Urlaube abgesagt und große Veranstaltungen wie Messen, Sportevents und Konzerte gestrichen werden. Eine allgemeine Kreditklemme ist dagegen nicht zu spüren, auch dank der Geldschwemme der Notenbanken. S&P-Experte Watters erwartet daher auch, dass sich die meisten Unternehmen in den kommenden Monaten erholen, wenn die Epidemie nachlässt.

 15:21

Veranstaltungsabsagen in Wiener Theatern

Die Wiener Bühnen reagieren auf den heute angekündigten Erlass der Bundesregierung, wonach Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Personen verboten werden. Die Bundestheater sagen von heute, Dienstag, bis Ende März alle Vorstellungen ab. Genauso verfahren das Theater der Jugend und das Theater in der Josefstadt.

Vom Volkstheater wird dagegen die Nebenspielstätte Volx/Margareten bespielt, auch die Bezirks-Tournee findet weiter statt. Dabei gebe es jedoch eine Reduktion der Plätze auf 99, wie das Volkstheater meldete. Das Volkstheater prüft derzeit die Möglichkeit eines Livestreams sowohl für (ohne Publikum stattfindende) Vorstellungen aus der Halle E als auch aus dem Volx/Margareten. In den kommenden Tagen stehen im Volx/Margareten Vorstellungen von "Urfaust/FaustIn and Out", "Space Junk" und "In der Strafkolonie" auf dem Programm.

Fast überall müssen auch Premieren abgesagt werden. Im Theater in der Josefstadt war am Donnerstag (12. März) die Uraufführung von "Geheimnis einer Unbekannten" von Christopher Hampton nach Stefan Zweig geplant. Offen ist hingegen noch, ob die Premiere von Hermann Bahrs "Das Konzert" in der Regie von Janusz Kica am 2. April stattfinden kann. Das Theater der Jugend muss die für 28. März geplante Premiere von "Frühlings Erwachen" absagen und hofft, die Premiere sobald wie möglich nachholen zu können.

Ebenso muss die für Freitag im Akademietheater angesetzte Uraufführung der "Leichenverbrenner"-Dramatisierung abgesagt werden. In der Volksoper kann die "Piaf"-Ballettpremiere am 28. März nicht stattfinden. Im Burgtheater-Vestibül war für 22. März die Österreichische Erstaufführung "Der Zinnsoldat und die Papiertänzerin" von Roland Schimmelpfennig angesetzt. Alle Produktionen würden weiter geprobt, sagte Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Christian Kircher zur APA. Man hoffe, die Premieren später nachholen zu können. Der Kaufpreis von für März gekaufte Einzelkarten werde zurückerstattet, das Angebot für Abonnenten-, Wahlabonnenten und Zyklenbesitzer versuche man umzuschichten.

Auch der Wiener Rabenhof stellt seinen Spielbetrieb ein, hieß auf seiner Website.

 15:21

Linz-Marathon am 5. April wird abgesagt

Im Zuge des Verbots von Großveranstaltungen wird nun auch der Linz-Marathon am 5. April 2020 abgesagt. "Wir folgen damit den Maßnahmen des Bundes, um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu bremsen", erklärte Bürgermeister Klaus Luger in einer Aussendung.

Ob der Marathon zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird, müsse noch mit dem Veranstalter geklärt werden, hieß es aus dem Büro des Bürgermeisters. Bei der Veranstaltung wären auf den verschiedenen Distanzen rund 20.000 Läufer und 100.000 Zuschauer entlang der Strecke durch das Stadtgebiet erwartet worden.

 15:21

SPÖ begrüßt Maßnahmen, FPÖ will Oppositions-Einbindung

Die SPÖ begrüßt die von der Regierung am Dienstag verkündeten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner sprach von einem "wichtigen und notwendigen Schritt". Die FPÖ forderte unterdessen eine Einbindung der Opposition bei der Erstellung der Maßnahmen. Der ÖGB begrüßte den Aufruf zum Home-Office und die Sozialistische Jugend fordert eine Millionärssteuer.

"Der Schutz besonders gefährdeter Personengruppen, von chronisch kranken und älteren Menschen, muss unsere oberste Priorität haben", sagte Rendi-Wagner am Dienstag in einer Aussendung. "Wir müssen nun zusammenhelfen, damit sich unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht anstecken."

Die Maßnahmen der Regierung seien "ein wichtiger und notwendiger Schritt im Sinne der Gesundheit der Menschen in Österreich. Jetzt gilt es, gemeinsam und solidarisch das Virus zu bekämpfen", so die Parteichefin. Einmal mehr bekräftigte sie ihre Forderung nach einem nationalen Krisenplan und einem Krisenkoordinator. Denn um dem Virus "einen Schritt voraus" zu sein, seien österreichweite Vorgaben vonseiten der Bundesregierung "dringend notwendig".

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl forderte die Einbindung der Opposition durch die Regierung - und zwar "ab sofort". Denn damit wäre "Vorsorge getragen, dass keine kostbare Zeit mehr durch vielgliedrige Kommunikationsketten vergeudet wird". Alleine schon für "die einfachste aller Übungen, eine erste koordinierte Informationskampagne für die Bevölkerung", habe die Regierung "Wochen und den Gedankenanstoß der Freiheitlichen gebraucht", kritisierte Kickl. Darüber hinaus gehe es ihm um "umfassende und ungefilterte Informationen" und die Möglichkeit, Vorschläge einbringen zu können. Kickl verwies etwa darauf, dass Grenzkontrollen und das Streichen von Flugverbindungen von der Opposition "bereits vor längerem gefordert" worden seien. Auch pochte Kickl darauf, dass "bei allen gesundheitspolitischen Notwendigkeiten die Bürgerrechte nicht unnötig beschränkt werden".

Der Gewerkschaftsbund begrüßte in einer Aussendung die Empfehlung der Regierung, nach Möglichkeit Home-Office zu betreiben. "Der ÖGB unterstützt jede Maßnahme, die dazu dient, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen." Gleichzeitig wies die Leitende Sekretärin des ÖGB, Ingrid Reischl, darauf hin, dass es keinen Rechtsanspruch auf Home-Office gibt. Diese müsse zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer mittels Betriebsvereinbarungen oder mit Einzel-Vereinbarungen geregelt werden. Reischl appellierte an die Unternehmen, die Rahmenbedingungen zu klären.

Die Sozialistische Jugend warnte vor Folgen für arbeitende Menschen und kleine Betriebe. Auch brauche es "mehr denn je kräftige Investitionen ins staatliche Gesundheitssystem". Es ist daher "höchste Zeit, dass Superreiche und GroßunternehmerInnen endlich ihren Teil zum gesellschaftlichen Wohl beitragen", forderte SJ-Vorsitzender Paul Stich "dringend progressive Vermögens- und Erbschaftssteuern".

 15:08

Altmaier: Wirtschaftliche Situation ist "ernst"

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angesichts der Corona-Epidemie in einer "ernsten" Lage. Es gebe "erhebliche" Auswirkungen insbesondere in den Branchen für Tourismus, Messe und Veranstaltungen, Hotels und Gaststätten, sagte Altmaier am Dienstag in Berlin.

Zudem würden Auswirkungen auf Lieferketten vor allem im industriell-gewerblichen Bereich erwartet, deren Tragweite erst in den kommenden Wochen sichtbar würden.

Altmaier äußerte sich nach einem Austausch mit den Wirtschaftsministern der Bundesländer zu den ökonomischen Folgen der Corona-Krise in Deutschland. Betroffen seien nicht nur große Unternehmen, sondern auch der Mittelstand, fügte der CDU-Minister hinzu. Er sei sich mit seinen Länderkollegen einig gewesen, dass von dem Treffen das "klare Signal" ausgehen solle, dass "wir auf die wirtschaftlichen Folgen dieser Situation vorbereitet sind" und "dass wir die Unternehmen nicht im Stich lassen werden".

Es gebe bereits jetzt ein Maßnahmenbündel, das zur Verfügung stehe und ein Volumen von mehreren Milliarden Euro umfasse, fügte der Minister hinzu. Er verwies zudem auf den Beschluss des Koalitionsausschusses von Sonntagabend, die Bedingungen für das Kurzarbeitergeld zu erleichtern. Bund und Länder wollten gemeinsam dafür sorgen, dass notwendige Entscheidungen "schnell und unbürokratisch" getroffen würden.

Altmaier hob hervor, er wünsche sich trotz der Corona-Epidemie, dass "in verantwortlichem Maß" auch in Zukunft die Freizügigkeit in Europa beibehalten werde. Damit wolle er nicht die österreichische Regierung kritisieren, die die Einreise aus Italien stark eingeschränkt hat. "Aber Freizügigkeit ist ein hohes Gut für die Bürgerinnen und Bürger." Deshalb "werden wir in Deutschland alles tun, um Einschränkungen derselben zu verhindern."

 15:07

Vorerst keine öffentlichen Gottesdienste in der Slowakei

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus führen auch in Tschechien und der Slowakei zu deutlichen Einschränkungen im kirchlichen Leben. So dürfen in der Slowakei auf Regierungsanordnung bis vorerst 23. März keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden, wie die Bischofskonferenz am Dienstag in Bratislava mitteilte.

Die Bischöfe würden dieses Verbot "mit großem Schmerz" akzeptieren und bitten alle Priester und Gläubigen, es zu befolgen, hieß es laut Kathpress in einer offiziellen Erklärung. Die Kirchen sollten für das private Gebet weiter offen stehen. Gläubige könnten Gottesdienste via TV und Radio mitfeiern.

In Tschechien verhängte die Regierung am Dienstag ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern und kündigte eine vorübergehende Schließung der Schulen an. Die Maßnahme betreffe auch alle Gottesdienste sowie etwa Pilgerfahrten, teilte die Bischofskonferenz in Prag infolgedessen mit. Die Bischöfe riefen dazu auf, an Sonntagen zusätzliche Gottesdienste anzubieten und die Gläubigen so aufzuteilen, dass nicht mehr als 100 Personen anwesend sind. Gläubige könnten ihre Sonntagspflicht außerdem durch das Mitfeiern von Gottesdiensten via Fernsehen, Radio oder Internet erfüllen.

 15:03

"Einige wenige tausend" Österreicher noch in Italien

Nachdem Österreich eine volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen hat und die höchste Sicherheitsstufe ausgegeben wurde, geht das Außenministerium davon aus, dass Touristen, die sich noch dort befinden, so rasch es geht heimkehren. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, können die heimischen Urlauber mit staatlicher Hilfe rechnen. Im Extremfall wäre eine organisierte Rückholaktion möglich.

Wie der Sprecher des Außenministeriums, Peter Guschelbauer, gegenüber der APA erläuterte, halten sich derzeit nur mehr "einige wenige tausend" Österreicher in Italien auf. Die rigiden Maßnahmen der italienischen Behörden und die Medienberichte hätten etliche Touristen bereits zum Verlassen des Landes bewogen. Die Buchungslage in Italien - an sich speziell im Frühling bei Österreichern eine heiß begehrte Urlaubsdestination - ist um bis zu 90 Prozent eingebrochen. Für jene, die sich noch dort aufhalten und die mit ihrem Pkw unterwegs sind, sollte es bei der Rückkehr keine Probleme geben, meinte Guschelbauer: "Die Ausreise ist im Moment noch möglich." Die Empfehlung laute daher, die Fahrt nach Hause fortzusetzen. An der Grenze ist mit Gesundheitskontrollen zu rechnen.

Schwierigkeiten könnte es für Touristen geben, die mit der Bahn oder mit dem Flugzeug in den Urlaub gefahren bzw. geflogen sind. Etliche Flug- und Zugverbindungen wurden mittlerweile gekappt. In diesen Fällen rät das Außenministerium, sich - was den norditalienischen Raum betrifft - mit der Bitte um Hilfe an das Generalkonsulat in Mailand bzw. an die Botschaft in Rom zu wenden, wenn man in Zentral- oder Süditalien festsitzt. Für Fälle, in denen eine private Heimreise nicht möglich ist, wurde auch eine Notfallnummer unter +43 (0) 50 11 50-4411 eingerichtet. Sollten alle Stricke reißen, "wird eine staatliche Rückholung organisiert", sicherte Guschelbauer zu.

Abgesehen von Urlaubern halten sich aktuell rund 6.000 Auslandsösterreicher in Italien auf, die ihren Lebensmittelpunkt auf Dauer in den Süden verlegt haben. Das Außenministerium vermutet, dass die meisten von ihnen vorerst dortbleiben und abwarten wollen, wie sich die Corona-Krise entwickelt. Ihnen wird angeraten, die weitere Entwicklung zu verfolgen. Falls ein Rückkehrwunsch aufkommt, "ist klar, dass die sich mit uns in Verbindung setzen sollen", schloss Guschelbauer.

 14:43

++++ Direktoren sollen sich auf Schulschließungen vorbereiten +++++

Das Bildungsministerium hat die Schuldirektoren ersucht, sich aufgrund des Coronavirus auf Schulschließungen präventiv vorzubereiten. In einem der APA vorliegenden Schreiben an Schulleiter wird außerdem empfohlen, dass Ausflüge, Reisen und Schulveranstaltungen ab sofort bis auf Weiteres ausgesetzt werden.

Derzeit sei der bundesweite Schulbetrieb von einer flächendeckenden Schließung wie an den Hochschulen nicht betroffen, heißt es in dem Schreiben. Das derzeitige Prozedere mit anlassbezogenen Schulsperren habe sich bewährt. "Wir alle hoffen, dass es zu weiteren Einschränkungen nicht kommen wird. Dennoch ist mein Ersuchen an Sie, dass wir in enger Abstimmung bleiben und uns auf Schulschließungen gemeinsam vorbereiten", heißt es in dem von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) gezeichneten Dokument.

 14:37

Altmaier: Grenzen in EU müssen trotz Krise offen bleiben

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist trotz der Coronavirus-Epidemie gegen Grenzkontrollen und die Abschottung ganzer Länder. "Die Freizügigkeit ist ein hohes Gut", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Deutschland werde alles tun, um Einschränkungen zu vermeiden.

Darüber müsse aber auf europäischer Ebene gesprochen werden. Österreich hat ein Einreisestopp für Personen aus Italien verhängt, wo das Virus besonders stark verbreitet ist.

Konjunkturell werde das erste Halbjahr schwierig, sagte Altmaier auf eine Frage, ob eine Rezession in Deutschland droht. Italien und China - zwei der am stärksten betroffenen Staaten - seien wichtige Handelspartner für Deutschland. In der Autoindustrie seien italienische Partner für viele deutsche Firmen sogar noch wichtiger als chinesische. Eine aktuelle Konjunkturschätzung für 2020 werde es mit der Frühjahrsprognose geben, die langsam näher rücke. Viele Ökonomen rechnen mit einer Rezession im ersten Halbjahr.

Altmaier stimmte sich am Dienstag zwei Stunden lang mit den Wirtschaftsministern der 16 deutschen Bundesländer ab. Es sei zunächst um Instrumente zur Sicherung der Liquidität und Beschäftigung von Unternehmen gegangen. Viele Milliarden Euro stünden dafür zur Verfügung. Es werde eine große Nachfrage nach Hilfen der Förderbank KfW geben. Eine Aufstockung vorhandener Mittel sei möglich, sollte dies nötig werden, bekräftigte Altmaier.

 14:35

Innsbrucker Volksschule am Mittwoch geschlossen

Die Volksschule Innere Stadt in der Angerzellgasse in Innsbruck wird am Mittwoch geschlossen bleiben. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen zweier Verdachtsfälle, teilte die Bildungsdirektion des Landes mit. Es seien umgehend behördliche Abklärungen eingeleitet worden.

Eine Lehrerin und eine Schülerin an der bilingualen Schule, beide italienischer Herkunft, waren nicht mehr an der Schule, seit sie Symptome bemerkt hatten, hieß es. Bei beiden Personen wurden Abstrichproben entnommen, die nun vom Virologischen Institut in Innsbruck geprüft werden. "Mit einem Ergebnis ist wahrscheinlich erst morgen im Laufe des Tages zu rechen. Deshalb bleibt die Schule morgen auf jeden Fall geschlossen", so Bildungsdirektor Paul Gappmaier. Lehrerin und Schülerin würden jedenfalls abgesondert und müssen sich für 14 Tage isolieren.

 14:33

Wien: 43 Erkrankungen, Ärztefunkdienst im Dauereinsatz

In Wien sind aktuell 43 Coronavirus-Fälle bestätigt. Das teilte das Rathaus am Dienstagnachmittag in einer Aussendung mit. Der Ärztefunkdienst, der Verdachtsfälle untersucht, ist unterdessen im Dauereinsatz. Am gestrigen Montag wurden 87 Nasen-und Rachenabstriche an Personen mit Symptomen vorgenommen. Bei der Hotline 1450 gingen an diesem Tag mehr als 3.000 Anrufe ein.

 14:32

EU-Ministerrat zu Coronavirus-Folgen fällt wegen Coronavirus aus

Wegen der Coronavirus-Krise hat der EU-Ministerrat seine nächste Sitzung zu Handelsfragen abgesagt. Das bestätigte eine Sprecherin des kroatischen EU-Vorsitzes am Dienstag in Brüssel. Bei dem Treffen an diesem Donnerstag sollte es unter anderem um die Auswirkungen des Ausbruchs von Covid-19 auf die globalen Lieferketten und Handelsströme gehen. Ein Ersatztermin blieb zunächst offen.

 14:23

Katholische Kirche will österreichweite Vorgehensweise

Die katholische Bischofskonferenz berät derzeit, welche Maßnahmen aufgrund der Veranstaltungseinschränkungen der Regierung wegen des Coronavirus getroffen werden müssen. Derzeit spreche man sich mit den staatlichen Behörden ab, welche Konsequenzen sich für das kirchliche Leben in Österreich ergeben. Angestrebt sei möglichst schnell eine österreichweite Vorgangsweise, berichtete "Kathpress".

Am Dienstagmittag hatte die Bundesregierung verschärfte Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus bekannt gegeben. So sollen Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern bis Anfang April abgesagt werden. Davon betroffen könnten auch Gottesdienste mit einer entsprechenden Teilnehmerzahl sein.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) hatte angekündigt, dass ab Freitag bis vorerst 1. April keine Freitagsgebete in Moscheen abgehalten werden dürfen. Dies gilt auch für kleine Gebetshäuser, die sonst mit großem Andrang zu rechnen hätten. Aus islamischer Sicht seien diese Maßnahmen gerechtfertigt, denn die Verpflichtung zur Durchführung des Freitagsgebetes gelte als aufgehoben, "wenn Krankheit oder Sorge um das eigene Leben oder jenes von Familienangehörigen vorliegen".

Ausnahmslos alle Moscheen und Imame sind dazu angehalten, sich an diese Vorsichtsmaßnahmen zu halten, schrieb die IGGÖ in einer Aussendung. Ebenso solle die Abhaltung größerer Veranstaltungen und Versammlungen innerhalb der islamischen Einrichtungen möglichst vermieden werden. Die Moscheen bleiben jedoch für das tägliche Gebet und seelsorgerische Dienste geöffnet, betonte die Glaubensgemeinschaft.

Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) hat schon seit längerem einen Krisenstab eingerichtet, der über das Vorgehen berät. Seit zwei Wochen gibt es auch in den religiösen Einrichtungen, die etwa dem Stadttempel, besondere Hygienemaßnahmen. Auch über weitere Maßnahmen werden die Mitglieder laufend informiert.

 14:20

Kommission und Parlament fordern Solidarität in EU

Vor Beratungen der Staats- und Regierungschefs über die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben die EU-Kommission und das Europaparlament von den Mitgliedstaaten mehr Solidarität untereinander gefordert. "Ohne Solidarität kommen wir nicht weit", sagte EU-Katastrophenschutzkommissar Janez Lenarcic am Dienstag im EU-Parlament.

Bei der Plenardebatte forderten mehrere Abgeordnete zudem mehr Mittel für die Erforschung des Virus. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht Europa noch am Anfang der Covid-19-Epidemie.

"Der EU-Katastrophenschutzmechanismus ist ein wunderbarer Mechanismus, aber er fußt auf Beiträgen der Mitgliedstaaten", sagte Kommissar Lenarcic. So habe die EU-Kommission keine eigenen Reserven an Schutzausrüstung wie Atemschutzmasken. "Andernfalls würde Italien diese zuerst von uns erhalten." Aber dazu seien nur die Regierungen in der Lage.

Der Fraktionschef der konservativen EVP im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), kritisierte in diesem Zusammenhang die deutschen Ausfuhrbeschränkungen für Atemschutzmasken: "Das ist nicht das Verständnis von Solidarität, das wir als EVP-Fraktion haben." Nach der Entscheidung Deutschlands und auch Frankreichs habe es einen "Dominoeffekt" gegeben, andere EU-Länder hätten ähnliche Maßnahmen getroffen.

Die deutsche Bundesregierung hatte vergangene Woche den Export von Atemmasken und anderer Schutzausrüstung wie Handschuhe und Schutzanzüge stark eingeschränkt. Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begründete den Schritt damit, dass die Masken nicht dort ankämen, wo sie gebraucht, sondern wo die höchsten Preise gezahlt würden.

Noch deutlich härter ins Gericht mit diesen Maßnahmen ging die italienische Rechtspopulistin Silvia Sardone. "Ich schäme mich für die Länder, die versuchen, Italien davon abzuhalten, sich Schutzausrüstung zu beschaffen", sagte die Abgeordnete der fremdenfeindlichen Lega-Partei. Europa lasse ganze Länder im Stich.

