Bierwirt

Gewaltexzesse im Vollrausch

Sieben Vorstrafen: Die Akte des "Bierwirtes"

Bierwirt Albert L. war für seine Gewaltexzesse im Vollrausch gefürchtet.

Wien. Nach allen Schilderungen hat der Bierwirt seit Jahren ein massives ­Alkoholproblem. Und je nach Pegel soll seine Stimmung gewesen sein. Mal euphorisch und den Kindern ein geradezu liebevoller Vater, mal unbeherrscht und unberechenbar. In der On-Off-Beziehung mit Marija M. schlug er die Krankenschwester mehrfach.

Eine Freundin des Mordopfers zu ÖSTERREICH: „Als Marija einmal zu einer kleinen Weihnachtsfeier ins Spital wollte und sich von ihm verabschiedete, schlug er sie einfach und sagte: Jetzt kannst du gehen.“

Waffenverbot. Zuletzt sorgte Albert L. im September für Schlagzeilen. Vor seinem Lokal soll er grundlos einen Passanten (63) mit einem Elektroschocker attackiert haben. Er schlug eine Fensterscheibe ein, bedrohte ­anschließend Polizisten. Die wollten ein Waffenverbot verhängen, doch das bestand längst. Ob damals Nachschau gehalten wurde und der Gastronom die Tatwaffe illegal besaß, werden die Ermittlungen zeigen.

Gewalttätig. Auf sieben Einträge soll es Albert L. im Strafregister gebracht haben, er galt vor allem im Rausch als gewaltbereit.

Prozess. Drei Jahre stritt der bekennende FPÖ-Fan mit der Grünen-Politikerin Sigi Maurer vor Gericht. Er hatte die prominente Partei-Obfrau mit sexistischen Mails beleidigt, stritt dies aber vehement ab und bezichtigte einen alten Bekannten. Gleichzeitig klagte er die Politikerin auf ­Unterlassung.

Diese Klage zog Albert L. schließlich zurück, musste für die gesamten Kosten des Verfahrens aufkommen. Mit seinem Geschäft ging es bergab, zuletzt hatte er eine Art Räumungsverkauf gestartet.

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