Forderung nach lebenslanger Haft

Netz wünscht Bierwirt die Höchststrafe

Riesig ist der Schock, dass Albert L. mit nur drei Jahren Haft davonkommen könnte. 

Wie berichtet, wird in Justizkreisen diskutiert, ob der Bierwirt, der durch die obszöne Belästigung der Grünen Sigrid Maurer und die Prozessschlacht gegen sie zu unrühmliche Bekanntheit gelangte und der seine vor der Trennung stehende Freundin und Mutter seiner beiden Kinder getötet haben soll, mit einer ex­trem milden Strafe davonkommen könnte.

Gesetz

Schuld daran: der Paragraf 287 StGB („volle Berauschung“), der zum Tragen kommt, wenn ein Verdächtiger bei der (Blut-)Tat mehr als drei Promille hatte und deshalb zurechnungsunfähig war. Dann könne er die Tragweite seiner Handlung nicht erfassen (was ­allerdings auch ein Gutachter festzustellen hat) und kommt mit eine Freiheitsstrafe von nur bis zu drei Jahren Haft davon.

Forderungen für lebenslange Haft 

Angesichts diesbezüglicher Berichte kam es auf sozialen Medien zu wahren Tumulten von Usern, die ganz im Gegenteil einen „Frack“ – Insiderformulierung für lebenslang plus Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher – für Albert L. fordern.

Tat geplant? 

Befeuert wird diese massive Forderung durch Hinweise, dass die Bluttat an der 36-jährigen Marija M. geplant gewesen sein könnte und dass sich der Bierwirt erst nach dem eiskalten Mord durch einen Kopfschuss (während die Kinder aus der Wohnung flüchteten) im Hof in Rekordgeschwindigkeit besinnungslos getrunken hat. Laut Zeugen soll der 42-jährige Craftbeer-Gastronom zwei Flaschen Schnaps oder Wodka in sich hineingeschüttet haben – möglicherweise in voller AbsiMaund in Kenntnis der Gesetzeslage?

Unschuldsvermutung 

Sein Anwalt Gregor Klammer will sich erst Ende der Woche mit einem Statement zu Wort melden – bisher gab er nur bekannt, dass es seinem Mandanten „nicht gut geht“. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Das Opfer, Marija M., wird heute am Friedhof Baumgarten im engsten Familienkreis beerdigt. 



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