"Wir stehen ganz am Anfang dieser Epidemie", sagte Frankreichs Präsident Macron. Aus Frankreich wurden zuletzt mehr als 1.400 Infektionen und 25 Todesfälle gemeldet, es ist damit eines der am stärksten betroffenen Länder in der EU.

"Die nächsten Tage und Wochen werden entscheidend", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Derzeit sei ein "exponenzieller Anstieg" der Infektionen zu beobachten.

EU-Ratspräsident Charles Michel hat für Dienstagnachmittag (17.00 Uhr) einen "Video-Gipfel" der Staats- und Regierungschefs zur Krise um das Coronavirus anberaumt. Dabei soll unter anderem über Möglichkeiten zur Unterstützung Italiens als am stärksten betroffenes Land beraten werden.

Zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat die Regierung in Rom 7,5 Milliarden Euro aus dem Haushalt bereitgestellt. Die EU-Kommission kündigte bereits an, dass die Ausgaben nicht herangezogen werden, wenn Brüssel die Einhaltung der EU-Haushaltsregeln durch das hoch verschuldete Land prüfe.

An der Konferenzschaltung der Staats- und Regierungschefs nimmt neben Kommissionschefin Ursula von der Leyen auch die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, teil. Die EZB entscheidet am Donnerstag über ihre Reaktion auf die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Epidemie, die Börsenkurse weltweit abstürzen ließ.

 14:09

Schock-Video: Hier kämpfen Ärzte um das Leben eines Corona-Patienten

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 14:08

EU-Ratspräsident dringt auf Geschlossenheit

Ein gemeinsames Handeln gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat EU-Ratspräsident Charles Michel gefordert. Vor einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten erklärte Michel am Dienstag in Brüssel: "Unsere Aufgabe ist es, einen koordinierten Ansatz der EU zu stärken." Man stehe zu all jenen, die von Covid-19 betroffen seien.

Er habe schon vor der Videoschaltung mit dem italienischen Premierminister Giuseppe Conte über die außerordentliche Situation gesprochen, der Italien sich gegenüber sehe, erklärte Michel auf Twitter. Italien verzeichnet von allen europäischen Ländern die weitaus meisten Infektionen mit dem Virus und die meisten Todesopfer. Im ganzen Land gelten inzwischen Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise.

Michel wollte am späten Nachmittag (17.00 Uhr) mit den Staats-und Regierungschefs über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Krise beraten. Am Freitag hatten bereits die Gesundheitsminister der EU-Staaten in Brüssel über gemeinsame Antworten gesprochen. Die Situation ändert sich derzeit jedoch schnell.

 14:06

Großes indisches Farbenfest wird kleiner gefeiert

Trotz Ängsten um das neuartige Coronavirus haben sich viele Inder beim diesjährigen indischen Farbenfest Holi gegenseitig Farbpulver ins Gesicht geschmiert. So will es Brauch des Frühlingsfests. Aber so groß wie gewöhnlich waren die Holi-Feiern an diesen Donnerstag nicht. Denn viele Großveranstaltungen wurden im Vorfeld abgesagt.

Indiens Gesundheitsministerium riet die Bevölkerung auf, Menschenmassen zu meiden und auch Premier Narendra Modi verkündete, dieses Jahr auf Holi-Veranstaltungen zu verzichten. Bisher gibt es im 1,3 Milliarden-Einwohnerland 47 bestätigte Covid-19-Fälle.

Doch US-Sänger Nick Jonas ließ es sich nicht nehmen, mit seiner indischen Frau und Schauspielerin Priyanka Chopra in deren Heimat zu reisen, um zum ersten Mal Holi zu feiern. Chopra teilte am Dienstag ein Foto des Paares in farbverschmierten Kleidern auf Instagram und wünschte allen Feiernden ein sehr glückliches und sicheres Fest.

Das ursprünglich religiöse Fest aus Indien und Nepal symbolisiert den Sieg des Guten über das Böse und den Anfang des Frühlings. Es gibt normalerweise viele Straßenfeste, organisierte Veranstaltungen sowie Feste von Familien und Nachbarn mit Essen, Wasser- und Farbschlachten. Inzwischen wird das Fest rund um die Welt gefeiert.

Die eher gedämpfte Stimmung wegen Covid-19 traf so auch Verkäufer von Holi-Zubehör. Der langjährige Verkäufer Ravi Kumar etwa sagte nahe der Hauptstadt Neu Delhi, dass er dieses Jahr nur halb so viele Wasserpistolen, Wasserballons und Farbe verkauft habe wie davor.

 14:04

Auswirkungen auf steirischen GR-Wahlkampf gering

Die geplanten Beschränkungen der Bundesregierung für größere Veranstaltungen aufgrund des Coronavirus werden sich nicht auf den steirischen Gemeinderatswahlkampf auswirken, hieß es aus den Parteien. Großveranstaltungen gebe es keine bzw. wurden bereits abgehalten. Bei etwaigen Tür zu Tür-Besuchen oder kleineren Treffen verhalte man sich wie jemand "mit gesundem Menschenverstand", hieß es unisono.

Von der steirischen ÖVP hieß es auf Anfrage, man werde die Veranstaltungen "Kurz im Gespräch" mit Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Frohnleiten und am Freitag in Bruck/Mur absagen. Kleinere Termine und Veranstaltungen würden nicht abgesagt, für den Wahlkampf mit Bürgerkontakten gelten die bekannten Empfehlungen der Behörden - "wie auch sonst im Alltag", so ein Sprecher der steirischen ÖVP.

Seitens der steirischen SPÖ hieß es, auf den Gemeinderatswahlkampf hätten die geplanten Einschränkungen kaum Auswirkungen, die meisten größeren Veranstaltung seien gelaufen. Auch mache man auf die Möglichkeit der Briefwahl bzw. Wahlkarte aufmerksam, falls man sich bei einem Besuch des Wahllokals unsicher fühle. Man habe die Hygienevorschriften der Behörden für den persönlichen Umgang. Abseits des Gemeinderatswahlkampfes gibt es allerdings Auswirkungen auf eine SPÖ-Großveranstaltung in Graz: Der für 28. März geplante Programmparteitag "Graz 2035 - Stadt mit Zukunft" der Stadtpartei sowie das Ehrungsfest würden auf einen späteren Termin verschoben, hieß es in einer Aussendung. Bezüglich des für 8. Mai geplanten Landesparteitags der SPÖ mit der offiziellen Kür von LHStv. Toni Lang zum Parteivorsitzenden werde man sehen.

FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann sagte der APA, eine Mitgliederversammlung mit über 100 Mitgliedern und Bundesparteichef Norbert Hofer in Frohnleiten habe man bereits gehabt, ebenso Auftaktveranstaltungen. Eine Schlusskundgebung zur GR-Wahl sei ja nicht geplant gewesen. Bei Bürgerkontakten würden die empfohlenen Maßnahmen gelten.

NEOS-Chef Niko Swatek sagte, den großen Wahlkampfstart in Leoben habe man bereist gehabt, und bei Tür zu Tür-Besuchen vor der Wahl am 22. März halte man eben einen gewissen Abstand, so Swatek am Rande der Landtagssitzung. Ähnliches berichteten für die Grünen Klubchefin Sandra Krautwaschl und Landesprecher Lambert Schönleitner. Man habe kleinere Veranstaltungen mit 30 bis 40 Personen und verhalte sich "mit Hausverstand".

Bei der steirischen KPÖ erfolgen viele Bürgerkontakte über die Infostände im Freien oder auch über z. B. Sozialsprechstunden, etwa in Rottenmann oder Fohnsdorf, sagte Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler am Rande des Landtags.

 13:59

Kontrollen zu Italien in Kärnten vorerst punktuell

Die Coronavirus-Kontrollen bei der Einreise aus Italien werden auf Kärntner Gebiet vorerst nur punktuell durchgeführt. Das sagte Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) am Dienstag vor Journalisten. "Wir werden diese Fieberkontrollen jetzt am Nachmittag durchführen und ich werde mir selber ein Bild vor Ort machen, wie sich diese aktuellen Ereignisse auf das Geschehen an der Grenze auswirken."

Italiener dürfen die Grenze nur mit Gesundheitsattest passieren - oder wenn sie ohne Zwischenstopp durchreisen, hieß es. Wie bzw. ob eine solche Durchreise kontrolliert wird, war zunächst unklar. Sollte bei einer Person Fieber - als solches gilt eine Temperatur ab 37,5 Grad - festgestellt werden, werden Italiener zurückgewiesen. Bei Einheimischen und Angehörigen anderer Staaten wird ein Abstrich genommen und sie kommen in Heimquarantäne bzw. in ein Krankenhaus in Quarantäne.

Züge aus Italien wurden am Dienstag noch zwei erwartet, danach werde der Schienenverkehr eingestellt, so Prettner. Eine Enquete des Kärntner Landtags zum Thema Trinkwasserversorgung wurde wegen der Teilnehmerzahl von 170 am Dienstag kurzfristig abgesagt. Bei einer Sitzung des Landesparlaments am Donnerstag werden keine Besucher gestattet, gab Landtagspräsident Reinhart Rohr gegenüber der APA bekannt. Die Sitzung werde aber wie gewohnt live im Internet übertragen. Mehrere Schulklassen wären angemeldet gewesen.

In Kärnten gab es weiterhin einen bekannt gewordenen Coronavirus-Krankheitsfall. Insgesamt befanden sich 30 Personen in Quarantäne, sagte Prettner. Nach aktuellem Stand dürfte die 28-jährige Infizierte also niemanden angesteckt haben.

 13:58

Schüler für Verschiebung der Zentralmatura

Die angekündigte Schließung von Schulen ist aus Sicht von Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike von der ÖVP-nahen Schülerunion "wichtig und nachvollziehbar". Gleichzeitig müsse sichergestellt sein, dass den Schülern keine Bildung entgeht und die angehenden Maturanten eine faire Zentralmatura erhalten. "Es wäre eine anzudenkende Maßnahme, dass man die Zentralmatura verschiebt", so Uzodike zur APA.

Man müsse evaluieren, wie viel Stoff üblicherweise in den Wochen vor den Osterferien durchgenommen würde, die heuer ohnehin schon sehr unglücklich fallen würden. "Nach den Osterferien gibt es nur noch Betreuungsstunden und in den Wochen vor den Osterferien sind alle wichtigen Schularbeiten. Der ganze wichtige Stoff, die wichtigen Schularbeiten und die Vorbereitung auf die Zentralmatura gehen den Schülern dann ab."

Man müsse sich auch überlegen, wie in der Zeit der Schulschließung die Bildung der Schüler sichergestellt werden könne. Eine teilweise Umstellung auf Fernlehre sieht Uzodike für die Schulen kaum als Option. Bei den jüngeren Schülern gebe es zusätzlich ein Betreuungsproblem. "Wenn die Eltern diese Betreuung nicht übernehmen können, muss sich der Staat ganz schnell überlegen, wie er das sonst macht."

 13:58

Besitzer von Nottingham Forest berichtete von Infektion

Der griechische Besitzer des englischen Fußball-Zweitligisten Nottingham Forest, Evangelos Marinakis, hat sich nach eigenen Angaben mit dem Coronavirus infiziert. "Das aktuelle Virus hat mich 'besucht'", verkündete Marinakis, der auch die Mehrheit am griechischen Fußballclub Olympiakos Piräus hält, am Dienstag bei Instagram.

"Ich fühle mich gut, befolge all die notwendigen Maßnahmen und halte mich an die Anweisungen der Ärzte", schrieb der 52-Jährige weiter. "Ich empfehle meinen Landsleuten, dringend dasselbe zu tun."

Wo sich Marinakis derzeit aufhält, ging aus seinem Instagram-Beitrag nicht hervor. Laut britischen Medien wurde er am vergangenen Freitag in Nottingham beim Championship-Heimspiel von Forest gegen den FC Millwall (0:3) gesehen.

Als Maßnahme gegen eine Ausbreitung des Coronavirus hatte die griechische Regierung vor kurzem verfügt, dass unter anderem das Europa-League-Heimspiel von Olympiakos gegen Wolverhampton am Donnerstag ohne Zuschauer stattfinden wird.

 13:55

Zahl der Infizierten in Südtirol auf 52 angewachsen

Die Anzahl der in Südtirol positiv auf das Coronavirus getesteten Personen ist auf 52 angewachsen. Das sind 16 mehr als am Tag zuvor, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit. Zwei Fälle wurden mittlerweile durch Italiens nationales Gesundheitsinstitut in Rom bestätigt.

Die Zahl der Coronavirus-Toten in Italien steigt weiterhin rasant: Innerhalb eines Tages sind in Italien 97 Menschen der neuartigen Lungenkrankheit erlegen, teilten die Behörden am Montagabend in Rom mit. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 463. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 7.985, am Sonntag waren es noch 7.375.

 13:55

Radiologenkongress überlegt Abwanderung nach Barcelona

Der Europäische Radiologenkongress - der vom 11. bis 15. März in Wien anberaumt war und der kürzlich abgesagt wurde - überlegt, nach Barcelona abzuwandern. Das wurde am Dienstag mittels Aussendung kundgetan. Beklagt wird, dass Veranstaltungen nicht früher untersagt wurden. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) betonte, dass er wenig von Konfrontation in diesem Zusammenhang halte.

23.000 Teilnehmer aus 183 Ländern hätten demnächst im Wiener Austria Center tagen sollen. Angesichts der aktuellen Coronavirus-Situation wurde das Großevent noch vor dem entsprechenden Erlass der Regierung storniert. "Den Behörden ist der Vorwurf zu machen, die Entscheidung über Maßnahmen zum Schutz vor einer Weiterverbreitung des Coronavirus, nämlich die Absage von medizinischen Großveranstaltungen, auf private Veranstalter zu überwälzen welche so auf dem damit verbundenen Risiko sitzenbleiben", wurde heute in einer Aussendung beklagt.

"Obwohl wir den Kongress bereits auf eigenes Risiko verschoben haben und den Behörden eine schwerwiegende Entscheidung abgenommen haben, lassen uns diese weiterhin im Stich", hielt Peter Baierl, der Geschäftsführer der Europäischen Gesellschaft für Radiologie (ESR), fest. Es gehe ihm dabei nicht um finanzielle Forderungen an Stadt oder Bund, wie er versicherte, sondern um die Schaffung von Rechtssicherheit für private Veranstalter.

Es ist fahrlässig, dass die Verantwortung für die öffentliche Gesundheit Privatveranstaltern überlassen wird, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich bei den Teilnehmern um medizinisches Fachpersonal handelt, welches in Anbetracht der zu erwartenden Belastungen des Gesundheitssystems dringend in den Spitälern benötigt wird", sagte er. Ohne behördlichen Bescheid zur Untersagung seien es die Veranstalter, die das volle Risiko tragen: "Eine Sachlage, welche die ESR dazu zwingt, sich mit einer möglichen Abwanderung in Richtung Barcelona nach dem Jahr 2020 intensiv zu beschäftigen. Dadurch würden der Stadt Wien auf einen Schlag fünf Radiologiekongresse bis 2025 wegfallen."

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) mutmaßte in einer Pressekonferenz, dass der Veranstalter offenbar Probleme bei den Gesprächen mit seiner Versicherung habe. Das könne er nachvollziehen, sagte der Ressortchef. Allerdings seien derzeit alle Wirtschaftsbetriebe in Mitleidenschaft gezogen: "Das betrifft nicht nur Veranstalter von Großkongressen." Man werde die Firmen so weit es geht unterstützen.

"Dieser Veranstalter versucht offenbar, das auf den Klagsweg auszutragen, soll auch so sein, dafür gibt es Gerichte." Man könne in solchen Situationen versuchen, die Konfrontation zu suchen oder aber auch versuchen, einen gemeinsamen Weg zu finden. Hacker sprach sich für letzteres aus: "Das ist momentan nicht die Situation, wo wir auf Konfrontationskurse gehen sollten." Momentan schaffe man es sogar, zwischen Bundesregierung und den Ländern Einigkeit herzustellen, gab er zu bedenken.

 13:55

Südtiroler Kommunalwahlen verschoben

Die für den 3. Mai avisierten Gemeinderatswahlen in der Region Südtirol-Trentino sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Dies haben Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) und sein Trentiner Amtskollege Maurizio Fugatti am Dienstag beschlossen. Sie begründeten ihren Beschluss mit der Notwendigkeit, die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Wann die Gemeinderatswahl stattfinden werden, hänge von den weiteren Entwicklungen ab und werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die Gemeinderatswahlen hätten in 113 Südtiroler Kommunen, darunter Bozen, stattfinden sollen.

 13:54

Universität Salzburg sagt alle Lehrveranstaltungen ab

Das Rektorat der Universität Salzburg hat am Dienstagnachmittag entschieden, alle Präsenzlehrveranstaltungen mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres einzustellen. Sofern möglich, soll auf digitale Lehrformate umgestellt werden. Auch alle anderen Veranstaltungen, Vorträge und der Tag der offenen Tür am 11. März wurden abgesagt. Universitätsmitarbeiter können Ihre Arbeit wie gewohnt fortsetzen.

Auch Prüfungen finden weiter statt, sagte einen Sprecherin der Universität zur APA. Das betreffe sowohl mündliche kommissionelle Prüfungen wie schriftliche Prüfungen, wo Studierende - wenn notwendig - auf größere Hörsäle ausweichen oder auf mehrere Hörsälen aufgeteilt werden. Damit könne ein entsprechender Abstand zwischen den Studierenden untereinander gewährleistet werden.

Bei der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU), der Fachhochschule Salzburg und der Universität Mozarteum tagten am frühen Nachmittag noch die Verantwortlichen. "Momentaner Stand ist, dass das Haus nicht geschlossen wird, aber sofort alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abgesagt wurden. Heute Abend ist davon etwa ein Klavierkonzert betroffen", sagte ein Sprecher der Universität Mozarteum zur APA. Was die Lehrveranstaltungen betreffe, werde derzeit noch beraten. Es sei etwa zu klären, wie mit Studierenden umgegangen wird, die Einzelunterricht bei einem Professor oder einer Professorin nehmen.

 13:44

43 Corona-Fälle in Wien

Stand heute, 13:30 Uhr gibt es 43 infizierte Personen in Wien.

 13:34

ÖFB will Länderspiele austragen

Österreichs Fußball-Bund will alle Vorbereitungen und Vorkehrungen treffen, um die Länderspiele in Wales am 27. März und in Wien gegen die Türkei am 30. März unter Berücksichtigung der neuen Situation zur Austragung zu bringen. Dies hielt der ÖFB am Dienstag in einer Stellungnahme fest.

Am Mittwoch finde diesbezüglich ein Treffen des Verbands mit den zuständigen Behörden und Vertretern des Krisenstabs statt. "Oberste Prämisse war und ist, die jeweilige Situation sachlich zu bewerten, unaufgeregt zu handeln und umsichtige Entscheidungen zu treffen", schrieb der ÖFB. Man stehe aufgrund der Entwicklung rund um den Coronavirus bereits seit Tagen in intensivem Kontakt mit den Behörden.

Abzuklären gilt, wie die von der Regierung verlautbarte Maßnahme, nur 500 Personen zu Outdoor-Veranstaltungen zuzulassen, umgesetzt werden kann.

 13:32

Dramatischer Anstieg in der Schweiz

Innerhalb von 24 Stunden ist die Zahl der bestätigten Coronafälle in der Schweiz um mehr als 50 Prozent gestiegen. Am Dienstag waren es 476 bestätigte Fälle, 164 mehr als am Tag davor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Mit Abstand am stärksten betroffen ist der südliche Kanton Tessin, der von der italienischen Covid-19-Krisenregion Lombardei teils umschlossen ist. Dort gab es bis Dienstag mehr als 90 bestätigte Fälle, zudem den dritten Schweizer Todesfall. Eine 80-jährige Frau starb, die an Covid-19 erkrankt war und schon Vorerkrankungen hatte. Im Tessin verboten die Behörden Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen, um besonders gefährdete Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören dazu Menschen über 65 Jahre sowie solche mit Herzproblemen, Diabetes oder anderen Vorerkrankungen.

 13:30

Wird die EM verschoben?

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt für zunehmende Spekulationen um eine mögliche Verschiebung der Fußball-EM um ein Jahr in den Sommer 2021. Wie internationale Medien am Dienstag berichten, wachse der Druck auf UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Hintergrund ist die Sorge nationaler Verbände und Ligen, dass sie ihre Meisterschaftswettbewerbe nicht wie geplant bis Mitte Mai beenden können.

Die UEFA äußerte sich zum Thema bisher nicht. Die 51 EM-Spiele sind für den 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern geplant, darunter auch im vom Coronavirus schwer betroffenen Italien. In der italienischen Serie A ruht derzeit der Spielbetrieb bis Anfang April, auch in der Schweiz wird nicht gespielt. In anderen Ländern wie Deutschland finden Spiele vorerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

 13:13

19 Wiener Schulärzte unterstützen Gesundheitsämter

Wien zieht wegen des Coronavirus Schulärzte von den Pflichtschulen ab, um diese in Bezirksgesundheitsämtern einzusetzen. Wie das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) der APA mitteilte, werden insgesamt 19 Mediziner entsprechend eingeteilt. Insgesamt sind knapp 70 Schulärzte an den mehr als 400 Pflichtschulen im Einsatz.

 13:03

Europa-League-Duell LASK - ManUnited ohne Zuschauer

Der Schlager in der Europa League am Donnerstag wird zum Geisterspiel.

 12:49

Alle Autos werden gestoppt

Die Grenzkontrollen am Brenner haben begonnen. Alle Autos werden übergeprüft.

