Rami

Die Dokumentation der Bierwirt-Causa

Kanzlei von ›Me too‹-Anwalt Rami arbeitet für Frauenmörder ›Bierwirt‹

 Nicht zu fassen: Die Klagen des Frauenmörders & Belästigers »Bierwirt« stammen aus der Kanzlei Rami. 

Er ist Verfassungsrichter, daneben „Krone“-Anwalt und inszeniert sich als Vertreter von angeblichen „Me too“-Opfern: Michael Rami. Doch jetzt stellt sich heraus: Die Klagen, mit denen der Frauenmörder Lastufka alias „Bierwirt“ gegen Medien vorgeht, stammen aus der Kanzlei von Verfassungsrichter Rami. Wie ist das möglich?

Monatelang hat sich der Wiener Anwalt Michael Rami als vermeintlicher „Kämpfer für die ‚Me too‘-Bewegung“ inszeniert. Rami vertritt die beiden Krone-TV-Ladys Raphaela Scharf und Katia Wagner, die ohne jeden Beweis und entgegen den Aussagen aller Augenzeugen seit Wochen ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner mit der angeblichen Behauptung verfolgen, er hätte sie am Po begrapscht.

Michael Rami inszeniert sich an der Seite von Scharf und Wagner nach jedem Prozesstermin als jener Anwalt, der Frauen vor sexuellen Belästigungen beschützen will.
Jetzt freilich steht Michael Rami, der im Nebenjob auch noch ein von der FPÖ nominiertes Mitglied des Verfassungsgerichtshofes ist, im Mittelpunkt eines Justizskandals, wie es ihn in Österreich noch selten gegeben hat.

Seit Wochen bombardiert der mutmaßliche Frauenmörder Albert Lastufka, den ganz Österreich als „Bierwirt“ kennt, die Redaktionen von ÖSTERREICH, oe24 und oe24.TV mit Serien­klagen wegen Verletzung der Unschuldsvermutung, identifizierender Berichterstattung etc. Jeder Artikel, jedes Interview mit den Verwandten des Opfers wird eingeklagt. Der „Bierwirt“, der zunächst die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer – laut Gerichtsakt – auf das Unflätigste sexuell belästigt und dann – laut Polizei – seine liebevolle Frau zuerst misshandelt und dann brutal ermordet hat, will mit diesen Medienklagen als Gipfel der Unverschämtheit an die Hunderttausend Euro abkassieren – und dann wohl mit seinem Anwalt teilen.

Wie kommt ein Anwalt vom Gürtel zu Rami-Computer?

Vertreten wird der „Bierwirt“ bei diesen Serien­klagen von dem bisher unbekannten Anwalt Gregor Klammer, dessen Kanzlei sich am Lerchenfelder Gürtel befindet.

Es ist unwahrscheinlich, dass Gürtel-Anwalt Klammer und Häfenbruder Las­tufka alias „Bierwirt“ das Know-how für diese ex­trem gefinkelten, höchst professionellen Medienklagen im Umfang extrem vieler Seiten besitzen.

Schon bei den ersten Klagen des „Bierwirts“ fiel auf: Sie ähneln im Schriftbild, in der verwendeten Software, im Know-how und teilweise sogar im Wortlaut ganzer Passagen jenen Serienklagen, mit denen üblicherweise Michael Ra­mi, der auch als Anwalt der Krone und von Heute tätig ist, die Mediengruppe ÖSTERREICH bombardiert.

Freilich schien es für alle Beteiligten undenkbar, dass ausgerechnet der vermeintliche „Me too“-Anwalt Rami den – mutmaßlich – ärgsten sexuellen Belästiger und Frauenmörder dieses Landes, den „Bierwirt“ Lastufka, vertritt.

Doch in der zweiten „Bierwirt“-Klage, diesmal gegen oe24.TV, passierte dem Gürtel-Anwalt Klammer dann freilich ein amateurhafter Fehler: Im Gegensatz zur ersten Klage vergaß er diesmal, am Ende jeder Seite die Signatur „Gheneff – Rami – Sommer Rechtsanwälte GmbH“ zu löschen.
Damit ist klar: Die Serienklagen für den mutmaß­lichen Frauenmörder Las­tufka alias „Bierwirt“ stammen tatsächlich – zumindest was Software, Briefpapier, Klage-Know-how und die Textbausteine anbelangt – aus der Kanzlei Rami.

Nicht ganz klar ist, was Rami für die „Bierwirt“-Klagen alles getan hat: Hat er nur das Briefpapier, das Schriftbild, die Software zur Verfügung gestellt? Und warum? Hat hier jemand anderer seine Textbausteine und sein Klage-Know-how verwendet? Oder hat er selbst, worauf die Signatur „Gheneff – Rami“ auf jeder Seite schließen lassen könnte, die gesamte Klage erarbeitet und formuliert?
Tatsächlich ähnelt die „Bierwirt“-Klage anderen Rami-Klagen gegen ÖSTERREICH aufs Haar. Und tatsächlich ist eine Serienklage dieser Professionalität nur von Top-Medienanwälten machbar.
Somit bleibt als entscheidende Frage: Hat hier wirklich der „Me too“-Anwalt Rami bei den Klagen des (mutmaßlichen) Brutal-Frauenmörders „Bierwirt“ mitgeholfen? Und wenn ja, warum tut er das versteckt?

Warum bringt ein unbekannter Gürtel-Anwalt als Tarnadresse eine Klage aus der Kanzlei des prominenten Verfassungsrichters und Top-Medienanwalts Michael Rami ein? Oder wie sonst kommt dieser Nobody zu Briefpapier, Software, Textbausteinen und Know-how eines Höchstrichters dieser Republik?

Michael Rami muss diese offenen Fragen rasch aufklären, sonst drohen Konsequenzen: Seit letzter Woche fordern immer mehr Politiker (siehe Kasten rechts) den Rücktritt von Rami als Verfassungsrichter. Sogar die FPÖ, die Rami ins Verfassungsgericht entsandt hat, will seinen sofortigen Rücktritt.

Wie kommt Signatur von Rami auf ›Bierwirt‹-Klage?

Auch die Krone-TV-Ladys Scharf und Wagner werden überlegen müssen, ob sie sich – wenn sich der Verdacht, dass die Kanzlei Rami an der „Bierwirt“-Verteidigung mitwirkt, bestätigt – weiter von Michael Rami vertreten lassen.
Und auch für einige Politikerinnen, die Ramis Vorwürfe bisher ungeprüft übernommen haben – an vorderster Front die grüne Klubobfrau und „Bierwirt“-Opfer Sigrid Maurer –, wäre es an Peinlichkeit nicht zu überbieten, wenn ausgerechnet Ramis Kanzlei nun in die „Bierwirt“-Verteidigung involviert wäre.
Verfassungsrichter Michael Rami muss also aufklären: Wie kommt die Signatur seiner Kanzlei auf die Klage des (mutmaßlichen) Frauenmörders und Sex-Belästigers Albert Las­tufka alias „Bierwirt“? 



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