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 12:45

Veranstaltungsabsagen: "Wahnsinn für die Branche"

Die österreichische Kulturszene wird durch die Restriktionen der Bundesregierung das Coronavirus betreffend in den kommenden Wochen quasi lahmgelegt. Für den Konzertveranstalter Barracuda Music bedeute das Veranstaltungsverbot von Events mit mehr als 100 (Halle) bzw. 500 (Freiluft) Besuchern die Absage von 40 Konzerten bis Ende März. "Wir haben überall über 100", so Geschäftsführer Martin Vögel.

"Für uns heißt das, dass einmal bis Anfang April nichts stattfinden kann", betonte Vögel im APA-Gespräch. "Wir haben zwar noch keinen Erlass der Regierung vorliegen, aber der wird voraussichtlich am Nachmittag kommen. Jetzt sind wir mal dran, unsere Websites upzudaten und die Leute zu informieren." Bei Barracuda Music, einem der größten Konzertveranstalter im Popbereich in Österreich, sind somit alle Events bis Anfang April betroffen. Für diese arbeite man an Ersatzterminen. "Wir treten jetzt mit allen Agenten in Kontakt. Was nicht zu verschieben ist, wird abgesagt und der Kartenpreis zurückerstattet." Die Branche werde dadurch hart getroffen.

Vögel bat die Konzertbesucher auch um Verständnis, dass die Suche nach neuen Terminen einige Zeit in Anspruch nehmen werde. "Den Großteil werden wir mal auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. Nach und nach wird es dann Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen geben. Wir gehen aber beispielsweise jetzt davon aus, dass ab Sommer alles normal stattfinden wird. Wir hackeln also weiter", so Vögel. "Wir können daher nicht mehr tun, als vernünftig zu informieren. Ich bitte um Rücksicht, dass wir nicht alles schon heute Nachmittag lösen werden." Das Vorgehen der Regierung könne er aber nachvollziehen. "Ich nehme schon an, dass sie wissen, was sie machen. Das ist ja kein Kindergarten", meinte er mit Verweis auf das Coronavirus.

 12:43

157 Fälle in Österreich, drei schwerer Erkrankte

Bis Dienstag, 8.00 Uhr, gab es österreichweit 157 Covid-19-Fälle, bei 5.026 durchgeführten Testungen. Zwei Personen gelten als wieder genesen, in drei weiteren Fällen nimmt die Erkrankung laut den Gesundheitsbehörden einen schwereren Verlauf.

Konkret galten laut Detlef Polay, Sprecher des Einsatzstabes im Innenministerium, 149 Fälle als bestätigt, bei weiteren acht Fällen stand das Ergebnis des zweiten Tests noch aus. In fast allen Fällen seien die Infektionsketten nachvollziehbar, und die allermeisten Erkrankungen nehmen einen leichten Verlauf, nur vereinzelt mussten Patienten ins Krankenhaus.

Laut APA-Informationen stufen die Gesundheitsbehörden derzeit drei Fälle in Österreich als schwerere Covid-19-Erkrankungen ein. Zum einen betrifft dies einen älteren Wiener Anwalt, der seit längerer Zeit intensivmedizinisch behandelt wird. Zum anderen sollen auch zwei der in der Steiermark in Behandlung befindlichen Covid-10-Patienten zu den vergleichsweise schwerer erkrankten Fällen zählen.

 12:43

IGGÖ setzt Gottesdienste in Moscheen ab Freitag aus

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) setzt aufgrund der Veranstaltungseinschränkungen der Regierung wegen des Coronavirus alle Gottesdienste in den Moscheen aus. Diese Regel gelte ab dem kommenden Freitagsgebet, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage. Auch kleinere Gebetsräume werden geschlossen, da Menschen sonst dorthin ausweichen würden.

Wie andere Glaubensgemeinschaften mit dem Veranstaltungsverbot umgehen, ist noch unklar. Dienstagnachmittag wurde etwa in der römisch-katholischen Kirche noch beraten, wie man künftig mit Gottesdiensten umgehen wird.

 12:38

Tausende Studenten aus Krisenregionen

Vor allem Südtiroler und Italiener studieren häufig in Österreich. Besonders betroffen sind die Unis Innsbruck und Wien.

 12:36

Wenn Fälle drastisch zunehmen ..

..dann ist auch eine Schulschließung denkbar, so Faßmann. Dies sei vorerst nicht der Fall.

 12:35

Maßnahmen an Schulen

"Von einer flächendeckenden Schließung von Schulen sehen wir derzeit ab"

 12:34

Auch Bibliotheken werden geschlossen

Die Unis bleiben sonst aber geöffnet, auch die Forschung soll weitergehen.

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 12:33

Jetzt spricht Minister Faßmann

"Eingeschränkter Lehrbetrieb betrifft alle Unis und FHs bis zum Beginn der Osterferien"

 12:28

Bildungsminister gibt eine Pressekonferenz

Im Vorfeld des heutigen Wissenschaftsausschusses informiert Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) über die heute angekündigten Maßnahmen im Hochschulbereich.

 12:25

Österreichs Kulturleben wird massiv eingeschränkt

Das Coronavirus sorgt nun auch für deutliche Einschränkungen des kulturellen Lebens in Österreich. Die Regierung verkündete Dienstagmittag, dass Freiluft-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 100 Gästen bis Anfang April untersagt werden. Das trifft neben Konzertveranstaltern vor allem auch Theater und Opernhäuser.

Derzeit tagen in vielen Kulturinstitutionen die Krisenstäbe, wie etwa mit den kommenden Premieren und Konzerten umgegangen werden soll. Inwiefern auch Museen betroffen sein werden, beziehungsweise welche Zugangsbeschränkungen gesetzt werden, wird sich im Laufe der nächsten Stunden zeigen. Man warte auf die genauen Formulierungen des angekündigten Erlasses, hieß es von vielen Seiten gegenüber der APA.

 12:19

Weiterhin Transporte von und nach Italien, aber Checks

Obwohl das österreichische Außenministerium wegen des Coronavirus eine volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen hat und Italien selbst zur Sperrzone erklärt wurde, finden Gütertransporte von und nach Italien weiterhin statt. Allerdings müssen sich Frächter auf Verzögerungen einstellen.

"An der Grenze von Italien nach Österreich werden Temperaturmessungen durchgeführt", sagte Alexander Klacska, Obmann der Transporteure in der WKÖ, am Dienstag zur APA. Massive Staus erwartet der Branchenvertreter aber nicht, da der Personenverkehr ja deutlich eingeschränkt sei. Frächter müssen derzeit außerdem ein Formular mitführen, in dem bestätigt wird, dass sie einen unaufschiebbaren Transport durchführen.

"Gegenwärtig führt Gebrüder Weiss alle Transporte nach und von Italien auf dem Landweg planmäßig durch. Im Luft- und Seefrachtbereich kann es aufgrund reduzierter Kapazitäten zu Verzögerungen kommen", informiert das Vorarlberger Speditionsunternehmen auf seiner Website. In der Luftfracht würden steigende Frachtmengen ab China einerseits und geringe Frachtkapazitäten der Airlines andererseits zu Engpässen und steigenden Frachtraten führen. Das Unternehmen geht davon aus, dass diese Situation für längere Zeit anhält. In der Seefracht sei derzeit die größte Herausforderung die Verfügbarkeit von Leercontainern in Europa und Nordamerika.

 12:14

Anschober: "Spitäler besonders schützen"

"Wie können wir die Mitarbeiter besser schützen?"

 12:12

Auch Hochzeiten mit mehr als 100 Teilnehmern müssen abgesagt werden

Die Regelungen betrifft auch soziale Feiern, wie etwa auch Hochzeiten. "Diese Regelungen sind notwendig, um die Menschen zu schützen"

 12:10

Notfall-Verordnung gilt ab morgen

Der Erlass ist bereits in Erarbeitung.

 12:08

Ganze Orte abriegeln?

"Wir sehen uns alle Maßnahmen an", so Minister Anschober. "Wir sehen derzeit aber keine Notwendigkeit" etwa Ischgl unter Quarantäne setzen. Für die Zukunft werden solche Maßnahmen aber nicht ausgeschlossen.

 12:07

Strafen bei Verstößen

"Das ist ein Strafbestand" betont Innenminister Nehammer, der auf Kooperation setzt.

 12:06

Wirtschaftliche Maßnahmen

Kanzler Kurz kündigt weitere Unterstützungen für die Unternehmen an. Darunter fällt auch die Kurzarbeit, die bereits angenommen wird. "Das Wichtigste ist, Arbeitsplätze in Östererich zu sichern"

 12:02

Alle Fußballspiele in Österreich werden zu Geisterspielen

Davon betroffen ist auch das Länderspiel gegen die Türkei sowie das EL-Spiel zwischen dem LASK und ManU.

 12:00

Kurz: "Teleworking auch im Bund"

Der Bundeskanzler schränkt aber ein, dass dies nicht in allen Bereichen möglich sein wird.

 11:58

Anschober "Müssen Abdämpfung erreichen"

Die Kurve muss verflacht werden. Die Zunahme der Fälle soll verlangsamt werden.

 11:57

Kurz: "Gesellschaft muss weitergehen"

Der öffentliche Verkehr muss weiter stattfinden, so der Kanzler. Auch Parlamentssitzungen werden weiter stattfinden.

 11:55

Kurz: "Es wird auch zu Maßnahmen an Schulen kommen"

"Es wird auch an den Schulen Maßnahmen geben. Der Zeitpunkt muss aber bestmöglich definiert und gewählt werden." Die Schulen bleiben vorerst offen.

 11:53

Kurz: "Müssen Verbreitung verlangsamen"

Man müsse die Verbreitung verzögern. Deshalb habe man die Maßnahmen ergriffen.

 11:51

Alle Flüge und Züge aus Italien werden per sofort gestoppt

 11:49

Innenminister Nehammer am Wort

Nehammer ruft alle Österreicher auf, Italien zu verlassen.

 11:49

"Passen wir auf Schutzbedürftige auf?"

Das betrifft vor allem ältere und kranke Menschen

 11:48

Gesundheitsminister: „Geben Sie sich nicht mehr die Hände!“

Auch dieses Ritual soll man in den nächsten Wochen vermeiden. "Man kann sich auch anders begrüßen."

 11:47

"Müssen unser Leben ändern"

"Wir müssen in den nächsten Wochen unser Leben verändern und andere Prioritäten setzen". Soziale Kontakte müssen reduziert werden.

 11:46

Großveranstaltungen über 500 Zuschauer verboten

Absage aller Indoor-Veranstaltungen über 100 Teilnehmer und alle Outdoor-Veranstaltungen über 500 Teilnehmer. Das tritt per Erlass in Kraft und betrifft u.a. auch die Bundesliga.

 11:45

"Zeit für neue Maßnahmen"

"Nun ist die zeit für neue Maßnahmen in Österreich", so Anschober.

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 11:44

Hoffnungsfall China

In China scheint der Höhepunkt überwunden zu sein, am Montag wurden nur mehr 19 neue Fälle gemeldet.

 11:43

157 Fälle in Österreich

"Die Zahl der Fälle ist noch überschaubar, steigt aber an. Dieser Anstieg soll verzögert werden."

 11:42

Minister Anschober ist am Wort

"Wir erleben einen starken Anstieg der Fälle in ganz Europa. Besonders Italien, aber auch Spanien sind davon betroffen."

 11:39

Soziale Kontakte reduzieren

Die Menschen sollen ältere Menschen schützen und soziale Kontakte reduzieren. "Jeder Einzelne muss etwas beitragen. Wir können nicht verhindern, dass Österreich betroffen ist. Wir können das Virus aber eindämmen und verzögern."

 11:38

Bitte zu Tele-Working

Kanzler appelliert an Arbeitgeber: „Lassen Sie Ihre Mitarbeiter per Teleworking von zu Hause arbeiten!“

 11:37

Ab kommenden Montag keine Lehrveranstaltungen mehr an Universitäten

Betroffen sind alle Unis und FHs in Österreich. Der Betrieb wird online fortgesetzt.

 11:36

Kurz: Einreisestopp für alle Italiener

Diese Maßnahmen wurden mit Italien besprochen. Es gibt dazu auch Grenzkontrollen.

 11:35

"Zuwachsraten sind enorm"

Besonders in Italien ist die Situation dramatisch.

 11:34

Jetzt geht es los

Kurz: "Wir müssen weitere Maßnahmen setzen"

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 11:28

Was verkündet die Regierung?

Wichtigste Punkte werden Unis, Großveranstaltungen und Grenzkontrollen sein.

 11:18

Auch Bildungsminister Faßmann bei Gipfel

Es wird angenommen, dass die Unis geschlossen werden. Die Schulen sollen hingegen offen bleiben.

 11:17

Pressekonferernz startet in wenigen Minuten

Um 11:30 uhr treten Kurz, Anschober und Nehammer vor die Presse.

 10:52

Acht Mitarbeiter und Patienten im Donauspital infiziert

Die Patientin war zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme völlig symptomlos. Derzeit sind 28 Mitarbeiter in Quarantäne. Drei Patientinnen befinden sich unter den Erkankten.

 10:47

Absage von Sportveranstaltungen

"Solche Entscheidungen müssen auf nationaler Ebene fallen. Es benötigt ein gemeinsames Vorgehen", so Hacker.

 10:44

Besuche in Pflegeheimen reduzieren

Besuche in Alten- und Pflegeheimen sollen reduziert werden, um somit die älteren Menschen nicht anzustecken.

 10:42

Schutz der Spitäler

Wienweit kommt es zur Reduktion des Lehrbetriebs. Die Spitäler sollen auf ihre Kernaufgabe reduziert werden.

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 10:39

Hacker: Rund 100 Fälle in und rund Wien

"Wir müssen vor allem die Spitalsstruktur schützen"

 10:30

Pressekonferenz in Wien

Zur aktuellen Lage rund um das Coronavirus und Maßnahmen in Wien geben Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), der Rektor der MedUni Wien, Markus Müller, und der medizinische Direktor des Krankenanstaltenverbundes, Michael Binder am Dienstagvormittag eine Pressekonferenz.

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 10:30

Tschechien schließt Schulen

Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schließt Tschechien alle Schulen und untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das teilte Ministerpräsident Andrej Babis der Agentur CTK zufolge nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats in Prag mit.

Das Verbot gilt für kulturelle, sportliche und religiöse Veranstaltungen sowie Messen und Märkte. Ab Mittwoch wird der Lehrbetrieb an allen Schulen eingestellt. Die Maßnahme gilt vorerst unbefristet. Weiter geöffnet bleiben dürfen indes Kindergärten und Kitas.

In Tschechien wurden bis Dienstagvormittag 40 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Darunter ist auch der erste Fall, bei dem die Quelle für die Ansteckung unbekannt ist. Betroffen ist ein Taxifahrer aus Prag, der positiv getestet wurde. Bei allen anderen Infizierten handelte es sich um Menschen, die in Italien gewesen waren, und deren Kontaktpersonen und Familienangehörige.

 10:27

"Hab sehr wenig Symptome"

"Ich habe nur wenig Husten und nur sehr leichtes Fieber. Mir geht es relativ gut."

 10:25

Lob an Behörden

Habsburg lobt die Behörden: "Es lief alles sehr professionell ab". Der Kaiserenkel befindet sich nun in Niederösterreich in seinem Haus in Quarantäne.

 10:24

Interview mit Karl Habsburg

Der Kaiserenkel ist infiziert. Im Interview mit Wolfgang Fellner erzählt Habsburg: "Ich habe mich bei einer Konferenz in Genf infiziert".

 10:12

Krisengipfel im Kanzleramt

Derzeit findet im Bundeskanzleramt ein Krisengipfel statt. Um 11:30 Uhr stellten Kanzler Kurz sowie die Minister Anschober und Nehammer ein neues Maßnahmenpaket vor.

 09:59

Alle deutschen Bundesländer betroffen

In Sachsen-Anhalt gibt es den ersten bestätigten Coronavirusfall. Es handle sich um einen jungen Mann, der zuvor in einem Risikogebiet gewesen sei, sagte ein Sprecher des Diakoniewerks Halle am Dienstag. Der Mann sei am Montag im neu eingerichteten Fieberzentrum der Diakonie getestet worden. Das Laborergebnis vom Dienstagmorgen war demnach positiv.

Der Mann im Alter von etwa Anfang 20 hatte sich demnach zuvor in Norditalien aufgehalten. Er befindet sich derzeit zu Hause in Quarantäne. Sachsen-Anhalt war bisher das einzige deutsche Bundesland, aus dem noch keine bestätigten Coronafälle gemeldet worden waren. Deutschlandweit wurden bis Montag mehr als 1.100 bekannte Infektionen gemeldet.

 09:44

Italien plant Wirtschaftspaket mit 10 Milliarden Euro

Die italienische Regierung will am Mittwoch ein Paket mit wirtschaftsfördernden Maßnahmen zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie im Wert von circa zehn Milliarden Euro verabschieden. Daher will Rom von der EU-Kommission mehr Flexibilität beim Defizit fordern, sagte der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli im Interview mit "Radio Capital" am Dienstag.

Bisher hatte sich Italien mit der EU-Kommission auf mehr Ausgaben in Höhe von 7,5 Milliarden Euro geeinigt. Mit den Maßnahmen wird Italien die Drei-Prozent-Defizitschwelle sprengen.

Der Minister erklärte, die Regierung sei sich bewusst, dass sie viele Opfer von den Italienern verlange. "Wir sind dazu gezwungen, weil unser Gesundheitssystem in eine Krise geraten könnte", sagte Patuanelli. Der Minister hatte sich selbst unter Quarantäne gestellt, nachdem einer seiner Mitarbeiter sich am Coronavirus infiziert hatte. Die zweiwöchige Quarantäne geht für den Minister am Mittwoch zu Ende.

 09:29

27 bestätigte Fälle in Tirol

LH-Vize Ingrid Felipe betont aber, dass alle Krankheitsverläufe mild verlaufen.

 09:22

Grenzübergänge

Tirol wird die drei Grenzübergänge am Brenner, Reschen und in Sillian kontrollieren.

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 09:22

Barkeeper in Ischgl

Insgesamt soll es bereits 17 Infizierte in Ischgl geben.

 09:21

Zwei besondere Herausforderungen

Platter erwähnt die Situation in Ischgl und an der Uni Innsbruck. Dort wurde der Betrieb auf e-learning umgestellt.

 09:20

"Dramatische Situation direkt vor unserer Haustür"

"Die Lage in Italien hat sich dramatisch zugespitzt", so Platter.

 09:19

Pressekonferenz in Tirol

Tirols LH Günther Platter gibt eine PK zur aktuellen Lage.

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 09:05

Alle Tiroler Hochschulen stellen auf Fernunterricht um

Im Kampf gegen das Coronavirus stellen alle Tiroler Hochschulen mit heute, Mittwoch, auf Fernunterricht um. Dies teilte das Land in einer Aussendung mit. Den Hochschulen stehe es jedoch frei, individuelle Lösungen zu finden, beispielsweise bei Prüfungssituationen, Kleingruppenunterricht oder Praktika, hieß es. Insbesondere im medizinischen Bereich sollen Ausnahmen geregelt werden können.

Bei Veranstaltungen soll im Einzelfall entschieden werden. "Bei Lehrveranstaltungen sind meist viele Menschen auf relativ kleinem Raum vorzufinden. Um einer möglichen Verbreitung des Virus keine Chance zu geben, haben wir uns auf diese Vorgehensweise in Abstimmung mit der Landeseinsatzleitung vorsorglich geeinigt", erklärte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

 09:04

Ärztekammer sagt alle Veranstaltungen ab

In Anbetracht der steigenden Infektionen mit dem Coronavirus haben die Wiener und die Österreichische Ärztekammer am Dienstag ab sofort alle internen und externen Veranstaltungen mit mehr als 25 Ärzten bzw. Angehörigen anderer Gesundheitsberufe abgesagt. Davon betroffen sind alle Sitzungen, Fortbildungsveranstaltungen und Events. Die Maßnahme gilt vorerst bis 12. April.

Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. "Letztendlich hat aber das Argument überwogen, dass Ärztinnen und Ärzte aufgrund ihrer Tätigkeit im Besonderen von einer Infektion gefährdet sind und dann auch Patientinnen und Patienten anstecken könnten", so Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

 08:55

Keine Lehrveranstaltungen an der Medizinischen Uni Wien

 08:04

Bestätigter Coronavirus-Fall bei der EZB

Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Ein Mitarbeiter sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die EZB am Montagabend in Frankfurt am Main mit.

Rund 100 Kolleginnen und Kollegen, die in der Nähe des Betroffenen gearbeitet haben, sollen als Vorsichtsmaßnahme demnach nun von zu Hause aus arbeiten. "Potenziell betroffene" Büros würden gründlich gereinigt.

Die EZB hatte erst am Montag den Notfall getestet und ihre rund 3.700 Beschäftigten in Frankfurt am Main aufgefordert, von zu Hause zu arbeiten. Mit dem eintägigen Homeworking-Test sollte vor allem die IT-Infrastruktur der Zentralbank getestet werden - also etwa das Funktionieren der Datenübermittlung. Der Test sei "erfolgreich" verlaufen, erklärte die EZB.

 08:00

Norwegian Air setzt Flüge nach Italien aus

Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air setzt die Flüge von und nach Italien aus. Grund seien die Beschränkungen, die die italienische Regierung auf das ganze Land ausgeweitet habe, teilt die Fluggesellschaft mit.

 07:22

Erster Todesfall in Kanada

Kanada hat den ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Ein Bewohner eines Altersheims in der Stadt North Vancouver sei an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt gewesen und in der Nacht auf Montag gestorben, teilten die Behörden der westkanadischen Provinz British Columbia mit.

Zwei weitere Bewohner und zwei Pflegekräfte der Einrichtung wurden demnach positiv auf den Erreger getestet.

In Kanada gibt es bisher rund 70 Fälle von Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus. Weltweit sind durch die Epidemie bereits mehr als 4.000 Menschen gestorben, mehr als 110.000 Menschen in über hundert Ländern sind infiziert.

 06:58

Zahl der Infektionen in OÖ auf 13 gestiegen

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Oberösterreich ist zuletzt auf 13 gestiegen. Zwei Personen sind im Spital, die anderen in häuslicher Quarantäne. Neu hinzugekommen ist jeweils ein Patient aus Alberndorf im Bezirk Urfahr-Umgebung, aus dem Bezirk Perg und aus Wels. Details will das Land heute, Dienstag, bekanntgeben.

Zwei Patienten mit Corona-Infektionen liegen derzeit in oberösterreichischen Krankenhäusern - einer im Kepler Universitätsklinikum in Linz und einer im LKH Steyr. Bei Letzterem handelt es sich um einen Lkw-Fahrer aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Der Mann hatte bereits dort mit einem Patienten Kontakt gehabt. Nach seiner Ankunft in Oberösterreich zeigte er entsprechende Symptome und wurde mit einem Infektionstransport ins Spital gebracht. Ein großer Teil der oberösterreichischen Fälle steht in Zusammenhang mit einer Busreise nach Südtirol.

 06:57

Regierung verkündet neue Maßnahmen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) geben um 11.30 Uhr im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz zum Thema "Weitere Maßnahmen zum Coronavirus"

 23:04

Vorerst keine Lehrveranstaltungen mehr an Uni Innsbruck

 21:42

Conte erklärt ganz Italien zur Sperrzone

 21:24

Region Madrid schließt Schulen und Universitäten

Die Region Madrid schließt wegen der Corona-Epidemie alle Schulen und Universitäten für zwei Wochen. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch, sagt Gesundheitsminister Salvador Illa am Montag.

Dem Radiosender Cadena Ser zufolge sind davon allein rund 1,2 Millionen Schüler betroffen.

 21:23

Frankreichs Kulturminister infiziert

Frankreichs Kulturminister Franck Riester hat sich mit dem Coronavirus infiziert, wie aus dem Umfeld seines Ministeriums an Montag verlautete. Der 46-Jährige habe herausgefunden, dass er bei einem kürzlichen Besuch im Parlament Kontakt gehabt habe mit infizierten Personen, und habe sich daher einem Test unterzogen. Der Minister habe Präsident Emmanuel Macron seit mehreren Tagen nicht getroffen.

 19:55

Alle Einreisenden nach Israel müssen in Heimquarantäne

Alle nach Israel Einreisenden müssen wegen der Ausbreitung des Coronavirus für zwei Wochen in Heimquarantäne. Dies beschloss Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nach Medienberichten am Montag. Der Beschluss gelte ab sofort und zunächst für zwei Wochen. Zuvor waren nur bestimmte Länder von Einreisebeschränkungen betroffen, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die neue Bestimmung gilt den Berichten zufolge für alle Länder. "Das ist eine schwere Entscheidung, aber sie ist essenziell, um die Gesundheit der Bevölkerung zu gewährleisten, die wichtiger ist als alles andere", sagte Netanyahu nach Angaben der Nachrichtenseite ynet.

Aus Sorge vor der Ausbreitung des neuen Coronavirus hatte der jüdische Staat schon vergangene Woche strenge Einreisebestimmungen verhängt. Mehr als 26.000 Bürger befanden sich nach Angaben des Gesundheitsministeriums schon vor der neuen Entscheidung in häuslicher Quarantäne. Demnach ist das Virus mittlerweile bei 42 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

 19:19

Italien schließt alle Skiorte

Auf Anweisung des Zivilschutzes würden alle Skiorte des Landes ab Dienstagmorgen geschlossen, kündigte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, am Montagabend an. Nach Angaben des Zivilschutzes erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Italien binnen 24 Stunden um 97 auf insgesamt 463.

 17:48

Wiener Börse schließt mit enormen Verlusten - ATX rutscht 9,01 % ab

 17:10

Erstmals ein Infizierter in Oberösterreich im Spital

In Oberösterreich ist am Montag eine neue Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Erstmals wurde in diesem Bundesland ein Patient in ein Spital, in das Landeskrankenhaus Steyr, gebracht, wo er isoliert behandelt wird. Die Erkrankung verlaufe laut Informationen des Landes bisher mild.

Bei dem Erkrankten handelt es sich um einen Lkw-Fahrer aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg. Der Mann hatte bereits dort mit einem Patienten Kontakt, teilte das Land mit. Nach dessen Ankunft in Oberösterreich zeigte er entsprechende Symptome. Er wurde mit einem Infektionstransport in das Landeskrankenhaus Steyr gebracht.

Damit ist die Zahl der Corona-Fälle in Oberösterreich auf zehn gestiegen. Die anderen neun Infizierten werden daheim in Quarantäne gepflegt.

 17:09

Eröffnung der "Albertina modern" ohne Publikum geplant

Die Albertina wird die für Donnerstag geplante große Publikumseröffnung der "Albertina modern" im renovierten Künstlerhaus "nicht im ursprünglich beabsichtigten Umfang" feiern, sondern nur "im Kreis der Leihgeber sowie der Künstlerinnen und Künstler, die in der Eröffnungsausstellung 'The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980' gezeigt werden". Das gab die Albertina am Montag bekannt.

Es wäre bei der Eröffnung mit hohem Andrang zu rechnen gewesen, schreibt Albertina-Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder in einem Newsletter an die Besucher. "Wir können Ihnen leider unter den gegebenen Umständen die derzeit notwendige soziale Distanz zwischen den BesucherInnen nicht garantieren; und selbstverständlich möchten wir Sie keinesfalls dem Risiko einer möglichen Ansteckung aussetzen." Man habe aber "die Möglichkeit, den Festakt ab 18.30 Uhr live im Facebook-Stream von zu Hause aus zu verfolgen oder die Aufnahme im Nachhinein anzusehen, auch ohne Facebook-Konto", so Schröder. Ab 13. März sei die "Albertina modern" dann täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

 16:27

Britische Supermärkte beschränken Verkauf von Produkten

Britische Supermarktketten haben wegen der durch die Coronavirus-Epidemie ausgelösten Hamsterkäufe mit Verkaufsbeschränkungen für mehrere Produkte begonnen. Großbritanniens führende Supermarktkette Tesco verkauft seit dem Wochenende pro Kunde nur noch jeweils fünf Packungen Nudeln, Desinfektionsmittel oder haltbare Milch.

Andere Händler wie Waitrose schränkten den Online-Verkauf bestimmter Reinigungstücher und Seifen ein. In den zum Walmart-Konzern gehörenden Asda-Geschäften dürfen sowohl im Geschäft als auch online nur noch jeweils zwei Desinfektionsprodukte auf einmal gekauft werden.

Toilettenpapier, Konservendosen, Desinfektionsmittel - Supermarktregale sind seit Tagen in Großbritannien wie leergefegt, weil die Menschen in Supermärkte stürmten oder sich online mit zahlreichen Produkten des täglichen Bedarfs eindeckten. Tesco ist bisher die einzige britische Supermarktkette, die Beschränkungen beim Verkauf von Lebensmitteln beschloss.

Die Welle an Hamsterkäufen war von einem Appell der britischen Gesundheitsbehörde an die Bevölkerung ausgelöst worden, "Vorbereitungen zu treffen", falls sie wochenlang unter Quarantäne gestellt werden sollten. Kurz darauf versicherte der wissenschaftliche Berater der britischen Regierung, Patrick Vallance, dass es "absolut keinen Grund" für die Menschen gäbe, in Panik zu verfallen.

In Großbritannien wurden bis Sonntag 278 Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt, drei Menschen starben dort bisher an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

 16:16

Dritter bestätigter Fall in Vorarlberg

In Vorarlberg ist am Montag die dritte bestätigte Infektion mit dem Coronavirus bekannt geworden. Bei der infizierten Person handelt es sich um die Frau eines 49-jährigen Mannes aus Dornbirn, der am Sonntag positiv getestet worden war. Er und seine Familie waren noch am Sonntag in häusliche Isolation genommen worden, informierte die Landessanitätsdirektion.

Der 49-Jährige hat sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei einem Südtirol-Aufenthalt mit dem Virus angesteckt. Die Erhebung der Kontaktpersonen seiner Frau waren am Montagnachmittag im Gang.

In Vorarlberg wurden bisher 129 Personen auf das Coronavirus getestet. Bei drei Personen fiel der Test positiv aus, bei 107 negativ. 19 Verdachtsfälle befanden sich noch in Abklärung.

 16:12

EU-Parlament verkürzt Sitzung - Nur Dienstag

Das EU-Parlament hat wegen der Coronavirus-Epidemie die für diese Woche geplante Plenartagung in Brüssel auf einen Tag reduziert. Am Dienstag würden der EU-Außengrenzschutz und Migration, das Coronavirus, der nächste mehrjährige EU-Finanzrahmen sowie die Gleichstellung der Geschlechter besprochen, verlautete am Montag aus informierten Kreisen. Die Sitzungen am Mittwoch und Donnerstag entfallen.

Ursprünglich hätte die Plenarsitzung in Straßburg stattfinden sollen. Sie wurde jedoch bereits vergangene Woche nach Brüssel verlegt, um unnötiges Reisen zu vermeiden.

 16:09

Italiens Frächter wegen Tirols Gesundheitschecks besorgt

Die italienischen Frächter befürchten im Transitverkehr eine schwierige Situation wegen den ab Dienstag geplanten Gesundheitschecks an der österreichisch-italienischen Grenze. "Wir erwarten uns eine schwierige Lage mit gravierenden Auswirkungen auf den Export, dem der Stillstand droht", berichtete Thomas Baumgartner, Präsident des Frächterverbands ANITA.

Ab Dienstagvormittag sollen zwei mobile Gesundheitscheck-Teams am Brenner - an Autobahn, Landesstraße und im Zugverkehr - sowie an den Grenzen Sillian und Reschenpass punktuelle Gesundheitskontrollen vornehmen, teilte das Land am Sonntag mit. "Wir rechnen mit langen Warteschlangen an der Grenze. Angesichts dieser Notstandslage wäre es nützlich, dass Tirol auf alle Fahrverbote verzichten würde, damit die italienischen Frächter die Waren für den nordeuropäischen Markt ohne weitere Hindernisse liefern können", so der Südtiroler in einer am Montag veröffentlichten Presseaussendung.

Der Frächterverband Conftrasporto versicherte, dass Italiens Logistik- und Transportbranche alle Vorsichtsmaßnahmen gegen die Epidemie respektiere. Auch in der sogenannten Sperrzone in der Lombardei und in 15 norditalienischen Provinzen gebe es in Sachen Logistik keine Probleme. Lkw-Fahrer würden Atemschutzmasken und Handschuhe bei der Warenlieferung tragen.

 16:09

Experte: Frühling dürfte Coronavirus kaum verlangsamen

Der Frühling und der Sommer mit wärmeren Temperaturen dürften die Ausbreitung des Coronavirus aus Expertensicht nicht sehr stark verlangsamen. Es sei wohl damit zu rechnen, "dass wir direkt in eine Epdemiewelle hineinlaufen", sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charite, Christian Drosten, am Montag in Berlin.

Der saisonale Effekt auf diese Viren dürfte voraussichtlich nicht so groß sein wie auf einige andere Erkältungsviren. Drosten verwies auf entsprechende verfeinerte Modellrechnungen einer Studie aus den USA.

Deutschland habe das Virusgeschehen sehr früh erkannt und sich damit einen extremen Vorsprung in der Erkennung der Epidemie gesichert, erläuterte der Virologe. "Das hat dazu geführt, dass wir jetzt sehr hohe Fallzahlen in den Statistiken haben, ohne relevant große Zahlen von Todesfällen berichten zu müssen."

 15:56

Cleveland Orchestra verzichtet auf Europa-Tournee

Das Cleveland Orchestra wird aufgrund des Coronavirus nicht für eine ursprünglich ab Mitte März geplante Tournee nach Europa sowie Abu Dhabi reisen. Der Klangkörper hätte unter Chefdirigent Franz Welser-Möst auch in Linz und Wien gastiert. Ticketinhaber der drei Musikverein-Konzerte erhalten ihr Geld zurück, das am 19. März im Brucknerhaus geplante Konzert wird indes auf 22. Oktober verschoben.

Wegen der steigenden Zahl von Coronavirus-Infektionen in Deutschland hat auch die Internationale Bachakademie Stuttgart ihre heurige Bachwoche kurzfristig abgesagt. Insgesamt waren zwischen dem 13. und 21. März rund ein Dutzend Meisterkurse, Seminare und Gesprächskonzerte zum Werk Johann Sebastian Bachs geplant. "Die Konzerte waren komplett oder so gut wie ausverkauft", sagte eine Sprecherin der Akademie am Montag. Ein Sonderkonzert im Rahmen der "Stunde der Kirchenmusik" am 20. März soll dagegen stattfinden.

Wegen des Reiseverbots der italienischen Regierung hat die Elbphilharmonie unterdessen den Klavierabend des berühmten italienischen Pianisten Maurizio Pollini abgesagt. Es sei ihm kurzfristig nicht möglich, für sein Konzert im Großen Saal an diesem Montag anzureisen, gab der Veranstalter auf seiner Internetseite bekannt. Ticketinhaber müssen allerdings nicht auf das Klaviererlebnis mit dem 78-Jährigen verzichten, sollten aber gleichzeitig Geduld mitbringen. Das Konzert wird auf den 26. Mai 2021 verschoben.

 15:52

+++ 16 weitere positive Fälle in Tirol +++

In Tirol liegen 16 weitere positive Coronavirus-Fälle vor, alle davon im Bezirk Landeck. Bei 15 Fällen gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zu einem 36-jährigen Barkeeper aus Norwegen, der vergangene Woche im selben Bezirk positiv auf die Erkrankung getestet worden war, teilte das Land mit.

14 dieser 15 Personen stammen aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld des Norwegers. Bei einer Person handelt es sich um eine enge Kontaktperson aus dem sozialen Umfeld einer nun erkrankten Mitarbeiterin jener Bar in Ischgl, in der der Norweger gearbeitet hatte.

Eine weiterer positiver Test wurde indes in der Gemeinde Pettneu am Arlberg verzeichnet. Dieser Fall steht laut Land im unmittelbaren Zusammenhang zu einem weiteren Norweger. Dieser hatte sich in einer Ferienwohnung aufgehalten und war am Donnerstag vergangener Woche positiv getestet worden.

 15:42

Merkel für energischen Kampf gegen Ausbreitung

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen energischen Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gefordert und auf eine drohende Infektionswelle in den nächsten Monaten hingewiesen. "Das wirksamste Mittel gegen das Virus ist, seine Ausbreitung zu verlangsamen", sagte Merkel am Montag in Berlin bei einer deutsch-griechischen Wirtschaftskonferenz.

Die Kanzlerin, die sich bisher kaum zu der Epidemie geäußert hatte, warnte vor falschen Hoffnungen. Das Virus werde sich weiter auch in Deutschland verbreiten. Aber es gehe darum, das Tempo so weit wie möglich zu drosseln: "Wir erarbeiten uns also wertvolle Zeit."

Diese Zeit brauche man, damit die Wissenschaft an Medikamenten und Impfstoffen forschen könne, sagte Merkel. Die Zeit sei aber auch nötig, damit Staat und Politik dazu beitragen könnten, "den in den nächsten Monaten, vielleicht auch erst im Herbst und im nächsten Winter benötigten zusätzlichen Bedarf an Schutzausrüstung für zusätzliches medizinisches und pflegerisches Personal und für die intensivmedizinische Bettenausstattung in den Krankenhäusern aufzustocken". Deshalb "war und ist es überhaupt nicht vergebens", das Tempo der Infektionen drosseln zu wollen.

 15:38

Verdachtsfälle und Selbstisolation - Coronavirus trifft Politiker

Politiker beraten vielerorts wie das neuartige Coronavirus eingedämmt werden kann - in einigen Ländern sind sie aber auch unmittelbar selbst von der Lungenkrankheit betroffen.

In Portugal hat sich Präsident Marcelo Rebelo de Sousa wegen einer möglichen Infektion mit dem Virus in eine zweiwöchige Selbstisolation begeben. Der 71-Jährige hatte in der vergangenen Woche Jugendliche einer Schule im Norden des Landes getroffen, die später wegen eines Coronavirus-Falls geschlossen wurde. Bislang hat der Politiker aber keine Symptome und will von seinem Haus aus weiterarbeiten. Eine Infektion mit dem Covid-19-Erreger gilt aber als unwahrscheinlich, da Rebelo de Sousa zwar Fotos mit Schülern und Lehrern gemacht habe, "ohne diese aber jedoch einzeln zu begrüßen".

Auch in den USA und in der Ukraine begaben sich Politiker aus Vorsicht in Quarantäne. Aus Solidarität mit China-Rückkehrern wählte die frühere ukrainische Gesundheitsministerin Sorjana Skalezkaja diesen Weg. Der republikanische US-Senator Ted Cruz begab sich freiwillig in Quarantäne, weil er vor mehr als einer Woche einem späteren Covid-19-Patienten bei einer Konferenz (CPAC) die Hand geschüttelt habe. Auch der Kongressabgeordnete Paul Gosar aus Arizona - ebenfalls Republikaner - gab an, vorerst zuhause bleiben zu wollen. Ebenfalls im Rahmen der CPAC sei er über einen längeren Zeitraum mit einer Person zusammen gewesen, die mittlerweile wegen des Coronavirus im Krankenhaus sei. Er habe ihr mehrmals die Hand geschüttelt.

 15:38

Gesundheitsministerium verweist auf Checkliste

Hinsichtlich der Frage nach dem Risiko von Großveranstaltungen in Zeiten der Coronavirus-Krise verweist das Gesundheitsministerium auf eine Checkliste, die Veranstaltern und Behörden bei der Risikobewertung helfen soll. Die Checkliste wurde gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz erstellt. Sie enthält mögliche Auflagen und führt Gründe auf, die eine Untersagung bewirken können.

"Die aufgrund des Coronavirus-Ausbruchs zu setzenden Maßnahmen unterliegen einer ständigen Evaluierung durch den Krisenstab und werden an den Verlauf der Entwicklung bei den Krankheitsfällen gegebenenfalls jederzeit angepasst. Die Veranstaltungsbehörden - in den meisten Fällen handelt es sich abhängig von der Art der Veranstaltung um Bezirksverwaltungsbehörden - beurteilen und entscheiden im Einzelfall, ob eine Veranstaltung genehmigt wird", hieß es am Montag aus dem Gesundheitsministerium.

Zum Eindämmen des Coronavirus hält der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mittlerweile auch das Absagen von Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern für sinnvoll, wenn ein hohes Infektionsrisiko gegeben ist. Alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern sollten in den kommenden Wochen und Monaten grundsätzlich nicht stattfinden. Das gebiete die Corona-Lage und das Ziel, die Ausbreitung zu verlangsamen, bekräftigte Spahn. Kleinere Veranstaltungen müssten individuell auf das Infektionsrisiko hin betrachtet werden.

 15:30

Schwedischer Notenbanker positiv getestet

Der schwedische Vize-Notenbankchef Martin Floden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Zentralbank in Stockholm am Montag in Stockholm mitteilte.

 15:28

Messe-Absagen schaden Deutschland massiv

Die Absagen und Verschiebungen von Messen wegen des Coronavirus haben für den Messestandort Deutschland erhebliche wirtschaftliche Folgen. Allein durch die bisher bekanntgegebenen Fälle seien Einbußen für die Gesamtwirtschaft in Höhe von fast drei Milliarden Euro zu erwarten, teilte der Verband der Deutschen Messewirtschaft (Auma) am Montag mit.

Mehr als 24.000 Arbeitsplätze sind demnach betroffen, dem deutschen Staat gehen mehr als 470 Millionen Euro Steuereinnahmen verloren.

Zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie waren zuletzt zahlreiche Messen abgesagt worden, darunter unter anderem die Tourismusmesse ITB in Berlin und die Leipziger Buchmesse. Andere Branchenschauen, wie etwa die Hannover Messe für Industriegüter, wurden verschoben.

"Fast alle Messeplanungen für die nächsten Monate werden gerade Makulatur", erklärte der Auma-Vorsitzende Philip Harting. Veranstalter, Aussteller, Besucher und Dienstleister verlören dadurch jede Planungssicherheit. Zugleich hätten sie "hohe Vorlaufkosten ohne Aussicht auf entsprechenden Nutzen oder hohe akute Umsatzeinbußen".

Der Beitrag der Messewirtschaft von jährlich über 28 Milliarden Euro zur gesamten Wirtschaftsleistung könne um rund zehn Prozent sinken. Für seine Berechnungen stützt sich der Verband auf Zahlen des Münchner Ifo-Instituts zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der deutschen Messen von 2018.

 15:22

Merkel: Deutschland gut gerüstet für Wirtschaftsfolgen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Deutschland mit den angekündigten Maßnahmen der Koalition gut gerüstet für die wirtschaftlichen Folgen des neuartigen Coronavirus. Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld seien bereits in der Finanzkrise erfolgreich gewesen, sagte Merkel am Montag bei einem deutsch-griechischen Wirtschaftsforum in Berlin.

Die Änderungen sollten schnell wirken, sie sollten bereits am Mittwoch ins Kabinett und am 3. April im Bundesrat beraten werden. Außerdem sollten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) noch in dieser Woche Maßnahmen vorlegen, wie die Liquidität von Firmen verbessert werden könne. Die deutsche Regierung wolle außerdem Investitionen weiter steigern.

Merkel sagte, das Coronavirus werde sich weiter ausbreiten. Bisherige Maßnahmen seien aber nicht vergebens gewesen. Das wirksamste Mittel sei nun der "Faktor Zeit", um eine Überlastung etwa von Ärzten und Krankenhäusern zu verhindern. Die Ausbreitung des Virus müsse verlangsamt werden - auch damit die Wissenschaft forschen könne für einen Impfstoff. Außerdem müsse der zusätzliche Bedarf an Schutzausrüstung gedeckt werden sowie an Intensiv-Betten.

Die deutsche Wirtschaft hat die beschlossenen Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Corona-Krise begrüßt. "Die große Koalition hat den Ernst der Lage erkannt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang, am Montag. Die Maßnahmen seien ein wichtiges Signal, um das Vertrauen von Unternehmen und Bürgern zu stützen. Bei Bedarf müsse die Politik mehr tun.

Ähnlich äußerte sich der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH): "Es ist gut und war gerade zum gegenwärtigen Zeitpunkt wichtig, dass sich die Koalition auf Maßnahmen zur Abfederung der Corona-bedingten wirtschaftlichen Folgen verständigt hat", sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.

Für den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, ist das Maßnahmenpaket "der notwendige Impfstoff gegen mögliche Wirtschaftseinbrüche". Die BDA forderte zugleich eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen. Dem schloss sich der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, an: "Der Ankündigung des Koalitionsausschusses müssen in den nächsten Tagen und nicht erst in Wochen konkrete Hilfen folgen." Schweitzer nannte als Beispiel, dass Bund und Ländern pauschal allen Betrieben die Ertrag- und Umsatzsteuern zinsfrei für die kommenden Monate stunden könnten.

 14:39

Rotes Kreuz startet mit mobilen Tests im Burgenland

Im Burgenland hat das Rote Kreuz am Montag mit mobilen Coronavirus-Tests begonnen. Bisher wurden die Verdachtsfälle von den Amtsärzten getestet, nun übernehmen zwei spezielle Einsatzteams, von denen eines in Eisenstadt und eines in Oberwart stationiert ist, bestätigte das Amt der Landesregierung am Montag gegenüber der APA einen Bericht des "ORF Burgenland".

Acht Mitarbeiter des Roten Kreuzes werden mit zwei speziell ausgerüsteten Fahrzeugen zu den Verdachtsfällen im Burgenland unterwegs sein und die Tests durchführen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Roten Kreuz und dem Land gilt zunächst einmal für einen Monat. Danach werde man je nach Entwicklung darüber entscheiden, ob diese verlängert wird.

 14:38

Frau hustet Flugzeug-Crew an – löst Corona-Panik aus

Shanghai. Derzeit kursiert ein Video in den sozialen Medien, das zeigt, wie eine weibliche Passagierin die Flugzeug-Crew der Thai Airways absichtlich anhustet und dabei eine regelrechte Coronavirus-Panik in dem voll besetzten Flieger auslöst. Der Vorfall ereignete sich, als die Maschine noch am Boden des Flughafens in Shanghai war. Online-Berichten zufolge soll die Besatzung zuvor bekanntgegeben haben, dass der Flieger aufgrund eines Coronavirus-Verdachtsfalles mehrere Stunden am Boden ausharren müsse. Daraufhin rastete eine Passagierin völlig aus und hustete auf das Flugzeug-Personal. Nach einem kurzen Handgemenge konnte die Dame von den Stewards unter Kontrolle gebracht werden.

Video zum Thema Coronavirus: Frau löst Panik in Flieger aus
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 14:27

US-Notenbank erhöht Geldspritzen für Banken

Die US-Notenbank Fed weitet inmitten von Coronavirus-Krise und Ölpreis-Crash ihre Hilfsmaßnahmen aus. Knapp eine Woche nach einer Zinssenkung erhöht sie ihre Geldspritzen für das Finanzsystem.

Wie die regionale Fed von New York am Montag mitteilte, steigt das Volumen ihrer Übernachtgeschäfte mit den Banken von bisher 100 auf mindestens 150 Milliarden US-Dollar (132 Mrd. Euro). Das heißt, die Banken bekommen entsprechend mehr Geld für einen Tag.

Das Volumen ähnlicher Geschäfte mit 14-tägiger Laufzeit werde von 20 auf 45 Mrd. Dollar erhöht. Die Änderungen gelten zunächst bis 12. März.

Die Maßnahmen sollen laut Notenbank sicherstellen, dass die Versorgung der amerikanischen Geschäftsbanken mit Zentralbankgeld weiter ausreichend sei und Druck an den Interbankenmärkten verhindert werde. Dort handeln die Geschäftsbanken mit freien Finanzmitteln, was normalerweise problemlos funktioniert. Ist dies nicht mehr der Fall, deutet das meist auf Stress im Finanzsystem hin. Die Fed von New York ist zuständig für die technische Umsetzung der amerikanischen Geldpolitik.

 14:26

+++ Aktuelle Kennzahlen zum Coronavirus in Wien +++

Laut Meldung der Landessanitätsdirektion Wien wurden mit 09.März 2020 (Stand: 14.15 Uhr) insgesamt 33 bestätigte Coronavirus-Infektionen bestätigt.

 14:18

Italiens Börsenaufsicht: Kein Grund für Handelsstopp

Italiens Börsenregulierungsbehörde Consob sieht trotz massiver Kursverluste keine Notwendigkeit, den Aktienhandel in Italien auszusetzen. Es gebe keine Anzeichen für spekulative Angriffe, teilen die Börsenaufseher mit.

Laut den Vorschriften können die Behörden Leerverkäufe auf eine Aktie untersagen, wenn der Kurs an einem Tag um mehr als zehn Prozent fällt. Nach der Abriegelung Norditaliens wegen der Coronavirus-Krise sackte der Auswahlindex in Mailand um bis zu 11,2 Prozent auf ein 14-Monats-Tief von 18.469 Punkten ab.

 14:15

EU-Ratspräsident Michel beruft Telefonkonferenz ein

EU-Ratspräsident Charles Michel will "in Kürze" eine Telefonkonferenz mit den Europäischen Staats- und Regierungschefs abhalten, um die Bemühungen der EU zur Eindämmung des Coronavirus zu koordinieren. Dies teilte der Belgier am Montagmittag via Twitter mit, ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. "Wir müssen zusammenarbeiten, um die Gesundheit unserer Bürger zu schützen", schrieb Michel ferner.

 14:14

IWF hilft ärmeren Ländern mit bis zu 50 Mrd. Euro

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt im Kampf gegen die Coronavirus-Krise milliardenschwere Hilfen für betroffene Länder in Aussicht. Für ärmere Staaten und Schwellenländer stünden bis zu 50 Milliarden Dollar (44 Mrd. Euro) bereit, teilte IWF-Chefökonomin Gita Gopinath am Montag mit.

Das Geld könne über verschiedene Kreditlinien fließen, darunter auch kurzfristig verfügbare Notfallfinanzierungen. Es müsse aber auf jeden Fall eine international abgestimmte Antwort auf die globale Epidemie geben, um schwächeren Ländern zu helfen.

Die aktuelle Krise sorge sowohl beim Angebot von Unternehmen als auch bei der Nachfrage der Konsumenten für Ausfälle, ergänzte Gopinath. Bei der Nachfrage scheine dies sogar schlimmer zu sein als in der Weltwirtschaftskrise von 2008/09. Wegen der Ansteckungsgefahr reisen viele Menschen nicht mehr und gehen seltener aus. Das spüren bereits Fluggesellschaften, Hotels und Restaurants deutlich.

Die großen Notenbanken sollten laut IWF für ausreichend Liquidität sorgen. Vor allem Kredite an kleinere und mittelgroße Firmen dürften nicht abreißen. Regierungen sollten vorübergehend und gezielt Kreditgarantien geben. Mit beiden Maßnahmen sollen Insolvenzen und Entlassungen verhindert werden. Zinssenkungen und Wertpapierkäufe durch die Notenbanken könnten zudem an den nervösen Finanzmärkten für Vertrauen sorgen. Die US-Notenbank hatte erst in der vergangenen Woche überraschend und außerhalb einer regulären Sitzung die Zinsen gesenkt.

 14:02

EU-Kommission überprüft Landerechte für Airlines

Angesichts zahlreicher Flugabsagen wegen der Covid-19-Krise stellt die EU-Kommission die Slot-Regelungen für Fluggesellschaften infrage. Die Brüsseler Behörde untersucht nach eigenen Angaben vom Montag alle möglichen Optionen zu den Start- und Landerechten, um auf die Krise zu antworten. Dazu gehöre auch eine Änderung der Gesetzgebung zur Slot-Vergabe, teilte die Kommission auf dpa-Anfrage mit.

Fluggesellschaften müssen ihre Start- und Landerechte an großen Verkehrsflughäfen während eines Flugplans zu 80 Prozent tatsächlich nutzen, um die gleichen Slots in der folgenden Saison zu behalten. Weil die Fluggastzahlen infolge der Coronavirus-Krise deutlich zurückgegangen sind, haben etliche Airlines ihre Flugpläne in den vergangenen Wochen stark zusammengestrichen. Damit laufen sie Gefahr, ihre Start- und Landerechte zu verlieren.

Bei Flügen von und nach China und Hongkong waren die Slot-Koordinatoren der EU schon übereingekommen, dass die Unternehmen in Bezug auf die Start- und Landerechte "höhere Gewalt" geltend machen und ihre Slots unter bestimmten Bedingungen behalten können. Bei Flügen zu anderen Zielen wertet die Kommission ihren Angaben zufolge derzeit alle vorhandenen Daten über die Auswirkungen von Covid-19 auf die Branche aus.

 14:01

Ankündigung Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Anschober

Für Dienstag wurde eine Pressekonferenz mit einer Erklärung von Gesundheitsminister Anschober zur Situation in Österreich im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus einberaumt.

 13:59

Mehrere Südtiroler Skigebiete schließen vorzeitig

Das Coronavirus macht auch vor Südtiroler Skigebieten nicht Halt. Dolomiti Superski, ein Verbund von mehreren Skigebieten, beschloss nun, die laufende Wintersaison vorzeitig zu beenden, wie es am Montag in einer Aussendung hieß. Die Schließung der Anlagen soll am Dienstag erfolgen.

Die Entscheidung sei im Einvernehmen mit den regionalen Gastwirtevereinigungen, in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen politischen Behörden sowie aus Gründen der Eigenverantwortung erfolgt. Die Gesundheit und die Beruhigung der Menschen, die in dieser Region leben, arbeiten und urlauben, seien wichtiger und müssten gewährleistet werden, wurde argumentiert.

Die Maßnahme betrifft die Skigebiete Kronplatz, Alta Badia, Gröden/Seiser Alm, Val di Fassa/Carezza, Arabba/Marmolada, 3 Zinnen Dolomiten, Val di Fiemme/Obereggen, San Martino di Castrozza/Rollepass, Gitschberg Jochtal-Brixen, Alpe Lusia/San Pellegrino und Civetta.

 13:40

Epidemie trennt Nord- und Süditalien

Die Coronavirus-Epidemie trennt Nord- und Süditalien. Nachdem die italienische Regierung am Sonntag ein Ein- und Ausreiseverbot über die Lombardei und 14 norditalienische Provinzen als Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung von Covid-19 verhängt hat, ist das Land buchstäblich gespalten.

In der Lombardei lebende Süditaliener dürfen derzeit nicht ausreisen, Ausnahmen sind nur bei nachgewiesenen dringenden beruflichen oder familiären Verpflichtungen und in gesundheitlichen Notfällen vorgesehen. Nicht jeder hält sich jedoch an die Regeln. Sofort nach Bekanntgabe der Verordnung über Reiseeinschränkungen wurden Busse und Züge in Richtung Süditalien gestürmt. Viele Süditaliener versuchten am Sonntag, aus der Lombardei nach Hause zu reisen.

In Süditalien, das zumindest offiziell noch keine hohen Infektionszahlen hat, geht nun die Angst vor infizierten Norditalienern um. Wer aus den gesperrten Gebieten komme, müsse umgehend in zweiwöchige Quarantäne, beschlossen die Präsidenten der sechs süditalienischen Regionen. Flug- und Bahngesellschaften sowie Autobahnbetreiber sind zur Meldung von Reisenden aus den norditalienischen Sperrzonen aufgerufen worden.

"Bringt die norditalienische Epidemie nicht nach Apulien, indem ihr in den Süden flüchtet. Die Gefahr ist, dass ihr eure Angehörigen mit dem Virus ansteckt, das bereits das lombardische Gesundheitssystem in die Knie gezwungen hat", sagte Präsident der Region Apulien, Michele Emiliano, an seine Landsleute in Norditalien gerichtet.

Die Präsidentin Kalabriens, Jole Santelli, sagte, die Einrichtung einer Sperrzone in der Lombardei und in anderen norditalienischen Provinzen hätte zu einem "Exodus" in Richtung Süditalien geführt. "Wir sind besorgt, denn die ungeregelte Heimkehr vieler Bürger aus Norditalien bringt unsere Region in Gefahr", so Santelli.

"Wenn wir die Zahl der aus dem Norden heimkehrenden Süditaliener nicht eingrenzen, droht uns ein Patientenansturm in unseren Krankenhäusern, dem wir nicht Stand halten können", sagte der Präsident Kampaniens, Vicenzo De Luca.

Besorgt zeigt sich auch der sizilianische Präsident Nello Musumeci. Die Kontrollen auf Flughäfen und in Häfen, vor allem jenem über die Meeresenge von Messina zwischen Sizilien und dem italienischen Festland, wurde verschärft. "Wir wissen nicht, wie viele Menschen nach Sizilien zurückkehren, wir Präsidenten der süditalienischen Regionen müssen jedoch alle notwendigen Vorbeugungsmaßnahmen ergreifen", betonte Musumeci.

 13:39

Universität Innsbruck ergreift Maßnahmen

Nachdem vergangenen Freitag ein Student der Universität Innsbruck positiv auf das Coronavirus getestet worden war, hat die Uni nun Maßnahmen ergriffen. Die positiv getestete Person habe vergangene Woche noch Lehrveranstaltungen besucht, teilte die Uni am Montag in einer Aussendung mit. Mögliche Kontaktpersonen seien identifiziert und informiert worden.

Betroffene Lehrveranstaltungsleiter und Studierende wurden aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben. Die entsprechende Lehrveranstaltung wurde abgesagt. Es werde nun nach Möglichkeiten gesucht, die Veranstaltung in anderer Form weiterzuführen, beispielsweise online.

Der weitere Betrieb der Universität Innsbruck bleibe aber unverändert aufrecht. Man evaluiere die Situation laufend in enger Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion. Wenn notwendig und sinnvoll könne es auch zu einem Aussetzen des Lehrveranstaltungsbetriebs am Campus kommen, hieß es. Für diesen Fall werden bereits Vorkehrungen getroffen, um die Lehre soweit wie möglich über digitale Hilfsmittel und das Lernmanagementsystem der Universität fortsetzen zu können.

 13:35

Italiens Wintersportverband setzte alle Aktivitäten aus

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus in Italien hat der Italienische Wintersportverband (FISI) beschlossen, ab sofort alle Aktivitäten auszusetzen. Abgesagt wurden Trainings, Wettkämpfe sowie Reisen von Athleten, Ärzten und Teams auf jedem Niveau, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Presseaussendung des Verbands.

Athleten, die sich bereits auf den Wettkampf-Stätten (Weltcup, Junioren-Weltmeisterschaften) befinden oder noch um die Gesamtwertung oder Spezialwertungen mitkämpfen, dürfen diese noch bestreiten.

Das betrifft demnach auch Alpinskiläuferin Federica Brignone, die diese Woche in Aare noch um den Gesamtweltcup, die Riesentorlauf-und Parallelwertung kämpft. Hervorzuheben sind auch Biathlon-Weltcup-Titelverteidigerin Dorothea Wierer, Langlauf-Sprinter Federico Pellegrino und die Snowboard-Crosser.

Wie lange die Aussetzung der Aktivitäten gilt, ist vorerst noch unklar.

 13:34

Wien denkt über Hilfe für betroffene Branchen nach

Wien will bei einem Treffen mit diversen Partnern darüber nachdenken, wie Branchen, die infolge des Coronavirus ins Straucheln geraten sind, Hilfestellung geboten werden kann. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kündigte am Montag am Rande der Klubtagung der Wiener Genossen einen entsprechenden Sozialpartnergipfel "in den nächsten Tagen" an.

rendi ludwig © APA/ROBERT JAEGER

Dabei soll es um "finanzielle Möglichkeiten" der Hilfe gehen - aber nicht nur. Es gehe auch um die Stärkung des Wirtschaftsstandorts oder die Stärkung des Arbeitsmarkts, sagte der Stadtchef bei der Pressekonferenz im Anschluss an seine Klubtagungsrede. Zu den betroffenen Branchen gehören Tourismus und Hotellerie genauso wie Betriebe, die bereits Kurzarbeit angekündigt haben.

Ein fixes Datum für das Treffen gibt es noch nicht. Die Terminsuche laufe gerade, hieß es von einem Ludwig-Sprecher zur APA.

 13:34

Deutlicher Verkehrsrückgang Richtung Brenner

Das Verkehrsaufkommen Richtung Italien ist in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen. Ausschlaggebend dürften dafür zum einen die Entwicklung in Norditalien sein, wo die Behörden drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erlassen haben, und die Signale der heimischen Politik, die vor nicht zwingend notwendigen Reisen in den Süden abrät.

Zahlen der Asfinag zufolge ist das Verkehrsaufkommen in Fahrtrichtung Süden am vergangenen Freitag um 34 Prozent, am Samstag um 62 Prozent zurückgegangen, jeweils bezogen auf den 6. und 7. März 2019. Richtung Norden hat sich das Verkehrsaufkommen am Freitag um 42 Prozent, am Samstag um 52 Prozent reduziert.

 13:13

Investoren ziehen aus Angst die Reißleine

Ruft einer Feuer, stürmen alle gleichzeitig zum Ausgang, es wird eng, Panik bricht aus: Anders lässt sich das Geschehen an den globalen Finanzmärkten zum Wochenstart phasenweise kaum beschreiben. Investoren fürchten eine globale Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Epidemie.

Außerdem brachen die Ölpreise ein, nachdem Verhandlungen führender Ölstaaten über eine Drosselung der Förderung gescheitert waren. Aktienkurse sackten ab, als sicher geltende Anlagen wie Gold und Staatsanleihen großer Industrienationen waren gefragt. Händler ziehen bereits Vergleiche zum Börsencrashs von 1929 und 1987 und sprechen von einem "schwarzen Montag".

"Obwohl in China die Infektionszahl ein Plateau erreicht zu haben scheint, rollt die Corona-Welle weiter und noch ist nicht abzusehen, wann dies ein Ende hat", schreibt Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba. "Die Verunsicherung ist hoch und die Perspektiven für Konjunktur und Märkte schwer abzuschätzen, zumal jetzt noch die Ölpreise kräftig fallen."

Der deutsche Leitindex DAX folgte zum Wochenstart den sehr schwachen Asienbörsen und knickte im Tief um mehr als acht Prozent bis auf 10.572 Punkte ein. Dabei hatte der deutsche Leitindex vor gerade einmal drei Wochen ein Rekordhoch von 13.795 Zählern erreicht. Das Minus seither: mehr als ein Fünftel. Auch der Wiener ATX ist im Frühhandel um satte neun Prozent eingebrochen und stand im Mittagshandel immer noch um rund sechs Prozent im Minus.

 12:57

Österreichs Medikamentenlager "zufällig" voller denn je

Eher "zufällig"- in Erwartung des chinesischen Neujahrs und des Brexits - seien die österreichischen Medikamentenlager momentan voller "als jemals", sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Montag. Angesichts des "Weckrufs" durch das Coronavirus gelte es nun, die Produktion wieder verstärkt nach Europa zu holen. Zudem wird eine Mio. Euro für Coronavirus-Forschung ausgeschüttet.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die einst vielfach in Europa beheimatete Medikamentenproduktion stark in Richtung Asien und vor allem Indien verlegt, so die Ministerin nach einem Runden Tisch mit Vertretern der Pharmaindustrie in Wien. Die nunmehrige Situation rund um das Coronavirus zeige, dass es Anstrengungen bedarf, die Herstellung wichtiger Medikamente in Europa zu halten bzw. Anreize zu schaffen, sie wieder zurück zu holen. Mit der österreichischen Pharmaindustrie und Partnern aus anderen Ländern gelte es daher, größere Projekte auf EU-Ebene zu akquirieren, mit denen auch die Produktion unterstützt werden kann. Es handle sich hier um neue Förderungsmodelle, die nun EU-weit "Fahrt aufnehmen", sagte Schramböck.

Die Wirtschaftsministerin kündigte überdies vor Journalisten einen Vorstoß innerhalb der EU an, zukünftig den Bedarf an wichtigen Medikamenten, wie etwa Antibiotika über ein Jahr vorrätig zu halten. Das bringe "mehr Unabhängigkeit" und sichere eine potenziell "rettende Lebensader für Europa".

In absehbarer Zukunft sei trotz der momentanen Situation rund um das Coronavirus mit "keinen Lieferengpässen" zu rechnen, betonte Philipp von Lattorff, Generaldirektor Boehringer Ingelheim RCV und Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig). In Österreich gebe es "einige wichtige Produzenten" und das Ansinnen, in Zukunft wieder mehr hierzulande zu produzieren, teile die Branche, die durch die Corona-Krise auch ein "pharmafreundlicheres Umfeld" ortet. "In Krisenzeiten besinnt man sich hier", sagte von Lattorff.

Man dürfe aber nicht vergessen, dass die Produktion im Pharmabereich sehr stark mit der Forschung zusammenhänge. Schramböck kündigte hier die Ausschreibung eines über die Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelten "Emergency Calls" in der Höhe von einer Million Euro an.

 12:56

Insgesamt 36 positive Fälle in Südtirol

In Südtirol gab es mit Stand Montagmittag insgesamt 36 positive Coronavirus-Fälle. 35 Patienten befanden sich in der autonomen Provinz, ein Patient in einem oberitalienischen Krankenhaus. 257 Personen waren in häuslicher Isolation, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit. Zwei der 36 Fälle wurden mittlerweile durch des nationale Istituto Superiore di Sanita in Rom bestätigt, hieß es.

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Durchschnittlich 50 Abstriche würden pro Tag in Südtirol durchgeführt. Indes wurde betont, dass bei Auftreten von grippeähnlichen Symptomen und Husten nicht der Hausarzt oder die Notaufnahme aufgesucht werden sollen. Bestehe der Verdacht, dass ein enger Kontakt zu einer infizierten Person stattgefunden hat, so seien "die häusliche Isolation zu wahren und die Hausärztin oder der Hausarzt anzurufen". Auch für den Fall von leichtem Fieber, grippeähnlichen Symptomen und Erkältung wurde angeraten, bis zur vollständigen Genesung zu Hause zu bleiben.

 12:53

Altmaier deutet steuerliche Hilfen für Unternehmen an

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier deutet weitere Hilfen für von der Coronavirus-Epidemie betroffene Unternehmen an. "Wir werden auch über Steuerstundungen reden und entscheiden müssen in den nächsten Wochen", sagte der CDU-Politiker am Montag in Berlin. "Wir sind entschlossen, immer situationsgerecht zu handeln." Details zu den Steuermaßnahmen nannte er nicht.

Momentan hilft das Wirtschaftsministerium vor allem mit Kreditgarantien und Liquiditätsspritzen. Zudem wurde gerade eine Ausweitung des Kurzarbeitergeldes von der großen Koalition beschlossen. Unternehmen beantragen bereits bei der Regierung finanzielle Hilfen. "Wir stellen den Unternehmen schon jetzt Liquidität zur Verfügung", sagt eine Sprecherin des Wirtschaftsressorts. Der bestehende Rahmen dafür reiche aus, könne aber auch ausgeweitet werden. Bei der Hotline des Ministeriums gingen täglich über 100 Anrufe ein, meist von kleinen Firmen aus der Messe- und Veranstaltungsbranche.

Am Montag ist ein Treffen des Wirtschaftsministeriums mit der stark in Mitleidenschaft gezogenen Tourismusbranche geplant, am Dienstag ein Austausch mit den Wirtschaftsministern der Bundesländer. Es gebe momentan intensive Beratungen, so Altmaier. Details wollte er noch nicht nennen.

 12:42

Präventivmaßnahmen im heimischen Strafvollzug

Im heimischen Strafvollzug hat man auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Krise und den Anstieg der Infektionen mit SARS-CoV-2 reagiert. In der Justizanstalt Wien-Josefstadt - mit durchschnittlich 1.150 Insassen das größte Gefängnis des Landes - wurden weitere Präventivmaßnahmen gesetzt.

Wie der stellvertretende Anstaltsleiter Peter Hofkirchner der APA berichtete, wurden die Vollzugslockerungen "auf ein Minimum zurückgesetzt". Um zu verhindern, dass Insassen sich infizieren und das Virus ins Gefängnis tragen, werden Aus- und Freigänge nur mehr "bei dringenden und zwingend notwendigen Gründen" genehmigt, teilte Hofkirchner Montagmittag mit. Im Gefängnis selbst wurde die Bewegungsfreiheit vorerst nicht weiter eingeschränkt. Die täglichen Hofgänge und der Betrieb in den Werkstätten werden weiter durchgeführt.

Schon länger sind Häftlingsbesuche nur mehr "hinter Glas" erlaubt - Besucher und Insassen sind dabei durch eine Glasscheibe getrennt. Die sogenannten Tischbesuche wurden vorerst bis Ende März gestrichen. Jeder, der Zutritt in den Besuchsbereich begehrt - das betrifft auch Richter, Staatsanwälte und Verteidiger -, muss sich auf Fieber messen lassen. Bei einer Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad gibt es keine Besuchserlaubnis.

Das Tragen von Schutzmasken ist für Besucher der JA Josefstadt noch nicht vorgeschrieben. Nach Informationen der APA müssen dagegen in einer JA in Niederösterreich sogar schon Anwälte Schutzmasken aufsetzen, wenn sie ihre Mandanten sehen wollen.

 12:42

Steirische Busfirmen "halten maximal drei Monate durch"

Die schwindende Reiselust und Vorsicht angesichts des Coronavirus geht laut steirischer WK bei Busunternehmen an die wirtschaftlichen Pfeiler. Man verzeichne Stornos und Teilstornos, bei manchen Firmen stünden alle Busse still. "Die Firmen haben nicht riesige Rücklagen, zwei bis drei Monate ohne Aufträge gehen an die Existenz", so der Geschäftsführer der Fachgruppe Verkehr, Peter Lackner.

Lackner berichtete am Montag: "Es betrifft Tagesfahrten wie auch Skiausflüge. Bis zu 80 Prozent unserer rund 740 Busse stehen still." Er rechne derzeit mit einem täglichen Umsatzentgang von rund 40.000 Euro, monatlich rund elf Mio. Euro für die rund 175 steirischen Busunternehmen.

Die Situation sei "mehr als besorgniserregend", sagte Lackner in einer Pressekonferenz in Graz, nach einem Krisengespräch der steirischen Busunternehmer in der Wirtschaftskammer. "Unternehmen, die es seit Jahrzehnten gibt, sind entsprechend verzweifelt ob der Situation, die sich auftut. Die Reaktion vonseiten der Fahrgäste sei alarmierend. Kleine Firmen stehen oft zu hundert Prozent." Bei Reisen nach Italien gibt es bis zu hundert Prozent Ausfälle. Dies zeige sich vor allem seit Ende Februar. Man habe keine Anfragen und Wünsche für Fahrten mehr, so Lackner, das betreffe nicht nur Italien, sondern sogar Fahrten innerhalb Österreichs oder auch Schullandwochen, auch Firmenfahrten würden abgesagt. Man sei für das Frühjahr ausgebucht gewesen, nun kämen auch Stornierung bei Fahrten nach Kroatien.

Einen massiven Schwund an Nachfrage gebe es bei älteren Menschen, die traditionell gerne Busfahrten unternähmen. Diese seien stark verunsichert, da sei es ganz extrem bei Stornos. Lackner berichtete von einer älteren Dame, die eine Reise per Bus nach Rimini für Mai gebucht hatte. "Sie erzählte, dass ihr Sohn ihr gesagt habe, sie komme ihm nicht mehr ins Haus, wenn sie da mitfahre." Viele kleinere Firmen würden im Auftrag von größeren Unternehmen fahren, auch bei Zubringerfahrten etwa zu Flughäfen, aber es komme niemand aus Asien oder den USA nach Österreich.

Es werde versucht, Lösungen auf Bundes- und auf Landesebene zu finden, sagten Lackner und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg. Auf Bundesebene gebe es das Zehn-Millionen-Euro-Paket für Garantien und Überbrückungskredite. Der steirische AMS-Chef Karl-Heinz Snobe habe zugesagt, alles auszuschöpfen, was rechtlich möglich sei, um Busunternehmen sofort zu unterstützen. Laut Lackner steht auch Kurzarbeit im Raum, da müsse über die Ersatzquote verhandelt werden. Dernoscheg zufolge braucht es "rasche und flexible Kurzarbeitslösungen" wie bei der AUA.

Ein Problem sei es für die Tourismusunternehmer, dass etwa Hotels in Italien langfristig gebucht seien. Müssten die Fahrten mangels Teilnehmern abgesagt werden, würden schlagartig mehrere 10.000 Euro fällig. Eine Fahrt nach Italien komme da gleich auf rund 45.000 Euro, berichtete Lackner: "Die Kosten picken. Wenn das so weitergeht, dann kommen die Unternehmer in ernste Schwierigkeiten." Er und Dernoscheg zogen den Vergleich von Coronavirus mit der Grippe. Man müsse das in Relation bringen, es müsse sich nicht jeder einzelne gleich zu fürchten beginnen.

 12:26

Nikon verschiebt Start neuer Profi-Kamera nach Engpässen

Nikon muss die Markteinführung seiner nächsten Profi-Kamera verschieben, weil Bauteile wegen der Coronavirus-Ausbreitung verzögert geliefert werden. Statt im März solle das Modell D6 nun voraussichtlich im Mai in den Handel kommen, teilte der japanische Foto-Spezialist am Montag mit. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest.

Nikon setzt weiter darauf, die Kamera rechtzeitig für die Olympischen Sommerspiele in Tokio in die Hände von Sportfotografen zu bekommen. Der Konzern steht wie andere Kamera-Anbieter unter Druck, weil Verbraucher ihre Bilder vor allem mit Smartphones machen, und fokussiert sich deshalb ganz besonders auf den Profi-Markt.

 12:21

Investoren erwarten 2 EZB-Zinssenkungen bis Anfang Juni

Investoren am Geldmarkt spekulieren wegen der Coronavirus-Krise inzwischen auf zwei Zinssenkungen der EZB bis Anfang Juni. Wie aus den Kursen am Montag hervorging erwarten Anleger mittlerweile zu 100 Prozent, dass die Europäische Zentralbank bis dahin ihren sogenannten Einlagenzins in zwei Schritten um zusammen 0,20 Prozentpunkte auf minus 0,70 Prozent senken wird.

Vergangene Woche wurde bis Anfang Juni nur eine Zinssenkung um 0,10 Prozentpunkte erwartet. Ein negativer Einlagensatz bedeutet, dass Geldhäuser Strafzinsen zahlen müssen, wenn sie über Nacht überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Die EZB will damit erreichen, dass Institute stattdessen mehr Kredite an die Wirtschaft ausreichen, was der Konjunktur zugutekommen würde.

Experten leiten die Wahrscheinlichkeit für Zinsschritte der Notenbank aus der Kursentwicklung der Geldmarkt-Futures ab, die auf die entsprechenden Tage der EZB-Zinssitzungen datiert sind. Maßgeblich ist hier der jeweilige Future auf den Interbanken-Zins Eonia, zu dem sich Geldhäuser untereinander Geld leihen. Das sind Wetten darauf, wie dieser Satz am jeweiligen Tag der EZB-Zinssitzung aussehen wird. Aus der Differenz zwischen dem aktuellen Satz und den Eonia-Futures berechnen Geldmarktexperten Wahrscheinlichkeiten für Zinsschritte der Euro-Wächter.

Die Coronavirus-Krise und der Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland lösten am Montag massive Börsenturbulenzen aus. Die langfristigen Inflationserwartungen für die Eurozone sanken auf historische Tiefstände.

 12:20

Nordkorea flog Ausländer nach langer Quarantäne aus

Nach wochenlanger Zwangsquarantäne in Nordkorea haben Dutzende von Ausländern das abgeschottete Land verlassen. Die Quarantäne war Teil der Maßnahmen Nordkoreas, eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern.

Etwa 80 Menschen seien mit einem Flugzeug der nordkoreanischen Staatslinie Air Koryo am Montag nach Wladiwostok im äußersten Osten Russlands ausgeflogen worden, schrieb die russische Botschaft in Pjöngjang auf ihrer Facebook-Seite. Unter den Insassen seien auch diplomatische Vertreter Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz gewesen, die vorübergehend ihre Arbeit in Pjöngjang eingestellt hätten, sowie polnische, rumänische, mongolische, ägyptische Diplomaten und ihre Familien.

Nordkoreas Staatsmedien hatten am Freitag berichtet, 221 von 380 Ausländern, die unter "strenger medizinischer Aufsicht" gestanden hätten, seien aus der Quarantäne entlassen worden. Das Land hatte im Februar die Land-, Zug- und Flugverbindungen ins Ausland eingestellt - auch für Diplomaten. Bisher wurde aus Nordkorea kein Sars-Cov-2-Fall gemeldet.

Im Iran stieg die Zahl der Coronavirus-Toten und -Infizierten unterdessen weiter. Innerhalb von 24 Stunden habe sich die Zahl der Toten von 194 auf 237 erhöht, sagte Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur am Montag in Teheran. Die Zahl der offiziell erfassten Ansteckungen im Land kletterte auf 7.161 - 595 mehr als am Vortag. Am schlimmsten ist die Krise weiterhin in der Hauptstadt Teheran, wo sich nachweislich über 1.900 Menschen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert haben. Gleichzeitig seien 2.394 Patienten als geheilt aus den Krankenhäusern entlassen worden, so der Sprecher.

 12:19

Erste Schritte Richtung Normalität in China

Während die Zahlen der Corona-Infizierten weltweit weiter steigen, hat China nach wochenlangem Kampf gegen die Epidemie erste Schritte Richtung Normalität gemacht: Im Ursprungsland der Krise wurde die Mehrzahl der provisorischen Krankenhäuser zur Behandlung von Erkrankten in der Millionenstadt Wuhan wegen mangelnden Bedarfs wieder geschlossen.

Der schwedische Möbelriese Ikea nahm nach eigenen Angaben am Montag den Betrieb in seinen landesweit 16 Filialen wieder auf. Auch Schulen sollen in einigen Regionen in dieser Woche nach mehr als einem Monat wieder öffnen.

Auch die seit Ende Jänner geschlossene Disney-Freizeitanlage in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai verkündete am Montag die teilweise Wiedereröffnung. Das Disney-Einkaufszentrum, ein als "Disneytown" bezeichnetes Unterhaltungszentrum sowie ein Hotel innerhalb der Anlage nähmen den Betrieb wieder auf, teilte der Konzern mit. Es handle sich um den "ersten Schritt" einer stufenweisen Wiedereröffnung des gesamten Komplexes. Vorerst geschlossen bleibt den Angaben zufolge jedoch noch der zu der Anlage gehörende Hauptvergnügungspark mit seinen zahlreichen Attraktionen.

Die sich anscheinend langsam entspannende Lage spiegelt den Abwärtstrend bei der Zahl der offiziell registrierten Neuinfektionen in der Volksrepublik wider. Diese sank am Montag auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Veröffentlichung der Zahlen im Jänner. Wie der Gesundheitsausschuss der Regierung in Peking mitteilte, wurden seit dem Vortag in ganz Festlandchina nur 40 weitere Ansteckungsfälle nachgewiesen. Weitere 22 Menschen starben an der Infektion, auch dies eine im Vergleich zu früheren Wochen niedrige Zahl.

Die allermeisten der seit Sonntag neu registrierten Ansteckungs-und Todesfälle traten den offiziellen Angaben zufolge in der zentralchinesischen Provinz Hubei auf, welche die Behörden seit Ende Jänner weitgehend von der Außenwelt abgeschottet halten. Ein hochrangiger chinesischer Regierungsvertreter hatte bereits am Freitag angedeutet, dass die Abriegelung von Hubei möglicherweise schon bald beendet werden könnte. Die Abschottungsmaßnahmen betreffen rund 56 Millionen Menschen.

In der Provinzhauptstadt Wuhan waren wegen des Virus 16 provisorische Krankenhäuser neu errichtet worden. Von ihnen wurden 14 bereits wieder geschlossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Nach Angaben der Provinzregierung sind in Wuhan fast 31.000 in den Hospitälern behandelte Corona-Patienten genesen und entlassen worden. In ganz Festlandchina liegt die Gesamtzahl der Corona-Infizierten inzwischen bei mehr als 80.700, die Zahl der Todesopfer bei mindestens 3.119.

Auch Südkorea, außerhalb Chinas einer der am stärksten von der Epidemie betroffenen Staaten, gab am Montag einen Rückgang der Zahl der Neuinfektion bekannt. Seit Sonntag wurden dort weitere 248 Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörde KCDC mitteilte. Dies war die niedrigste Zahl von Neuinfektionen seit zwei Wochen.

Insgesamt sind in Südkorea nach Angaben der Behörde damit nun 7.382 Infektionsfälle nachgewiesen worden. Die offizielle Zahl der Todesopfer im Land liegt bei 51.

 12:19

Normalität in Jerusalem, leere Straßen in Bethlehem

Während in Jerusalem fast normales Treiben auf den Straßen und in den Geschäften herrscht, sind die Auswirkungen der Corona-Krise in dem Pilgerort Bethlehem viel ausgeprägter. Die Straßen in der palästinensischen Stadt seien so gut wie leer, erzählte der Direktor des Österreichische Hospiz in Jerusalem, Markus Bugnyar, der Kathpress.

Vor allem jene Einwohner, die berufsmäßig viel Kontakt mit Touristen und Pilgern haben, seien zum Teil stark verunsichert, so Bugnyar. Die Maßnahmen der palästinensischen Behörden bezeichnete er als rigoros. Doch in Sachen Corona arbeiteten die israelischen und palästinensischen Behörden "eng und rund um die Uhr zusammen", berichtete der Hospiz-Rektor. Auch wenn viele Menschen in Israel und den palästinensischen Gebieten etwas irrational reagierten, von einer Panik wolle er nicht sprechen, so Bugnyar.

Das Österreichische Hospiz selbst verzeichne einen Rückgang bei den Buchungen von 25 Prozent. Das Haus in der Jerusalemer Altstadt leere sich zunehmend. Verbliebene Gäste ermuntere man, auszureisen, so lange es noch direkte Flugverbindungen gibt, betonte Bugnyar.

Wie der Reiseveranstalter von "Biblisch Reisen" laut Kathpress erklärte, ist die Rückholung aller Österreicher aus Israel und Palästina derzeit im vollen Gange. Man habe in Absprache mit der österreichischen Botschaft in Tel Aviv "als Vorsichtsmaßnahme gestern und heute alle unsere Kunden aus Israel ausgeflogen" erklärte Geschäftsführer Andreas Kickinger. Er rechnete damit, dass zu Ostern Pilgerreisen wieder möglich sein werden.

 12:19

China kündigt weitere Hilfen für Luftfahrtbranche an

Chinas zivile Luftfahrtbehörde kündigt zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung von Fluggesellschaften an. So sollen etwa Flughafengebühren gesenkt werden. Die Veröffentlichung des Flugplans für die anstehende Sommersaison wird verschoben. Vergangene Woche hatte die Behörde bereits finanzielle Hilfen für in- und ausländische Airlines in Aussicht gestellt.

 12:18

E-Scooter-Anbieter empfiehlt Nutzung mit Handschuhen

Der E-Scooter-Anbieter Voi hat Kunden wegen der Coronavirus-Gefahr als erste Firma der Branche das Tragen von Handschuhen bei der Nutzung seiner Fahrzeuge empfohlen. Auch Mitarbeiter, die die Roller in den Straßen einsammeln, befolgten verstärkte Vorsichtsmaßnahmen. Zugleich verwies die Firma aus Schweden darauf, dass sie nicht in stark von der Ausbreitung des Virus betroffenen Gebieten aktiv ist.

 12:18

Einbußen bei Händlern, Handelsverband fordert Ausgleich

Reisebeschränkungen aufgrund des Coronavirus und geändertes Kaufverhalten sorgen derzeit bei Händlern zu spürbaren Frequenz- und damit auch Umsatzrückgängen. Insbesondere Branchen wie der Mode-, Schuh- und Schmuckhandel würden unter Umsatzeinbußen von teils über 30 Prozent leiden. Der Handelsverband fordert Staatshilfen, wie es sie bereits für Luftfahrt, Tourismus und Holzindustrie gebe.

Der Interessenverband fordert von Regierung und Sozialpartnern, ausreichend Vorsorge zu treffen, damit betroffene Händler das Instrument der Kurzarbeit nutzen könnten. Für besonders betroffene Betriebe werden temporäre Zuschüsse gefordert, um Mietzahlungen erfüllen zu können. "Personal- und Mietaufwände sind die beiden größten Kostenposten, die weitergaloppieren, auch wenn die Kundschaft ausbleibt", sagte Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch am Montag laut einer Aussendung.

Als dritte Maßnahme schlägt der Verband Haftungsübernahmen für Kredite bis zu 100 Mio. Euro für jene Händler vor, die aufgrund der Coronavirus-Epidemie mehr als 15 Prozent Umsatzeinbußen verzeichnen. Gerade Händler mit Geschäften in Tourismus-Hotspots wie der Wiener Innenstadt oder in Skiregionen sind vom Rückgang ausländischer Touristen besonders betroffen.

Der Handelsverband fordert das Paket für Non-Food-Händler. Im Lebensmittelhandel war die Nachfrage zuletzt eher höher als üblich.

 12:18

Von der Leyen erwägt Konjunkturhilfen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Konjunkturhilfen in der Coronavirus-Krise in Aussicht gestellt. Es gebe grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Die eine sei Flexibilität bei den Schulden- und Defizitregeln. "Die andere ist Geld", sagte von der Leyen am Montag in Brüssel. Auf EU-Ebene gehe es zudem um Ausnahmen bei den staatlichen Beihilferegeln.

Die EU-Kommission sei darüber in engem Kontakt mit den EU-Staaten und mit der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte von der Leyen weiter. Man bereite das Treffen der EU-Finanzminister kommende Woche vor. Es gebe eine Koordination auf allen Ebenen. Die Frage, welchen Umfang ein Hilfspaket haben könnte, ließ von der Leyen offen.

Sie äußerte sich bei einer Pressekonferenz zur Bilanz ihrer ersten 100 Tage im Amt der Präsidentin der Europäischen Kommission.

 12:18

SAP sagt Veranstaltungen im März ab

Der deutsche Softwarekonzern SAP sagt wegen des Coronavirus alle Veranstaltungen im März ab. Der Dax-Konzern bezeichnete diese Entscheidung als Vorsichtsmaßnahme. Die für 19. und 20. März geplante SAP-Now-Konferenz in Berlin wird auf September verschoben. Ebenfalls betroffen sind die SAP Concur Fusion, die bereits am Montag in Orlando starten sollte, sowie die dreitägige SAP Ariba in Las Vegas.

Weiterhin teilte das Unternehmen mit, mit Blick auf die "Gesundheit und das Wohlbefinden" von Kunden und Mitarbeitern auch auf die Teilnahme an Branchenveranstaltungen zu verzichten.

 12:17

Wien stellt 1 Mio. Euro für Forschung bereit

Die Bundeshauptstadt Wien stellt eine Million Euro für die anwendungsnahe Forschung zum Thema Coronavirus zur Verfügung. Das hat Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bei der Klubtagung der Rathaus-Roten im burgenländischen Frauenkirchen angekündigt. Die Mittel über den medizinisch-wissenschaftlichen Fonds der Stadt Wien sind ab sofort abrufbar.

Die Förderung solle dazu beitragen, dass möglichst rasch Antworten zu offenen Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gefunden werden, hieß es. Einen besonderen Forschungsschwerpunkt soll die Erforschung der Ausbreitungsmöglichkeiten des Virus darstellen. Auch Fragen zur Wirksamkeit von Medikamenten oder die Verbesserung der Diagnostik in Hinsicht auf Treffsicherheit und Schnelligkeit der Tests sollen im Mittelpunkt stehen.

"Den Coronavirus haben wir uns nicht gewunschen", gab Ludwig zu bedenken. Aber die aktuelle Entwicklung zeige, dass die Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern und auch mit dem Bund gut funktioniere. Mit der Subvention solle das bestehende Netzwerke an Life-Science-Unternehmen in Wien unterstützt werden.

 11:59

59 Österreicher sitzen auf den Malediven fest

59 Österreicher sitzen auf der zu den Malediven gehörenden Insel Kuredu fest, da in ihrem Hotel bei mehreren italienischen Gästen Verdacht auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus besteht. Einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Österreich" (online) bestätigte das Außenministerium am Montag auf APA-Anfrage.

Die Quarantäne dürfte für 14 Tage gelten. Die Regierung der Malediven hat dem Außenministerium zufolge signalisiert, die Kosten zu übernehmen. Die Österreicher seien entspannt.

 11:43

Acht Tote nach Gefängnisrevolten in Italien

Acht Gefängnisinsassen sind bei Revolten ums Leben gekommen, die seit dem Wochenende in mehreren Strafanstalten Italiens wegen Restriktionen aufgrund der Coronavirus-Epidemie ausgebrochen sind. Sechs Gefängnisinsassen kamen in Modena ums Leben, berichteten italienische Medien.

Je ein Toter wurde in einer Strafanstalt in Verona und in Alessandria gemeldet. Die beiden hatten die ausgebrochenen Proteste dazu genutzt, um sich von den Krankenstationen ihrer Gefängnisse Psychopharmaka zu beschaffen. Sie seien an einer Medikamentenüberdosis gestorben, berichtete ein Sprecher der Gewerkschaft der Gefängniswächter SAPP.

Bei zwei Todesopfern in Modena vermuten die Ermittler ebenfalls einen Tod durch Medikamentenüberdosis. Der dritte Tote starb nach Atembeschwerden, deren Ursachen noch unbekannt sind. Es gab keine Anzeichen von Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft von Modena ermittelt.

Zu Revolten kam es auch in den Haftanstalten in Reggio Emilia, Ferrara, Alessandria, Pavia, Frosinone und Neapel. In dem Gefängnis in Pavia südlich von Mailand nahmen Häftlinge laut italienischen Medien zeitweise zwei Wärter als Geiseln. Sie stahlen den Wärtern die Schlüssel der Zellen und befreiten Dutzende Insassen, berichteten die Polizeigewerkschaft Uilpa, die von Verwüstungen in der Strafanstalt sprach. Wärter aus den Mailänder Gefängnissen San Vittore und Opera wurden nach Pavia entsandt, um die Revolte unter Kontrolle zu bringen.

Einige Häftlinge flüchteten von der Strafanstalt im süditalienischen Foggia, konnten jedoch wieder festgenommen werden. Soldaten wurden eingesetzt, um die Flucht weiterer Insassen zu verhindern.

Der italienische Verband Antigone, der sich für die Rechte von Gefängnisinsassen einsetzt, betonte, dass die italienischen Strafanstalten überfüllt seien. 61.230 Insassen seien in Strafanstalten eingepfercht, die eigentlich nur für 50.931 Plätze gedacht sind.

 11:39

Iran ließ 70.000 Gefangene frei

Wegen das Coronavirus hat der Iran rund 70.000 Gefangene freigelassen. Das sagte Ebrahim Raisi, Vorsitzender der Justiz, am Montag laut Nachrichtenportal der iranischen Justiz. Es würden auch noch weitere Gefängnisinsassen freigelassen - "bis zu dem Punkt, an dem es keine Unsicherheit in der Gesellschaft schafft". Ob oder wann sie in die Haftanstalten zurückkehren müssen, wurde nicht ausgeführt.

 11:39

Coronavirus in Italien

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 11:36

Kurzarbeit in der Schweiz steigt massiv

Der Schweizer Arbeitsmarkt leidet zunehmend unter dem Coronavirus. In der ersten Woche des Monats März sind die genehmigten Voranmeldungen für Kurzarbeit sprunghaft angestiegen. Diese Woche soll die Regierung über Vereinfachungen dieses Instruments entscheiden.

Im Februar hätten 18 Betriebe mit 498 Mitarbeitern die Genehmigung für Kurzarbeit wegen "behördlich angeordneter Maßnahmen" im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhalten, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Montag in einer Telefonkonferenz.

Seit dem 1. März, nachdem der Bundesrat wegen der besonderen Lage durch das Coronavirus Maßnahmen wie das Verbot von Großveranstaltungen verfügt hatte, habe sich das Bild "vollständig verändert". Seither seien Gesuche von 75 Betrieben mit 2.516 Mitarbeitern genehmigt worden. Fast 95 Prozent der Ansuchen kamen aus dem Kanton Zürich. Was die Branchen betreffe seien mehr als neun von zehn Gesuchen aus den Branchen Gastgewerbe, freiberufliche technische und wissenschaftliche Dienstleistungen, sonstige wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie Kunst und Unterhaltung gekommen.

Dies bedeute, dass insbesondere auch Reiseveranstalter und Eventorganisationen ein Gesuch gestellt hätten, so Zürcher. Über 1.000 Ansuchen stammten laut den Angaben zudem von Künstlern und Musikern, die wegen des Veranstaltungsverbots wahrscheinlich nicht auftreten können. Traditionell stellen bekanntlich eher Firmen aus der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Gesuche für Kurzarbeit.

Somit zeige sich, dass das Instrument ausreichend flexibel sei, meinte Zürcher. Keine Sorgen müsse man sich auch wegen der finanziellen Folgen machen. Die Arbeitslosenversicherung sei in einem guten Zustand und verfüge über großen Spielraum. Die aktuellen Zahlen seien auch weit von den Höchstständen seien, die während der Finanzkrise erreicht wurden. Er rechnet aber mit einem "weiteren und raschen Anstieg" von Gesuchen, je länger die besondere Lage anhalte. Die Kantone seien daher bereit, Gesuche rasch zu genehmigen. Zudem werde der Bundesrat noch diese Woche über Vereinfachungen des Instruments entscheiden.

Unverändert sei das Ziel der Maßnahme. "Es geht um den Erhalt von Arbeitsplätzen", so Zürcher. Es solle wegen des Virus nicht zu einer Kündigungswelle kommen. Vielmehr sei es das Ziel, dass der normale Betrieb nach dem Durchzug des Virus rasch wieder aufgenommen werden könne. Der Schweizer Arbeitsmarkt sei bis zum Ausbruch der Coronavirus-Krise in einer sehr guten Verfassung gewesen. Die Arbeitslosenrate sein im Februar auf 2,5 zurückgegangen, nach 2,6 Prozent im Jänner. Einen niedrigeren Februar-Wert gab es zuletzt im Jahr 2002.

 11:25

IEA rechnet mit sinkender Erdöl-Nachfrage

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) rechnet wegen der Ausbreitung des Coronavirus in diesem Jahr erstmals seit 2009 mit einem sinkenden Erdöl-Verbrauch. Die weltweite Nachfrage dürfte voraussichtlich um 90.000 Barrel (ein Barrel entspricht 159 Liter) pro Tag im Vergleich zum Jahr 2019 sinken, erklärte die Agentur am Montag in Paris. Zuvor hatte sie noch mit einem starken Anstieg gerechnet.

In einem pessimistischen Szenario hält die IEA sogar einen Rückgang um 730.000 Barrel pro Tag für möglich. Vorausgesetzt ist, dass sich das Virus stärker ausbreitet als bisher angenommen wurde und die betroffenen Regionen längere Zeit brauchen, um sich wirtschaftlich davon zu erholen.

Nach einem dritten Szenario könnte die Nachfrage aber auch um 480.000 Barrel pro Tag zunehmen: Unter dieser optimistischen Annahme müsste die Lage in China schnell unter Kontrolle geraten und schwere Auswirkungen in Europa und Nordamerika vermieden werden.

Das Coronavirus "hindert den Menschen- und Güterverkehr", betonte der Exekutivdirektor der Agentur, Fatih Birol. Besonders stark getroffen sei China als "größter Energiekonsument der Welt".

Der Ölpreis war Montagfrüh um mehr als 30 Prozent gefallen. Das war der größte Preisverfall seit dem Golfkrieg 1991. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte sich am Freitag mit ihren Partnern nicht auf eine Drosselung der Fördermengen einigen können, vor allem Russland sperrte sich.

 11:23

Handel mit Atemschutzmasken: Mehrere Festnahmen in Aserbaidschan

Die Polizei in der autoritär regierten Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hat mehrere Menschen festgenommen, die mehr als eine Million Atemschutzmasken ins Ausland schmuggeln wollten. Dort hätten sie teuer verkauft werden sollen, teilte das Innenministerium in der Hauptstadt Baku am Montag mit.

Die zehn Festgenommenen hätten die hohe Nachfrage nach solchen Schutzmasken wegen der Coronavirus-Epidemie ausnutzen wollen. Unter ihnen waren den Angaben zufolge auch zwei Chinesen. China ist von dem neuartigen Coronavirus am stärksten betroffen. Aserbaidschan grenzt an den Iran, wo immer mehr Menschen erkranken.

 11:23

Ex-BDI-Chef Henkel warnt vor neuer Eurokrise

Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien könnte aus Sicht des früheren Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, zu einer neuen Krise des Euro führen. "Italien wird ein Riesenproblem für die EU werden", sagte Henkel der Deutschen Presse-Agentur.

Die Wirtschaft des Landes wachse nicht mehr und lasse es an Reformen gegen die hohen Staatsschulden fehlen. Nun komme die Coronavirus-Krise hinzu.

"Hier tut sich eine neue Eurokrise auf", warnt Henkel. Der Europäischen Zentralbank bleibe dann nur, den Negativzins nochmals zu erhöhen oder den Bürgern direkt sogenanntes Helikoptergeld zu schenken, um die Konjunktur anzukurbeln.

Henkel war ein führender Kopf der Alternative für Deutschland, als diese aus der Bewegung gegen die Euro-Rettung entsteht. Als die AfD nach rechts abdriftet, tritt Henkel aus. Am 14. März wird er 80 Jahre alt.

 11:22

Börse Mailand stürzt ab - Banken besonders betroffen

Nach der Abriegelung Norditaliens wegen der Coronavirus-Krise suchen Anleger an der Mailänder Börse das Weite. Der Auswahlindex sackte am Montag um bis zu 11,2 Prozent auf ein 14-Monats-Tief von 18.469 Punkten ab. Besonders steil bergab ging es für die italienischen Banken - der Branchenindex verlor zeitweise 13 Prozent und notierte mit 6.588 Zählern so tief wie seit Juli 2016 nicht mehr.

Auch die Anleihen des hoch verschuldeten Landes flogen in großem Stil aus den Depots. Die Rendite der zehnjährigen Titel kletterte im Gegenzug auf 1,362 Prozent von 1,079 Prozent. Das ist der größte Anstieg seit knapp zwei Jahren.

Ein Insider sagte, die Börsenregulierungsbehörde in Italien (Consob) beobachte die Situation. Laut den Vorschriften können die Behörden Leerverkäufe auf eine Aktie untersagen, wenn der Kurs an einem Tag um mehr als zehn Prozent fällt.

Experten gehen davon aus, dass die Viruskrise enorme Folgen für die Wirtschaft des südeuropäischen Landes hat. "Italien hat im vierten Quartal 2019 ein negatives Wirtschaftswachstum von minus 0,3 Prozent verzeichnet, und eine technische Rezession scheint unvermeidlich", sagte Deutsche-Bank-Anlagestratege Gerit Heinz. "Wir gehen davon aus, dass die Volatilität weiter anhalten wird." Ein weiterer Grund für den Absturz an den Börsen sei auch der am Wochenende eskalierte Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland. Italien riegelte im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus Regionen und Städte im Norden des Landes ab.

 11:22

Österreichische Staatsanleihen legen zu - Corona-Ängste stützen

Die Kurse österreichischer Staatsanleihen sind am Montag vor dem Hintergrund von Corona-Ängsten und starken Börsenverlusten gestiegen. Im Gegenzug sanken die Renditen. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 7 Basispunkte auf minus 0,48 Prozent gefallen.

Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 34 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,88 Prozent auf 178,08 Punkte.

Angesichts von Coronavirus, Ölpreisverfall und Kursrutsch an den Börsen flüchten Großanleger in sichere Anlagen und nehmen dafür auch Negativzinsen in Kauf. Die Österreichische Benchmarkanleihe erreichte am Montag mit minus 0,5 Prozent einen historischen Tiefstwert, teilte die Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) auf APA-Anfrage mit.

Auch in Ländern wie Deutschland und den Niederlanden gaben die Renditen deutlich nach. Dagegen wurden italienische Staatsanleihen zu Beginn der Woche massiv verkauft. Hier stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen um 0,22 Prozentpunkte auf 1,29 Prozent.

"Die Verunsicherung ist hoch und die Perspektiven für Konjunktur und Märkte schwer abzuschätzen, zumal jetzt noch die Ölpreise kräftig fallen", schreiben die Analysten der Helaba. Die Wirtschaftsdatenveröffentlichungen am Montag zu den Monaten vor der Corona-Krise dürften vor diesem Hintergrund keinerlei Bedeutung haben, erwarten die Analysten.

 11:17

Österreichisches ÖBB-Personal nur bis an Italien-Grenze

Nach den umfassenden Quarantänemaßnahmen in Italien fährt das österreichische Personal in den Zügen der ÖBB nur mehr bis zur Grenze. "Dann wird der Zug an italienisches Personal übergeben", hieß es seitens der ÖBB auf APA-Anfrage. In den österreichischen Zielbahnhöfen werden die Züge dann professionell gereinigt und desinfiziert.

Während die Passagierzahlen nach Italien naturgemäß abnehmen, ist innerösterreichisch zum derzeitigen Zeitpunkt noch kein Rückgang an Fahrgästen bemerkbar. Die ÖBB setzen aber auch hier auf vermehrte Vorsichtsmaßnahmen: Das Personal wurde etwa angewiesen vermehrt Haltegriffe und Schalter zu reinigen. Bei einem Verdachtsfall wird der betroffene Zug gereinigt und desinfiziert.

Die ÖBB betonten, bei ihren Maßnahmen eng mit den Gesundheitsbehörden zusammenzuarbeiten. Die Nachtzugverbindungen nach Oberitalien hat das Unternehmen bereits eingestellt. Betroffen davon ist der ÖBB Nightjet nach Mailand und jener nach Venedig. Die Tageszugverbindungen nach Bologna, Udine, Triest, Verona und Venedig bleiben bis auf Weiteres aufrecht, da diese Züge auf italienischer Seite eben von italienischen Partnerbahnen geführt werden.

 11:14

London bekämpft Fake News über Covid-19

Großbritannien hat Fake News in sozialen Netzwerken über das neuartige Coronavirus den Kampf angesagt. Hierfür wird nach Regierungsangaben vom Montag ein Expertenteam eingesetzt, das mit Unternehmen in dem Bereich zusammenarbeiten soll.

In sozialen Medien zirkulieren demnach Berichte, in denen beispielsweise behauptet wird, dass eine Impfung gegen den Erreger schon existiere. Auch angebliche Schutzmaßnahmen wie bestimmte Kochsalzlösungen zum Ausspülen des Mundes würden in betrügerischer Absicht angepriesen.

Der Nationale Sicherheitsrat (Cobra) wollte am Montag in London über weitere Schutzmaßnahmen beraten. Bis Sonntagabend waren drei Briten an der Lungenerkrankung gestorben. Bei fast 300 Personen war der Erreger nachgewiesen worden. Die Angst vor dem Virus führte zu vielen leeren Regalen in Supermärkten. Etliche Geschäfte begrenzen daher inzwischen den Kauf etwa von Desinfektionsmitteln und Nudeln: Jeder Kunde darf nur eine bestimmte Anzahl der Artikel kaufen.

 11:14

"Ich bleibe zuhause": Aufruf an "ungehorsame" Italiener

Die italienische Regierung setzt auf Eigenverantwortung beim Durchsetzen der Maßnahmen gegen das Coronavirus. Doch viele halten sich nicht an die Anweisung, sich soweit wie möglich von anderen fernhalten. Künstler und Prominente wie der Filmregisseur Paolo Sorrentino und der Sänger Jovanotti schlossen sich daher der Netz-Initiative #iorestoacasa (ich bleibe zuhause) an.

Internetnutzer posten dabei kleine Videos und Texte zum Zeitvertreib oder eingehende Aufrufe, unbedingt zuhause zu bleiben. Dabei würden auch Museen und Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, die Uffizien oder Pompeji die Menschen mit Posts einladen, sich Meisterwerke im Netz anzuschauen, teilte das Kulturministerium mit. In ganz Italien sind alle Museen und Attraktionen bis mindestens 3. April geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

 10:58

Frankreich: Europa braucht gewaltige Konjunkturhilfe

Europa braucht nach den Worten des französischen Finanzministers Bruno Le Maire einen "gewaltigen" Plan zur Ankurbelung der Konjunktur, um mit den Folgen der Coronavirus-Epidemie fertig zu werden. Über den Umfang werde er am 16. März mit seinen europäischen Kollegen sprechen, sagt Le Maire dem Radiosender France Inter.

Er fügt hinzu, wegen der Epidemie könne das Wirtschaftswachstum in Frankreich dieses Jahr unter 1 Prozent fallen statt der bisher geschätzten 1,3 Prozent.

 10:57

Gesundheitsexperten rufen zum Medienfasten auf

Erste Gesundheitsexperten rufen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus zu einem zurückhaltenden Medienkonsum auf: Der Biologieprofessor Carl Bergstrom von der Universität Washington riet auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, die Nachrichten zum Virus nur "zu einem bestimmten Zeitpunkt am Tag" nachzulesen.

"Es kann sonst erschreckende Züge annehmen, und Nutzer können sich von der Flut der Informationen leicht überschwemmt fühlen", betonte er. Übertriebener Medienkonsum könne eine regelrechte "Obsession" werden, warnte Bergstrom. "Derzeit kann niemand mehr das Radio oder Fernsehen anschalten, ohne auf das Coronavirus zu stoßen", sagt auch der französische Arzt und Schriftsteller Michel Cymes, der für den französischen Fernsehsender France 2 selbst mehrere Sondersendungen geleitet hat. Besonders Online-Netzwerke sollten wegen der großen Zahl falscher Angaben gemieden werden, betonte er. Sie hätten sich zu einem echten "Krebsgeschwür für die Gesellschaft" entwickelt.

 10:57

Opernsänger Michael Volle in Quarantäne

Opernsänger Michael Volle sitzt mit seiner Familie wegen des Coronavirus in Quarantäne zu Hause in Kleinmachnow bei Berlin fest. Er habe seit Anfang Februar an der Mailänder Scala für "Salome" von Richard Strauss geprobt und dort im Ensemble Kontakt mit einem Kollegen gehabt, der positiv getestet worden sei, schilderte der Bariton am Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will", wo er zugeschaltet war.

"Dem habe ich einmal die Hand gegeben, ich habe mit ihm öfters zusammen mit den anderen Kollegen geprobt." Von der Scala sei er per E-Mail informiert worden. Daraufhin habe er sich an sein örtliches Gesundheitsamt gewandt, und die gesamte Familie mit zwei schulpflichtigen Kindern habe sich an der Charité in Berlin testen lassen. Volle (Jahrgang 1960) ist mit der Opernsängerin Gabriela Scherer verheiratet.

Am Donnerstagabend habe er erfahren, dass sie nicht infiziert seien. "Ich habe keinerlei Symptome", sagte Volle bei "Anne Will". Das Gesundheitsamt habe aber eine zweiwöchige Quarantäne verhängt. "Wir wissen nicht, was kommt, das ist kein gutes Gefühl", sagte Volle.

Die Regierung in Italien hat im Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 mittlerweile einen großen Teil des Nordens zur Sperrzone erklärt. Alle Kinos, Theater, Museen, Sportclubs, Demonstrationen und viele andere Veranstaltungen müssen schließen oder fallen aus. Auch an der Scala wurden alle Vorstellungen abgesagt. Die "Salome"-Premiere hätte am Sonntag stattfinden sollen.

 10:38

Italien fordert EU-Maßnahmenpaket

Die italienische Regierung ruft die Europäische Union dazu auf, ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Folgen der Coronavirus-Epidemie aufzulegen. Dies müsse in Abstimmung mit der gesamten internationalen Gemeinschaft geschehen, erklärt das Wirtschaftsministerium in Rom.

Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigt zugleich eine weitere Steigerung der Staatsausgaben als "massive Schocktherapie" zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie an.

 10:35

Mehrere US-Universitäten unterrichten online

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet der Unterricht an mehreren US-Universitäten seit Montag online statt. Unter anderem teilten die University of Washington, Stanford University und Seattle University an der Westküste der Vereinigten Staaten auf ihren Webseiten mit, dass der persönliche Unterricht auf dem Uni-Gelände als Vorsichtsmaßnahme vorerst eingestellt werde.

Die Rice University in der texanischen Metropole Houston sowie die Columbia University in New York bereiten nach eigenen Angaben ebenfalls eine Umstellung auf Online-Unterricht vor. An der Rice University war demnach in der vergangenen Woche ein Forscher positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Mitglied der Columbia University, der dem Virus ausgesetzt gewesen sei, befinde sich derzeit in Quarantäne, hieß es.

Unter anderem in den Bundesstaaten New York sowie in Kalifornien und Washington an der Westküste der USA wurde bereits der Notstand verhängt. In den USA gibt es nach Angaben der "New York Times" derzeit mehr als 500 bestätigte Infektionen.

 10:19

Euro-Inflationsbarometer erstmals unter 1 Prozent

Die immer stärkere Ausbreitung des Coronavirus und der Einbruch des Öl-Preises drücken die langfristigen Inflationserwartungen im Euroraum auf historische Tiefstände. Das für die EZB-Geldpolitik wichtige Barometer, der sogenannte Five-Year-Five-Year-Forward, fiel am Montag erstmals auf unter ein Prozent und notierte auf einem historischen Tief von 0,9737 Prozent.

Der Wert bedeutet, dass Investoren erwarten, dass die Inflation ab 2025 über einen Zeitraum von fünf Jahren lediglich bei etwas mehr als 0,97 Prozent liegen wird. Damit würde die Teuerung auch auf lange Sicht klar unterhalb der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent bleiben, die sie als Optimalwert für die Wirtschaft anpeilt.

Die EZB verfehlt ihr Inflationsziel bereits seit Frühjahr 2013. Im Februar war die Teuerungsrate wieder etwas weiter vom EZB-Ziel weggerückt. Die Verbraucherpreise zogen auf Jahressicht lediglich um 1,2 Prozent an. Noch im Jänner war die Teuerung bei 1,4 Prozent gelegen.

 10:19

Polizei und Heer in permanenter Abstimmung

Polizei und Bundesheer stehen in Sachen Coronavirus in permanenter Abstimmung. Einsatzszenarien und Mannschaftstärken werden ständig überprüft und evaluiert, sagten Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP) bei einem gemeinsamen Auftritt Montagfrüh. Konkrete Zahlen zu den zur Verfügung stehenden Kräften nannten sie aber nicht.

Der Corona-Einsatz des Heeres hält sich derzeit noch in Grenzen, die Soldaten unterstützen die Hotlines der AGES und haben Schutzmasken verteilt. "Wir sind in allen maßgeblichen Gremien vertreten", sagte Verteidigungsministerin Tanner. Das Bundesheer prüfe unter anderem die Bereitstellung von Unterkünften und anderen Dinge, die im "Kriterienkatalog des Gesundheitsministeriums" vorgesehen seien. "Wir sind die Reserve der Republik, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind." Innenminister Nehammer lobte die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bundesheer.

 10:16

Indien lässt Kreuzfahrtschiffe nicht mehr anlegen

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus lässt Indien Kreuzfahrtschiffe vorübergehend nicht mehr in seinen Häfen anlegen. Am Montag wies der Hafen von Mangalore das Kreuzfahrtschiff "MSC Lirica" mit der Begründung ab, die Zentralregierung in Neu Delhi habe entschieden, dass Kreuzfahrtschiffen mit ausländischem Startziel ab sofort keine Anlandegenehmigung mehr erteilt werden dürfe.

Die Regelung gilt demnach bis Ende März. Unklar war zunächst, ob sich an Bord der "MSC Lirica" mit dem Coronavirus infizierte Menschen befanden. Auf dem Schiff haben bis zu 2.000 Passagiere und 700 Besatzungsmitglieder Platz. Die "MSC Lirica" gehört zur Reederei MSC Cruises mit Sitz in Genf. Gemäß ihrer Website ist das Unternehmen die größte Kreuzfahrtlinie im Privatbesitz weltweit. Sie hat mehr als 30.000 Mitarbeiter und ist in 69 Ländern tätig.

Seit dem Fall der "Diamond Princess", die wegen zahlreicher Coronavirus-Fälle an Bord im vergangenen Monat zwei Wochen vor der Küste Japans unter Quarantäne gestanden hatte, gelten Kreuzfahrtschiffe als gefährliche Brutstätten für das neuartige Coronavirus. Mehr als 700 Insassen der "Diamond Princess" hatten sich nachweislich mit dem Virus infiziert, sechs von ihnen starben.

Auch auf der "Grand Princess", die derzeit vor der kalifornischen Küste liegt und am Montag am Hafen von Oakland andocken soll, wurden 21 Infektionen nachgewiesen. Ein Großteil der 3.533 Menschen an Bord des Schiffs muss noch auf das Virus getestet werden.

In Indien gibt es 40 nachgewiesene Coronavirus-Fälle. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Virus gibt die Regierung in Neu Delhi derzeit tägliche Gesundheitswarnungen aus. Mehrere Veranstaltungen anlässlich des am Dienstag beginnenden Holi-Festivals wurden abgesagt.

 10:07

"Marsch der Lebenden" in Auschwitz verschoben

Der internationale "Marsch der Lebenden" in Auschwitz ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Rund 10.000 junge Juden aus aller Welt nehmen alljährlich an dem rund drei Kilometer langen Gedenkmarsch von Auschwitz nach Birkenau teil, dem größten der deutschen Vernichtungslager in der Nazi-Zeit. Die Veranstaltung in Polen war für den 21. April geplant.

Den Veranstaltern zufolge gibt es aber Pläne, den Marsch später im Jahr nachzuholen. Shmuel Rosenman, Vorsitzender der Organisation Marsch der Lebenden, sagte, man habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen. Weil es sich um eine internationale Veranstaltung mit 110 Delegationen aus aller Welt handle, "tragen wir eine Verantwortung, Vorsichtsmaßnahmen in Übereinstimmung mit den Regeln der Behörden in verschiedenen Ländern zu treffen". Das Hauptanliegen sei die Gesundheit der vielen Teilnehmer und der Holocaust-Überlebenden, die sich ihnen anschließen würden. In Polen wurden bis jetzt elf Coronavirus-Fälle gemeldet.

Israel hat in diesem Jahr auch geplante Gedenkreisen tausender Schüler nach Polen abgesagt. Aus Sorge vor der Ausbreitung des Coronavirus hat der jüdische Staat strenge Einreisebestimmungen verhängt. Tausende Bürger befinden sich zudem in häuslicher Quarantäne. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus mittlerweile bei 39 Personen in Israel nachgewiesen worden. Todesfälle wurden bisher nicht erfasst.

 10:00

Wifo: Auswirkungen auf Konjunkturdaten erst im März

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus haben sich bisher noch nicht sichtbar in den Kennzahlen niedergeschlagen. Weltweit stabilisierten sich die Konjunkturindikatoren nach einem schwachen vierten Quartal zum Jahresbeginn sogar etwas, so die Ökonomen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Die jüngsten Entwicklungen im Zuge der Corona-Epidemie werden jedoch demnächst sichtbar werden.

"In den Umfragewerten im März wird man viel sehen", sagte Wifo-Ökonom Stefan Ederer am Montag zur APA. Im Februar seien die Einkaufsmanagerindizes noch überwiegend positiv ausgefallen. Diese werden allerdings zum Monatsbeginn erhoben und Anfang Februar seien die Auswirkungen des Virus in dieser Form noch nicht absehbar gewesen. Darüber hinaus seien für Februar noch einige harte Indikatoren wie Produktionszahlen ausständig.

Wie stark sich die Coronavirus-Auswirkungen in der heimischen Konjunktur niederschlagen werden, sei noch nicht genau abschätzbar. Beim Wifo sei man derzeit dabei, neue Berechnungen anzustellen, diese werden aber noch ein bis zwei Wochen dauern. Da sich die Lage außerdem jeden Tag ändere, sei eine Prognose nicht einfach, so Ederer. Absehbar sei jedoch, dass es die heimische Tourismusbranche wohl am härtesten treffen dürfte. Hier wurden in den vergangenen Wochen schon Konsequenzen gezogen. So haben die Austrian Airlines am vergangenen Freitag Kurzarbeit angekündigt, auch bei Reisebüros werde von der Wirtschaftskammer Kurzarbeit vorbereitet.

 10:00

++++ Mann in Innsbruck positiv getestet ++++

In Tirol ist am Montag ein weiterer und damit der neunte Coronavirus-Fall im Bundesland aufgetreten. Ein 48-jähriger Innsbrucker wurde positiv getestet, teilte das Land mit. Der Innsbrucker hatte laut eigenen Angaben in den vergangenen Tagen Kontakt mit einem Arbeitskollegen aus Vorarlberg, der bereits zuvor positiv getestet worden war. Der Innsbrucker wurde umgehend isoliert.

"Der 48-Jährige hatte gestern über Fieber und Husten geklagt, woraufhin eine ärztliche Abklärung durchgeführt wurde. Seit heute (Montag) am frühen Vormittag liegt das Ergebnis vor und ist positiv", erklärte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Die routinemäßigen behördlichen Abklärungen hinsichtlich der engen Kontaktpersonen des 48-Jährigen waren im Laufen, hieß es.

Neben dem Innsbrucker wurden in Tirol fünf Norweger, eine Kitzbühlerin und ein italienisches Pärchen positiv auf Corona getestet. Das italienische Pärchen, die ersten beiden Fälle in Österreich, ist mittlerweile wieder gesund.

 09:52

Stephen King: Es ist nicht "Das letzte Gefecht"

"Nein, das Coronavirus ist nicht wie 'The Stand'", twitterte Stephen King in Anspielung auf seinen apokalyptischen Roman mit dem deutschen Titel "Das letzte Gefecht", in dem ein tödliches Virus Teile der Bevölkerung dahinrafft. "Es ist nicht annähernd so ernst", fügte der Autor in seinem Tweet an.

Das Coronavirus sei nicht unbedingt tödlich. "Bleibt ruhig und trefft alle angemessenen Sicherheitsvorkehrungen", schrieb King.

 09:41

Auslandsösterreicherin: "Krise ist keine Eintagsfliege"

Wenig Verkehr, keine Touristen, geschlossene Museen und Kinos: In der wegen der Coronavirus-Epidemie zur Sperrzone gewordenen Metropole Mailand herrscht ungewöhnliche Ruhe. "Jeder ist besorgt, aber gleichzeitig nehmen die Mailänder die Situation humorvoll hin", sagt die Auslandsösterreicherin Barbara Friedrich, die seit 35 Jahren in Mailand lebt und hier ein Fitnessstudio betreibt.

Die gebürtige Wienerin bekommt die Auswirkungen der in der Sperrzone verhängten Restriktionen schmerzhaft zu spüren. "Mein Fitnessstudio, in dem ich Pilates-Kurse abhalte, ist schon seit zwei Wochen geschlossen und wird es bestimmt bis zum 3. April bleiben. Wir wissen nicht, wann der Höhepunkt der Infektionen erreicht wird. Einige Experten meinen, diese Krise könnte noch bis Juni dauern, das ist natürlich für uns alle eine große Herausforderung. Wir müssen mit einem mehrwöchigen oder gar mehrmonatigen Stillstand rechnen", meint die Wahlmailänderin im Gespräch mit der APA.

In Mailand vermietet Friedrich eine Ferienwohnung über die Internet-Plattform Airbnb. "März war komplett ausgebucht, doch die Touristen haben jetzt alle abgesagt. Wir können nicht voraussehen, wann der Tourismus in Mailand wieder in Bewegung kommt. Diese Krise ist keine Eintagsfliege, sondern wird zu tief greifenden Änderungen in ganz Italien führen", sagte Friedrich.

Seitdem die Lombardei am Sonntag zur Sperrzone erklärt wurde, darf die Wienerin nicht die Region verlassen. Die Einschränkung der Reisefreiheit empfindet sie aus familiären Gründen als problematisch. "Ich hätte diese Woche meinen alten Vater in Wien besuchen sollen. Jetzt kann ich die Lombardei nicht mehr verlassen, die Flüge nach Wien sind gecancelt worden. Andererseits ist es besser so: Ich will für meinen Vater keine Gefährdung darstellen und will auch nicht, dass das Virus in der Welt herumspaziert", sagte die Fitness-Instruktorin.

Ihre Kontakte in Österreich machen sich um sie Sorgen. "Manchmal sind diese Sorgen auch irrational. Eine Bekannte fragte mich zuletzt, ob wir in Mailand genug zu essen hätten. Ich habe geantwortet, dass die Supermärkte voll seien und wir nicht hungern. Freunde aus alten Zeiten, die ich schon seit langem nicht mehr gehört hatte, haben sich gemeldet, um zu fragen, wie es mir ginge", erzählte die Wahlmailänderin.

Die Norditaliener, die anfangs die Coronavirus-Krise heruntergespielt haben, machen sich inzwischen zunehmend Sorgen um den Halt des Gesundheitssystems, das mittlerweile von Hunderten von Infizierten mit akuten Symptomen belastet ist. "Jeder von uns hat die Verantwortung, sich an die Vorsichtsmaßnahmen zu halten, denn die Gefahr, dass das Gesundheitssystem kollabiert, ist konkret. Meine Aufgabe ist es, mich gesund zu halten. In diesem Moment mache ich mir weniger um mich, als um die Gesellschaft Sorgen", sagt Friedrich.

Wie lange die Sperrzone in der Lombardei aufrecht bleiben wird, steht in den Sternen. Friedrich meint, dass die Epidemie zu einem tief greifenden Wandel in Italien führen werde. Wirtschaft, Tourismus, und Arbeitssysteme könnten überdacht werden: "Der wirtschaftliche Einbruch könnte groß sein. Schließlich spricht man schon seit Jahren darüber, dass es bald wieder eine Rezession geben werde. Im Alltag wird es zu Änderungen kommen. So erlauben immer mehr Unternehmen in diesen außerordentlichen Tagen die Heimarbeit. Das könnte zu strukturellen Änderungen in der Arbeitsweise führen", so die Auslandsösterreicherin.

 09:35

Italienern drohen bei Verlassen der Sperrzone Strafen

Norditaliener, die die Sperrzone in der Lombardei und in anderen 15 norditalienischen Provinzen ungerechtfertigt verlassen, drohen strafrechtliche Folgen. Wie Italiens Regierungschef Giuseppe Conte betonte, sind Ausnahmen nur bei nachgewiesenen dringenden beruflichen oder familiären Verpflichtungen und in gesundheitlichen Notfällen vorgesehen.

"Wer sich an die Vorschriften nicht hält, verletzt Paragraf 650 des Strafgesetzbuches, der Missachtung von Behördenverordnungen ahndet. Sollte eine Person falsche Ausnahmen zum Ein- und Ausreiseverbot angeben, ist diese strafrechtlich verfolgbar", sagte der Premier im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica". Bei Verstoß gegen Paragraf 650 drohen den Italienern drei Monate Haft oder eine Geldstrafe von bis zu 206 Euro.

Indes ordnete das italienische Innenministerium verschärfte Kontrollen auf Busstationen, Bahnhöfen und Flughäfen an. Auch die Straßen und Autobahnen werden verstärkt kontrolliert. Auf den Bahnhöfen kann die Temperatur der Reisenden mit Thermoscannern kontrolliert werden.

Italien ist inzwischen nach China das weltweit am stärkten von dem neuartigen Virus betroffene Land. Die Zahl der Todesopfer stieg dort auf mindestens 366, die Zahl der bestätigten Infektionen auf 7.375. Seit Sonntag sind ganze Regionen und Städten im Norden abgeriegelt, 16 Millionen Menschen sind betroffen. Beschränkungen gibt es auch in der Wirtschaftsmetropole Mailand und Venedig.

 09:17

Chinas Autoverband mit starkem Absatz-Rückgang

Der chinesische Automarkt wird sich in diesem Jahr nach Einschätzung des Branchenverbands PCA wegen der Folgen des Coronavirus-Ausbruchs deutlich schwächer entwickeln als noch zuletzt erwartet. Für das laufende Jahr sei von einem Absatzrückgang um 8 Prozent auszugehen, sagte der Generalsekretär des PCA (China Passenger Car Association) in einem Interview am Montag.

Damit hat der PCA in diesem Jahr bereits das zweite Mal seine Prognose gesenkt. Im Februar wurde noch mit einem Absatz-Rückgang von 5 Prozent gerechnet. Ende Dezember 2019 wurde noch ein Wachstum von einem Prozent erwartet.

Im Februar war der Automarkt in China wegen des neuartigen Coronavirus zusammengebrochen. Nach vorläufigen PCA-Daten von vergangener Woche sank der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 80 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Für die ersten beiden Monate des Jahres summiert sich das Minus auf 41 Prozent.

Das wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit Covid-19 verlängerte Neujahrsfest sowie länger geschlossene Autohändler führten zusammen mit der Zurückhaltung von Käufern zu einer Verschärfung der Flaute am größten Automarkt der Welt. Er ist für die deutschen Konzerne Volkswagen, Daimler und BMW der mit Abstand bedeutendste Einzelmarkt.

 08:51

Italiens Premier: "Das ist unsere dunkelste Stunde"

Der italienische Premier Giuseppe Conte verteidigt die drakonischen Maßnahmen seiner Regierung im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie und zitiert den britischen Premierminister Winston Churchill: "Das ist unsere dunkelste Stunde, doch wir werden es schaffen", sagte Conte im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica"(Montagsausgabe).

"Es ist schwierig, in der jetzigen Phase Prognosen zu machen. Wir stehen vor einem neuartigen Virus. Die Regierung koordiniert mit Intensität und höchster Konzentration die organisatorische Maschinerie. Wir wollen die Virus-Verbreitung eingrenzen und die Gesundheitsstrukturen stärken, damit sie diese Herausforderung bewältigen können. Wir sind ein starkes Land", sagte der parteilose Regierungschef.

 08:38

Scholz: "Immer genügend Liquidität" für Wirtschaft

Der deutsche Finanzminister Olaf Scholz stellt der Wirtschaft im Zuge der Coronavirus-Epidemie zusätzliche Unterstützung in Aussicht. Die deutsche Regierung sei klar bereit, "alles Erforderliche zu tun, um die Wirtschaft zu stabilisieren, Arbeitsplätze zu sichern", sagte der SPD-Politiker am Montag im Deutschlandfunk.

Über die in der Nacht im Koalitionsausschuss getroffenen Beschlüsse zum Kurzarbeitergeld hinaus werde die Bundesregierung "dafür sorgen, dass immer genügend Liquidität für die Wirtschaft zur Verfügung steht". Er sei dazu mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), mit dem Wirtschaftsministerium und "allen anderen" im Gespräch. Ob die Coronavirus-Epidemie längerfristig eine Herausforderung aus ökonomischer Sicht darstellen werde, sei gegenwärtig noch überhaupt nicht absehbar.

 06:55

Absage im Tennis

Das neuartige Coronavirus hat erstmals zur Absage einer großen Sportveranstaltung in den USA geführt und Tennis-Fans und -Spielern eines der beliebtesten Turniere genommen. Wegen eines bestätigten Covid-19-Falls in der Region findet das für die kommenden beiden Wochen geplante kombinierte Damen- und Herren-Turnier im amerikanischen Indian Wells nicht statt.

Das gaben die Veranstalter um Turnierdirektor Tommy Haas am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt. Am Montag hätte die Qualifikation begonnen. "Wir sind sehr enttäuscht, dass das Turnier nicht stattfinden wird, aber die Gesundheit und Sicherheit der Leute vor Ort, Fans, Spielern, Helfern, Angestellten, Verkäufern und allen, die an dieser Veranstaltung beteiligt sind, ist von größter Bedeutung", sagte Haas laut Mitteilung. "Wir sind darauf vorbereitet, das Turnier zu einem anderen Zeitpunkt zu veranstalten und prüfen Optionen."

 06:46

Niedrigste Zahl von Neuinfektionen in China seit Beginn

Die Zahl der offiziell registrierten Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Veröffentlichung dieser Zahlen im Jänner gesunken. Wie der Gesundheitsausschuss der Regierung in Peking am Montag mitteilte, wurden seit dem Vortag in ganz Festlandchina nur 40 weitere Ansteckungsfälle nachgewiesen.

Weitere 22 Menschen starben an der Infektion, auch dies eine im Vergleich zu früheren Wochen niedrige Zahl. Die allermeisten der seit Sonntag neu registrierten Ansteckungs- und Todesfälle traten den offiziellen Angaben zufolge in der zentralchinesischen Provinz Hubei auf, welche die Behörden seit Ende Jänner weitgehend von der Außenwelt abgeschottet halten. In ganz Festlandchina liegt die Gesamtzahl der Corona-Infizierten inzwischen bei mehr als 80.700, die Zahl der Todesopfer bei mindestens 3.119.